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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Karl Theodor Freiherr v. Eberstein nach Mainz zurück. Er starb daselbst am29. April 1833:

„Wir erfüllen die traurige jdflicht, Ihnen das gestern morgen 2 Uhr erfolgte Ableben unseresgeliebten Gatten, Raters und Schwiegervaters, des vorher großherzogl. Frankfurter ^taatsministersund königl. bayr. Kämmerers, Großkreuz des Oonoorckin-Wrdcns Luit 1'Imoclor losexü Freiherr»von Lbsrstein zu GeHofen, hiermit ergebenst anzuzeigen. Er starb sanft und ruhig, so wie seinganzes Leben war, in seinem 72 Jahre nach einem Krankenlager von nicht ^ Tagen. Ukainz,den so. Ukärz kLZZ.

lilarx. Isi«!. Freifrau von Lberstein,

geb. Gräfin von Kro88« als Gattin.

8«ptlie von Viller? geb. Freiin von überfein.

6arl von Villee?, k. k. Rittmeister.

Iklarie von vslttvit?, geb. Freiin von überfein.

^nxn8t von balttvit?, k. preuß. Major a. T>.

6!enientine Freifrau von 1'rovtl', geb. Freiin von Lder8tein.trau? Frhr. v. 'krovlk, k. wiirttcmb. Major und Loinmanclenr der Leibgarde,tlaroline von lliütwnn, geb. Freiin von Lbei^tein.

1«8epl> von Oiillinnn, k. pr. Lieut. im 7. VInnen-Keg-."

In der „Neuen Mainzer Zeitung" v. Sonntag 3k. März 1833 heißt es: Mainz vom 3V. März.Gestern starb nach einem kurzen Krankenlager der seit mehreren Jahren in unserer Stadt wohnendeStaats minister des ehemaligen Großherzogthums Frankfurt Freiherr o. Eb erst ein Excel lenzin seinem 72. Jahre. Das Leben dieses bis in sein hohes Alter gesunden und thätigen Staatsmannesist reich an Erlebtem und eigenem politischen Handeln; es durfte daher eine Biographie dieses sichauch um die öffentlichen literarischen Anstalten unserer Stadt verdient gemachten Mannes als eininteressanter geschichtlicher Beitrag zu einer der wichtigsten Zeitabschnitte erscheinen, und einen solchenNekrolog sind wir so glücklich nnscrn Lesern aus der Feder eines seiner Freunde alsbald in diese»Blättern erscheinend ankündigen zu können."

Als diese Todesanzeige dem Vetter des Verstorbene», dein Major Gustavv. Eberstein (meinem Vater) in Groß-Leimingen zugekommen war, ordnete derselbe,als Leiter der Familiengeschäfte, sofort an, daß in GeHofen, als woselbst der Ver-storbene Kompatron über die geistlichen Institute gewesen war, das nach dem sächsischenProvinzialrechte gesetzliche und auch obscrvanzmäszige 4 wöchentliche Trauerläuten zubewirken sei. Auf einen Wink des Pastors ordnete die Gemeinde Zwei aus ihrerMitte ab, damit dieselben den bei ihnen beliebten Major, von dein sie schon manchesin Güte erreicht hatten, zur Zurücknahme der angeordneten Maßregel bestimmen sollten.Derselbe legte ihnen jedoch dar, wie er, der mit senken Brüdern der Lchnserbe desohne Söhne gestorbenen Ministers sei, gerade in diesem Falle auf die strikte Hand-habung der gesetzlichen Observanz halten müsse, weil sonst die hinterlassene Familiedes Ministers das Unterbleibe» des Tranerläutens als eine absichtliche Vernachlässigungder schuldigen Rücksicht aufzufassen vollen Grund hätte; das überzeugte sie aber nochnicht, sie machten vielmehr geltend, der Minister habe sich nie in Gehvfen sehenlassen, für einen, der sich nicht um sie bekümmert habe und den sie gar nicht kennten,hätten sie auch nicht nöthig, zu trauern; wenn aber, setzten sie hinzu, er, der MajorGustav, sterbe, wollten sie mit Freuden gleich 8 Wochen läuten! womit aber diesersie bittet, sich noch ein wenig zu geduldigen.

Nr. 510. Auszug aus einem Wriefe des Ministers Kart Weodor an denMajor Gustav v. Kverstein ck. «i. Mainz, 14. Mai 182K.

Gw. Hochwohlgeboren können vielleicht nur noch einen andern Gefallen thun,der in folgendem besteht: Von 5 Töchtern — meinen einzigen Hindern — habeich Z verheirathet, die eine an den k. preußischen Hrn. (.'upitnina v. lluttrvitx, einean den k. württembergischen Hrn. Rittmeister v. NroM', eine an den k. k. österreich.Hrn. Dragoner-Vberlieutenant v. VillöW. Line derselben will sich ihrer Gesundheitwegen nicht verheirathen. Nun bleibt mir meine jüngste Tochter, bald (7 ^ahrealt, zu versorgen übrig. Sie ist hübsch, gesund und wohl gebauet. Von mir be-