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— Preußen genau in den Grenzen wie im Jahre 1756 wiederherstellenden und feier-lich anerkennenden — Frieden zur Folge hatte.
Wie an der Gewinnung dieser glorreichen, dem preußischen Staate, außer derExistenzberechtigung, die Stellung einer geachteten und sehr gcfürchteten! europäischenMacht verschaffenden Schlacht das Tilsiter Dragoner-Regiment und namentlichsein damaliger Kommandeur Karl Freiherr v. Eberstein einen hervorragendenAntheil genominen, wird aus der späteren Darstellung erhellen, zunächst aber liegt unshier außer der näheren Darlegung dieses Verdienstes noch die bis zu dem epoche-machenden Ende des 7 jährigen Krieges ununterbrochen bewährte Theilnahme des Re-giments au dei? Erfolgen der weiteren kriegerischen Unternehmungeil ob.
Nach der vergeblichen Anstrengung des Generals v. Wunsch, durch forcirtenMarsch die Kapitulation Dresdens zu verhindern, war derselbe nach Großenhainzurückgegangen, hatte dort ein Lager bezogen, war aber aus die eingetroffene Nachricht,daß Torgau vom Feind bedroht werde, schon wieder am 7. September 1759 mit3 Schwadronen vom Dragoner-Reg. Plettenberg, 3 Schwadronen Husaren und3 Bataillonen aufgebrochen und nach Torgau voraus marschirt; mit dein Uberrestedes Corps folgte dann der Oberst v. Wolsfersdorff. Am 8. Sept. erging von demösterreichischen General St. Andrä die Aufforderung zur »Übergabe des Platzes; derGeneral v. Wunsch aber ließ die feindliche Stellung durch die Tilsiter Dragonerrekognosziren, wobei diese ein starkes Kanonenfeuer auszuhalten und dein feindlichenrechten Flügel gegenüber so lange gehalten hatten, bis das Hauptkorps herangekommenwar. Eine Kanonade eröffnete dann sofort das Gefecht. Nachdem die zwei auf denrechten Flügel gestellten Schwadronen Dragoner sowohl die feindliche Kavallerie des linkenFlügels bis in den Wald auf dem Wege nach Schi Ida geworfen hatten und dadurch derfeindlichen Infanterie des linken Flügels in den Rücken gekommen waren, sodaß diese ingrößter Unordnung die Flucht ergriffen hatte, warfen sich auch die drei Dragoner-Schwa-dronen des linken Flügels in voller Carriere ans die entgegenstehende feindliche Reitereiund trieb sie bis in den Wald zurück; hiermit fertig, griffen die Dragoner wie auchdie Infanterie an, sprengten einen Theil auseinander und eroberten 8 Kanonen. Die übrigefeindliche Infanterie zog sich nach dem Walde auf der Straße nach Eilcnburg zurück.
Dies an und für sich nicht sehr bedeutende Gefecht hatte dennoch alle Folgendes größten Sieges; denn es verschaffte nicht allein den preußischen Waffen die Achtungwieder, die durch die Niederlage von Kunersdorf etwas gesunken war, sondern machteauch noch den König wieder zun: Herrn des größten Theils von Sachsen. Der Generalv. Wunsch ließ in dieser Ansicht von der Bedeutung des errungenen Sieges demTilsiter Dragoner-Regimente für die 8 eroberten Kanonen sogleich 800 Thalerzur Vertheilung an die Unteroffiziere und Geineinen auszahlen; außerdem erhielten diebeiden Majore v. Pogrell und v. Voßberg jeder 500 Thlr., die beiden „Capitainsmit Schwadronen": v. Gramm und Baron v. Eberstein jeder 300 Thaler, jederStabscapitain 100 Thlr. und jeder Lieutenant und Fähnrich 30 Thlr. bar ausgezahlt.
Mittlerweile war der von: Könige nachträglich zum Entsätze Dresdens abgeschickteGenerallieut. v. Finck aus dem Lager bei Waldau am 9. Sept. bis Großenhaingekommen, hatte die erfolgte Übergabe Dresdens erfahren und war dann nach Torgauzu marschirt. Nach Vereinigung mit den Truppen des Generals v. Wunsch gingnun 12. Sept. das ganze Corps nach Eilcnburg, welches der Feind bei seiner An-näherung verließ. In der Nacht brach General v. Wunsch mit den Tilsitcr Dragonern,2 Schwadronen Husaren und 6 Bataillonen wieder auf und marschirte auf Leipzigund zwang die Stadt zur Übergabe. Darauf brach das Corps den andern Nachmittagwieder auf über Döbeln und, von da mit dem Finck'schen Corps wieder vereinigt,nach Nossen dem österreichischen General Haddick entgegen, der mit seinen leichtenTruppen eine Kette von Meißen bis Nossen gezogen hatte.
Es fielen nun mit dem Feinde, mit welchem sich die Reichsarmee vereinigt hatte,fast täglich Gefechte vor, unter welchen das vom 21. Sept. das bedeutendste war undbei dem das Tilsiter Drag.-Reg. stark engagirt war.