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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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665
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der Nacht vom 3t. Dez. auf de» 1. Januar 1739 aber brach General Dohna mitder Armee wieder auf, rückte nach Damgarten und gestattete der Besatzung freienAbzug. Darauf ging das Reg. Plettenberg mit der Avantgarde bis Franzburgvor und nahm dein Feinde mehrere Gefangene und viel Bagage ab. Nach durchGeneral Manteuffel erzwungenem Übergange über die Peene unweit Anklam zogensich die noch bei Greifswalde stehenden Schweden nach Stralsund zurück undüberließen die Besatzungen von Anklam und Dcmmin ihrem Schicksale.

Den 14. Januar gingen die Plettenberg'schen Dragoner und einige BatailloneInfanterie zur Belagerung von Anklam ab, woselbst sich ihnen am 21. Jan. die Be-satzung ergab. Nachdem auch Demmin kapitulirt hatte und nach Rückzug der Schwedennach Stralsund und Rügen, verlegte der General Graf Dohna seine Armee in Mecklen-burg und in Schwedisch-Pommern in Winterquartiere mit dem Hauptquartier Rostock;das Regiment Plettenberg kam zwischen Barth und Damgarten zu liegen. Hierstand das Regiment bis Anfang Mai, worauf die Armee bei Anklam über die Peenezurückging. Die in Stralsund und Rügen so gut wie eingesperrt gewesenen Schwedenbekamen durch die inzwischen erfolgende Annäherung der Russen wieder Luft. Gegendiese muhte sich nun General Dohna wenden; er üeß jedoch, um Pommern so vielwie möglich zu decken, den General v. Kleist mit den Plettenberg'schen Dragonern,2 Schwadronen Husaren, 2 Infanterie-Regimentern und 2 Gren.-Bat. zurück. DieseTruppen blieben in ihrem Lager bei Bartow, auf dessen rechten: Flügel drei, aufdem linken zwei Schwadronen der Plettenberg'schen Dragoner standen, bis zur MitteAugust unbehelligt. Da nach der verlorenen Schlacht bei Kunersdorf der GeneralKleist Befehl erhalten hatte, mit 4 Bataillonen zum Könige zu stoßen, die übrigeInfanterie nebst der Reiterei über Berlin nach Sachsen marschiren zu lassen: so gingdie letztere Abtheilung über Berlin nach Jüterbogk zum Corps des Generals v.Wunsch,ivoselbst sie am 26. Aug. eintraf. Am folgenden Tage ging dies verstärkte Corps überZahna nach Wittenberg, das noch denselben Tag eingenommen wurde. Am 30.rückte General Wunsch vor Torgau, das ebenfalls kapitulirte. Da nun das Corpsauf die erst am 2. Sept. nachkommende Artillerie hatte warten müssen, konnte es nichtfrüher als am 3. nach Dresden aufbrechen. Am 4. bei Tagesanbruch stießen diedie Avantgarde bildenden Dragoner und Husaren zwischen Koßdorf und Großenhainauf das ungarische Palatinat-Husareu-Negiment, warfen es über den Haufen, machtendavon 300 Gefangene und erbeuteten 500 Pferde. Allein diese so rasch ausgeführtenUnternehmungen und glücklichen Erfolge nahmen dennoch die knapp zugemessene Zeithinweg, um noch rechtzeitig zum Entsätze der von der Reichsarmee bedrohten sächsischenHauptstadt beitragen zu können. Und da nun auch dem in Dresden kommandirendenGrafen Schmcttau von dem Anmärsche des Generals v. Wunsch keine Nachricht ge-geben worden war: so erfolgte am 4. Sept. die Räumung Dresdens, bevor Generalv. Wunsch vor der Neustadt erschien, trotzdem er am 5. Sept. noch vor Tagesanbruchvon Großenhain aufgebrochen war, um Dresden zu cutsetzen. Und so kllieb ihmnichts übrig als abends den Rückmarsch nach Großenhain anzutreten. Der durch dieseUmstände für den ganzen nächsten Verlauf des Krieges herbeigeführte Nachtheil konnteauch durch die nächsten glücklichen Erfolge nicht wieder gut gemacht werden, welche durchdie Tapferkeit der Armee errungen wurden. Denn als Friedrich im ersten Jahredes 7jährigen Krieges im Okt. 1756 Sachsen zur Übergabe gezwungen hatte und sichim Besitze der Landeshauptstadt befand, hatte er sich hiermit den hochbedeutsamen Ge-winn verschafft, daß er in den Steuern, welche er aus dem wohlhabenden Lande zog,reiche Mittel zur Verstärkung seiner Wehrkraft fand. Trotz dein blutigen Überfallebei Hochkirch am 14. Okt. 1753 hatte er es behauptet. Nach Übergabe der Haupt-stadt wurde wenigstens das von den Reichstruppen bedrohte Land durch die nun fol-gende rühmliche Schlacht bei Torgau gesichert, wodurch es möglich wurde, daß, als1761 der tapfere Prinz Heinrich mit schlecht geschulten Truppen Sachsen selbst zurHälfte hatte behaupte» können, am 29. Okt. 1762 der glänzende Sieg bei Freibergerrungen wurde, welcher dann den am 15. Febr. 1763 zu Hubertusburg geschlossenen