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fanteric der Avantgarde Zeit, sich zu sammeln und wieder vorzugehen. Erst die Nachtmachte dem mörderischen Kampfe ein Ende. Die russischen Generäle sammelten wiedereinige Tausende Mann, welche am folgenden Tage nach Landsberg an der Wartheentkamen, da wegen der Ermüdung der 11 Stunden ununterbrochen im Gefecht ge-wesenen Kavallerie der König die Schlacht nicht erneuern mochte.
Das Dragoner-Regiment Plettenberg hatte an Toten 1 Offizier, an Ver-wundeten 3 Offiziere: Stabs-Capit. Karl Baron v. Eberstein, deren Vetter Leopoldv. Eberstein und Lieut. v. Cronhjelm (Pauli, Leben großer Helden III. 258, undKahler, Litth.-Drag.-Regt. I. 112).
Nach Abzug des Königs nach Sachsen, woselbst die eingerückten ÖsterreicherDresden bedrohten, blieb der General Graf Dohna mit einem Corps (wobei das Re-giment Plettenberg) zur Beobachtung des Feindes zurück. Den auf Berlin vorrückendenSchweden ging General v. Wedell entgegen, nachdem er nach seinem Eintreffen inBerlin am 20. Sept. durch das Reg. Plettenberg verstärkt worden war; er nahmseinen Marsch über Oranienburg bis in die Gegend von Fehrbellin; am 25. nahmer die vom General v. Spasn kommandirten Plettenberg'schen Dragoner und Möh-ring-Husaren und marschirte mit ihnen in vollem Trabe 2 Meilen bis Tarnow; beiLinum, wo das Reg. Plettenberg auf die Bedeckung der feindlichen Fonragiere traf,machte es eine glückliche Attacke auf die Kavallerie. Am folgenden Tage griff Wedelldie in Fehrbellin stehenden Schweden an, jedoch ohne namhaften Erfolg. Da dieSchweden aus ihrem Lager bei Ruppin, in dem sie bis zum 11. Okt. ganz ruhiggestanden hatten, aufgebrochen und bis Boitzenburg zurückgegangen waren, schickteder General v. Wedell in der Nacht vom 14. auf den 15. Okt. den General v. Spaönmit 200 Plettenberg'schen Dragonern und 200 Husaren nebst einem Gren.-Bat.nach Boitzenburg; Spaän überfiel das Lager des schwedischen Generals Hessenstein;der Uberfall war so plötzlich und gelang so vollkommen, daß die Wachen, ohne einenSchuß thun zu können, aufgehoben wurden und die Bedeckung nicht in das Gewehrkommen konnte, sondern halb angezogen und ohne Waffen die Flucht ins Lager nehmenmußte. Die Preußen verloren keinen Mann und zogen sich, als das schwedische Lagerin Alarm kam, wieder auf ihr Hauptcorps zurück.
Nachdem die schwedische Armee bis Prenzlow zurückgegangen und Generalv. Wedell ihr bis Suckow gefolgt war, erhielt er vom Könige Befehl, nach Sachsenzu marschiren. Er brach am 28. Okt. nach Berlin auf, vereinigte sich hier mit derhier anlangenden Armee des Generals Grafen Dohna und bildete mit seinem Corpsdie Avantgarde, an deren Spitze der General v. Malachowsky mit seinen Husaren undden Plettenberg'schen Dragonern marschirte. Der Marsch ging nach Torgau undvon da am 15. Nov. nach der stark vom Feinde besetzten Stadt Eilenburg, welchergegenüber auf den Anhöhen an der Mulde der österreichische General Haddick stand.Unter einer von Mittag bis spät abends dauernden Kanonade zogen sich die Pletten-berg schen Dragoner und die Husaren rechts um die Stadt, setzten durch eine Furthder Mulde über den Fluß und gingen dem Feinde in die linke Flanke; ihnen folgtedie übrige Reiterei der Armee. Aber General Haddick wartete den Angriff nicht ab,verließ vielmehr in größter Eile die Stadt und seine Stellung und zog sich gegenGrimma,.zurück.
Die Österreicher und die Reichstruppen machten nunmehr Anstalt, Sachsen zuräumen und in die Winterquartiere zu gehen, als sie erfuhren, daß der König ausSchlesien gegen sie im Anzüge sei. Auch von Dresden zogen die Belagerungstruppenab, ohne Fried rich's Angriff abzuwarten. Nur die vom General v. Manteuffelbeobachteten Schweden tummelten sich noch im preußischen Vorpommern herum.General Graf Dohna erhielt nun Befehl, mit einem Theile seiner bisherigen Armee(wobei das Regiment Plettenberg) sie auch von da zu vertreiben. Er marschirtedurch das Zerbft'sche, durch Brandenburg, Wittstock bis Stavenhagen in Mecklenburg,wo er 20. Dez. ankam. Ter feuchten Witterung wegen konnte jedoch nichts Ernst-liches vorgenommen werden, und so wurden zunächst Winterquartiere bezogen. In