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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Dieser Entwurf aber ward nie dem Kaiser zur Prüfung unterbreitet, indem Dalberg,nachdem ihm einmal der Kaiser in Bezug auf die deutschen Angelegenheiten gesagthatte: il u'eu est pas eueors le bsmps, nicht inehr den Muth fand, von neuein mitProjekten vorzutreten. An dem bereits zur Abreise bestimmten Tage erschien Dalbergnoch einmal bei dem Aever des Kaisers, um sich von ihm zu verabschieden; wiederumertheilte ihm der Kaiser, indem er sein Bedauern über die rasche Abreise des Fürstenzu erkennen gab, die Versicherung, daß er sich der obschivebenden Angelegenheiten an-nehmen und dieselben in gleicher Weise, als wenn der Primas zugegen wäre, er-ledigen wolle. Nach allen Richtungen hin war die Thätigkeit Dalberg's in Pariserfolglos geblieben.

Nach dem am 14. Okt. 1809 zu Schonbrunn von dem auf der Hohe seinesRuhmes und seiner Erfolge angelangten Napoleon diktirten Frieden wurden abermalsdie willkürlichsten Gebietsveränderungen innerhalb Deutschlands von ihm vorgenommen.Auch der Fürst Primas wurde hiervon betroffen. Napoleon nahm nun zwar jetzt deinFürsten Primas das Fürstcnthum Regensburg und gab dasselbe an Bayern; er ent-schädigte aber Dalberg mit den Fürstenthümern Hanau und Fulda und schuf ausden nunmehrigen vereinigten Besitzungen Dalberg's ein Grostherzo gthum und er-nannte Dalberg zum Großherzog von Frankfurt. Der neue Großherzog ernanntenun seinen bewährten und ihm unentbehrlich gewordenen Vetter und Freund KarlTheodor v. Eberstein zu seinem Minister-Staatssekretär und übertrug ihm nichtnur das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten und des Kultus, sondernauch die Militairadministration:

Nr. 469. Dekret für den bisherigen Kerrn geheimen Staatsrath :c. Are:-Herrn von Köerltein als Winister-Staatstekretär, Minister der auswärtigenAngelegenheiten, des Kultus und der Wilitäradministration.

Wir Aarl von Gottes Gnaden Fürst-P>rimas des Rheinischen Bundes,Großherzog von Frankfurt, Grzbischof von Regensburg :c. :c. haben beschlossenund beschließen:

Art. f. Rnser bisherige wirkliche geheime Staatsrath und Acmkommissariuszu Frankfurt Aarl Freiherr von Gberstein ist zum Minister-Staatssekretär,zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten, des Aultus und der Militär-administration ernannt.

Art. 2. Gr soll sich unterschreiben: Minister-Staatssekretär, Minister der aus-wärtigen Angelegenheiten, des Aultus und der Militäradministration.

Art. Z. Gegenwärtiges Dekret soll in das Regierungsblatt eingerückt werden.

Gegeben Aschaffenburg, den 6ten September s3f0.

(A. 8.) ' Uml.

Auf Befehl des Großherzogs der Rabinetssckrctlir INiillcr.

In welch umsichtiger und wahrhaft staatskluger Weise der Minister Karl TheodorFrhr. v. Eberstein sein nicht leichtes Amt führte, darüber sprechen folgende Dokumente,welche mir aus hiesigem k. Staatsarchive durch die zuvorkommende Güte des HerrnGeh. Archivraths 41v. (lollmert, und Hrn. Brase mitgetheilt worden sind. Da nachdem oben angeführten Briefe des Hrn. Br. Belke in Mainz die Drucklegung sowohldes Eberstein'schen Entwurfs des Fundamentalstatuts als auch des Reiseberichts bereitsim Werke ist: so sehe ich von dein Abdrucke dieser immerhin für die allgemeineGeschichte wichtigen Dokumente meinerseits ab und lasse nur die in meinen Händenbefindlichen Schriftstücke in chronologischer Reihenfolge ohne weitere Zusätze einfachabdrucken und gebe anHeim, dieselben bei der in Aussicht stehenden Bearbeitung in derZeitschrift für die Geschichte des Rheinlandes zu benutzen.

Nr. 470.

Frankfurt, 19. Ml»t 1898. Euer Hoheit habe ich die Gnade zu berichten:1) daß ich mit Hrn. Bacher wegen der Pensionen der ehemaligen mainzischen ex gast,preußischen Offiziere zu Erfurt gesprochen habe. Derselbe läßt sich Euer Hoheit zu