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liches Gutachten, so oft dasselbe von ihm gefordert wird und in Eonsilio abzu-geben ist, seinem Verstand und Wissenschaft nach erstatten, mithin die Beförderungder heilsamen Justiz sich eifrigst angelegen sein lassen, auch sonsten nach Anlaßdortiger Unserer Lands- und Aanzlei-Grdnung sich also verhalten solle und wolle,wie es einem getreuen, ausrichtigen und vernünftigen Regierungs-Rath Pflichten undAmts halber oblieget. Guch Allen und jedem hiemit gnädigst befehlend, daß ihrgedachten Aarl Hreyh. von Ebenstem für Unseren Neuburg, wirkl. adeligenRegierungsrathen annehmen, halten und erkennen sollet. Rrkund Unserer eigen-händiger Unterschrist und bcigedruckten geheimen Aauzlei-^usiegel. Ukünchen, densch Sept. s?8H.
Aarl Theod., Aursürst^ck Illnnckntunr LereiÜ8simi Doinini LIsotoris proprium G. G. r>. Dunrhosf.
Karl war aber auch vermöge seiner Befähigung und seiner Kenntnisse der so frühihm übertragenen Funktion voll gewachsen; er ließ es aber auch nicht bei der bloßenbüreaukratischen Geschaftsgewandtheit bewenden, sondern dehnte seine Thätigkeit überdie pflichtmäßige Grenze hinaus auf nicht unmittelbar zu losende, aber doch für denganzen Geschäftsgang wichtige Aufgaben aus. Wie er in seiner späteren Stellung alsPräsident der Regierung von Regensburg sich auch den kameralistischen Theil der ihmunterstehenden Verwaltung angelegen sein ließ, sodaß er von dein berühmten Walters-häuser Forstvercine zum Ehremnitgliede ernannt wurde laut folgenden Diploms:
„Die Socictät der Forst- und Jagdwisscnschaftcn zu Wackershausen cruannte am I.Nov I7!XZHerrn Geheimcn-Rath Freiherr» von Ldersteiu als Kenner und Beförderer besserer forstwisscnschaft-lieher Einsichten zu ihrem Ehremnitgliede Joh. Matth. Leolrstein, Direktor.
Wollershausen, l. Nov. 17gs. Joh. Dlicktb. Ueineoke, Secretair."
so legte bereits 1784 er als junger Negierungs-Rath selbst Hand an, um Hindernissefür den sachlichen Fortgang der Reichstagsverhandlungen bei dem damaligen permanentenReichstage beseitigen zu helfen, welche durch Streitigkeiten über Stimmberechtigung undVertretnngsformalitäten hervorgerufen waren; er hatte zu diesem Zwecke eine staats-rechtliche Abhandlung veröffentlicht unter dem Titel:
„Karl's Frhrn, von Eberstcin, kurpfälzischcn Kammcrherrn zu Mannheim, AbhandlungauS dem Deutsche» Stnats-Rechte von der Neligions-Eigenschaft, sowohl der Viril- alsKnriabStimmcn auf tcutschcn Reichstagen, inS besondere von der Neligions-Eigenschaft des Fränkisch-nnd Westphiilischen Grafen-Kollegiums, nebst einem neuen Vorschlag zur Beilegung der darüberentstandenen Irrungen."
Der kaiserliche wirkliche Geheime Rath und Prinzipal-Kommissarius bei derallgemeinen Neichsversammlung, der Erb-Generalpostmeister Fürst Karl Anselm vonThnrn und Tnris, hatte in dieser seiner Funktion Gelegenheit gehabt, die Fähigkeitendes in dein deutschen Staatsrechte so bewanderten kurpfälzischen Regieruugs-RothesKarl Theodor v. Eberstein kennen zu lernen, und wünschte wohl, für die eigene Ver-waltung der weitläufigen Besitzungen seines Hauses eine so tüchtige Arbeitskraft zubesitzen. Seinen Bemühungen gelang es denn auch, daß der Kurfürst Karl Theodor,dessen Vasall der Fürst für verschiedene seiner Besitzungen war, die Zustimmung dazuertheilte, daß Karl Theodor v. Eberstein in des Fürsten Dienste trat.
Mit Erlaubnis des Kurfürsten Karl Theodor trat nun Karl v. Eberstein 1786in die Dienste des Fürsten Karl Anselm von Thurn und Taxis, zunächst als Hof-meister der zu Würzburg studirenden Prinzen"). Nach vollendeter Studienzeit über-
") 1786, 17. Aug. Da die auf der Würzbnrgischen Universität sich aufhaltenden Herrn Prinzendes Fürsten von Thnrn und Taxis gestern hier angekommen und sich einige Tage in dem WeißenLamm (Untere Königstr. 28, jetzt Tabakfabrik), allwo sie Absteigequartier genommen, aufhalten werden,so haben Herr Statthalter (Joh. Philipp Anton v. Schaumberg, Domdechant), nachdem die HerrenPrinzen ihre Ankunft haben melden lasse», den Hoffourier an dieselben abgeschickt, um das Gegen-Kompliment zu machen, zugleich denenselbcn versichern lassen, daß Sie Selbsten würde von der Gnadeprofitirt haben aufzuwarten, wann Sie nicht in Erfahrung gebracht, daß die Herren Prinzen im Begriffestunden, nach dem Seehof (Lustschloß, 5 Kilometer von Bamberg entfernt) zu fahren. Sie hofften,