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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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händig unterschrieben, Unser fürstliches Insiegel beidrucken, auch solches visiren undeontrasignircn lassen, So geschehen Regensburg, den 20. R'kärz (306.

Uarl Alex. vib. al. Lrhr. Vrints Lerberich.

Auf ör. hochfnrstlichen Durchlaucht ausdrücklichen gnädigsten Befehl G. Aliiller.

Es hatten aber mittlerweile die staatlichen Verhältnisse im deutschen Reiche nichtnur einen gewaltigen Umschwung erfahren, sondern solches war auch mit dein deutschenReiche selbst der Fall: ein solches existirte nicht mehr. Nach dem Siege von Austerlitzhatte Napoleon geglaubt, nunmehr Deutschland alles bieten zu können, und gemäßdein Grundsatze ckivicia et impsra! hatte er die Uneinigkeit unter den deutschen Fürstenmit solchem Erfolge geschürt, daß die Auflösung des „deutschen Reiches" nicht nurunvermeidlich geworden, sondern wie ein Akt der Verwesung eingetreten war. Nochstand die Periode von Deutschlands tiefster Erniedrigung erst noch bevor, zu welchernicht allein das Unglück der Waffen, sondern zu einen: großen Theile die Eifersuchtder deutschen Fürsten beitrug. Schon als sich Napoleon nach seiner Kaiserkrönungam Rheine zeigte, machten ihm daselbst die süddeutschen Fürsten den Hof und ließensich von ihm durch das Projekt einer neben Osterreich und Preußen zu gründendenneutralen Mittelmacht — einestheils zwischen diesen beiden Staaten. selbst, theilszwischen Frankreich einestheils und den verbundenen Staaten Rußland, Österreich undPreußen andererseits — düpiren und übersetzten die da erhaltene Stnatsweisheitsofort in die Praxis, als Osterreich mit England und Rußland in ein..Bündnisgetreten war; ihr unklarer deutscher Patriotismus und ihre Entrüstung über Österreichs„»»patriotische" That wurde aufgestachelt, die Fürsten von Bayern, Baden undWürttemberg lösten sich vom Kaiser los und schlössen ein Trutzbündnis mitFrankreich (1805). Nach Niederwerfung Österreichs beschied Napoleon Gesandte derbeiden neuen Könige von Bayern und Württemberg von Seinen Gnaden, sowie dieder kleinen Staaten nach Paris, diktirte denselben Sätze zu einer „Konföderation" undließ solche am 12. Juli 1806 unterzeichnen; für den Kurfürsten-Erzkanzler und Erz-bischof von Regensburg Karl Theodor Freiherr von Dalberg, welcher am 25. Juli1802 dem Kurfürsten und Erzbischofe von Mainz succedirt hatte, unterzeichnete Grafv. Beust. Nachdem nun die Würde eines deutschen Kaisers keinen Sinn mehr hatte,legte Kaiser Franz die deutsche Kaiserkrone nieder. So war es denn Napoleon ge-lungen, die zu seinen Zwecken bestens verwendbare Mißgeburt des „Rheinbundes" zuWege zu bringen! Zur weiteren vorläufigen Erhaltung des Scheinlebens seinerSchöpfung bediente er sich Dalberg's, dessen schwache, für ihn aber werthvolleSeiten er erkannt hatte. Dalberg sollte aber in der von'Napoleon ihm angewiesenenStellung in reichem Maße die Veränderlichkeit menschlicher Dinge kennen lernen, wieer solche schon gleich bei dein Eintritte in die hohe Würde seines Vorgängers hatte ansich erfahren müssen. Es war ihm zwar auf Befürwortung Napoleon's durch den„Hauptschluß" der nach Regensburg einberufen gewesenen außerordentlichen Reichs-deputation die Kurwürdc gewahrt, das linksrheinische Gebiet des vormaligen Kur-fürstenthums Mainz aber war an Frankreich abgetreten worden; als Ersatz erhielt erdie Fürstenthümer Aschaffenburg und Regensburg und die bisher freie ReichsstadtWetzlar, indem gleicherzeit der erzbischöflichc Stuhl von Mainz auf das Domstift desheiligen Emcranus von Regensburg übertragen wurde und er selbst den Titel erhieltKurfürst-Reichskanzler, Metropolitan-Erzbischof von Rcgcnsburg und Primas vonDeutschland.

Von diesem gewaltigen Umschwünge der Dinge in Deutschland mußten selbstver-ständlich auch die kleineren ehemaligen Reichsstände berührt werden; die meistengeistlichen Fürsten, sowie die bedeutenderen weltlichen Mitglieder der Fürsten- und Grafen-bank wurden „mediatisirt" und ihre Gebiete den benachbarten „souveränen Bundes-staaten" einverleibt; die Reichsritterschaft aber wurde einfach aufgehoben. So konntees denn nicht fehlen, daß auch für den „Erb-General-Postmeistcr im heiligen römischenReiche" mit der Endschaft des letzteren wesentliche, für denselben nicht günstige

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