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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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629
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seiner geographischen Lage nach nicht besser geHolsen werden, als wenn dasselbe dasGlück hätte, unter Eure Hoheit milde Regierung zurückzukommen, welches — da demhanauischen Amte Balenhausen entsagt werden mühte — so leicht durch Hinweisung desAmtes Alzenau zum Grostherzogthum Frankfurt an des Erstem Stelle hätte geschehenkönnen. Diesem ungeachtet sehe ich Euer Königlichen Hoheit höchsten Befehlen entgegenund habe die Gnade, respektvollst zu beharren Euer Königlichen Hoheit unterthänigsterDiener ^ Eber,stein.

Werthestcr Herr Staatsrath! Mein Wunsch in Betreff dieser vertriebenenLeute aus dem Hrcigericht gehet dahin, daß die Bestrafung von Seiten des Landes-herrn gegen die Rädelsführer, wenn sie nothwendig und unvermeidlich ist, etwa ineiner Schanzarbeit im Darmstädtischen bestehen und solche Verbrecher nicht durchLandesverweisung von Haus und Hos vertrieben werden. Wo sollen diese Leute hin?Ich bin entschlossen, sie nicht aufzunehmen, weilen solche Aufnahme von SeitenDarmstadts mißdeutet werden konnte. Unterdessen dauern Mich diese Leute doch sehr,weilen jeder Mensch doch irgend einen Aufenthaltsort haben muß. Wenn dieseLeute nach Ungarn, Rußland oder Amerika auswandern wollten, so würde Ich siegerne in der Stille und in fremdem Namen durch Reisegeld unterstützen. BeliebenSie der Sache nachzudenken und Mir Ihre Meinung im Vertrauen zu eröffnen.Ich bin mit vieler Hochschätzung Dero Herzensfreund Carl.

Nr. 491.

Frankfurt, 18. Angl. 1810. Eure Königliche Hoheit haben mir gestern eink. bayerisches Notifikationsschrcibench über die Entbindung der Königin mit dem Befehlezugehen lassen, ein Glückwünschnngsschreiben darauf zu entwerfen. Ich must aber vorerstfolgende unterthänigste Bemerkung machen und um höchste Verhaltungsbefehle bitten. Esgiebt nämlich der König von Bayern Euer Königlichen Hoheit in der Anrede nur den Titel:„Hochwürdigster Fürst!" in dem Kontext nur „Euer Hoheit" und eben auch nur amSchlüsse „Eure Hoheit". Der Kaiser von Österreich hat Höchstdenenselben jüngst gegeben:„Durchlauchtigster, Hochwürdigster Fürst!" und am Schlüsse: „Eweren Liebden".Prensten, Sachsen und selbst der stolze König von Württemberg haben gegeben: „Hoch-würdigster, Durchlauchtigster Fürst!" im Kontext und am Schlüsse aber „EuerKönigliche Hoheit und Liebden". Da der Folgen wegen die Behandlung von Seitenanderer Höfe nicht ganz gleichgültig ist, so frage ich unterthänigst an, ob dieser Mistgriffnicht gerügt werden solle? welches, um den glimpflichen Weg zu gehen, am schicklichstendadurch geschehen könnte, dast dem bayerischen Hrn. Gesandten Frhrn. v. Reding (durchwelchen das Notifikationsschreiben an den Hrn. Minister Gr. v. Beust, wie ich höre,gekommen ist) bei Zustellung der Antwort an seinen König zugleich in einer ihm vongedachtem Hrn. Gr. v. Beust zuzustellenden Note der begangene Kanzleifehler bemerktund dessen Verbesserung für die Zukunft angesonnen werde. Sollte dieses wider Ver-mnthen den verlangten Erfolg nicht haben, so würde nichts anderes übrig bleiben, alskeine k. bayerische Anschreiben, wenn sie durch den Gesandten übergeben werden undnicht in der gehörigen Form abgefaßt sind, mehr anzunehmen, jene mit der Postankommende aber unbeantwortet zu lassen. Eure Königliche Hoheit geruhen, mir Hoch-dero gnädigste Weisung hierüber zugehen zu lassen.

Gelegentlich dessen habe ich zugleich die Gnade, anzufragen, ob Höchstdieselbengenehmigen, dast ich am 25. dieses, als dein Ludwigs- und dreifachen Namenstage desHrn. Grostherzogs, der Frau Grostherzogin und des Hrn. Erbgrostherzogs von Hessen,mich nach Darmstadt begebe, um dort zu gratulircn; indem, wie ich vernehme, aubesagtem Tage groste Gala dortselbst sein wird. Der kaiserlich österreichische Hr.Gesandte nimmt sich ebenso vor, zu diesem Ende sich dahin zu verfügen. Der höchstenEntschließung entgegen sehend, beharre ich in tiefstem Respekt Ew. Königlichen Hoheitunterthänigster Diener Oberstem.

*) Auf der Anzeige ck. ä. München, 25. Julius 1810 steht: „Hr. Geh. Staatsrath Frhr.v. Eberstein wird ersucht, ein Glückwünschungsschreiben hierher zu schicken. Aschasfenburg, 1ö. Aug. 1810.

Carl.