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kömmt sie ein nicht ganz unbedeutendes Kapital, von ihrer Mutter aber, deren ein-ziges Rind sie ist, ein beträchtliches vermögen; ich wünschte für dieselbe einenschönen und braven, etwa 26 bis 20 Jahre alten Gffizier als Mann zu finden,welcher sedoch etwas vermögen von sich haben müßte, von unsrem Namen undStamm ist, soviel ich weiß, Niemand vorhanden, der hiezu passete. vielleicht aber habenSie einen freund oder Bekannten, den Sie mir empfehlen könnten, und welcher geneigtsein würde, eine Reise an den Rhein zu unternehmen, nur zu sehen und gesehen zuwerden? Stehen sich die jungen Leute an, so soll es an meiner und meiner FrauLinwilligung nicht fehlen. <Ls soll mir einerlei sein, von welcher christlichen Kon-fession der Bräutigam seie w. w. :c. Ich bitte Sie, die Versicherung jener voll-kommensten Hochachtung gütig aufzunehmen, mit welcher ich die <Lhre habe zu be-harren Euerer Hochwohlgeboren gehorsamster Diener und Vetter
Rbsrktsi».
Durch testamentarische Verfügung vom 20. Juni 1835 stiftete die Witwe desMinisters Karl Theodor, Freifrau v. Eberstein geb. Gräfin äs Rro88s, das „Rosen-brautfest in der Stadt Mainz" und hinterlegte zu diesem Zwecke die Summe von12 000 Gulden, von deren Zinsen g 600 fl. am l. Mai jeden Jahres 500 fl. der„Rosenbraut" gehören und 100 fl. für die zu veranstaltende Festlichkeit zu ver-wenden sein sollten. Die „Rosenbraut" soll diejenige sein, welche nach der Ent-scheidung des zu diesem Zwecke zu bildenden Komitees als die tugendhafteste undgescheiteste anerkannt wird, und welche überhaupt durch gutes Betragen gegen ihreEltern sich ausgezeichnet hat. Das Komitee soll aus 7 Personen bestehen: dem Bischöfe,dem Dompfarrer und dem Pfarrer der Petrigemeinde, ferner dem Bürgermeister unddrei anderen von dem letzteren aus den betreffenden Kirchenrätheu zu ernennendenMitgliedern; die Stimmenmehrheit hat zu entscheiden, wobei die Stimme des Bischofsmastgebend ist. Selbstverständlich hat die erwählte Rosenbraut nur einmal die Summevon 500 fl. zu erhalten, und die Wahl must jedes Jahr auf eine andere fallen.
Ztr. 511. Auszug aus dem Testamente der verwitweten Arau Minister v. Köer-stein, die Kosenbrautstittung betreffend, dem Werfaffer gütigst mitgetljeil'tunter dem 25. Aug. 1884 von der grokh. steff. Bürgermeisterei der H'rovinzial-ijauptstadt Mainz.
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