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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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tvuq ihm der Fürst, unter gleichzeitiger Zusicherung der Präsidentenstelle bei seinerRegierung in Negensburg unter dem 5. Januar 1788, die Führung seiner beidenPrinzen auf den üblichen „Lünderreisen". Nachdem solche zur Zufriedenheit desFürsten vollbracht worden war, ernannte derselbe gemäß jener Zusicherung nunmehrunter dem 13. Nov. desselben Jahres den bisherigen kurpfalz - bayerischen KämmererKarl Frhrn. v. Eberstein zu seinem wirklichen Geheimen Rathe und Regierungs-Präsidenten bei der fürstlichen Landesregierung zu Regensburg und verwilligte ihm„über die versprochene Pension" von jährlich 2000 fl. weitere 2000 fl., dann „zurEquipage" einen jährlichen Geldbeitrag von 500 fl. und für das gewöhnliche Neujahrs-präsent 1000 fl. Neben diesem Amte hatte aber Karl v. Eberstein noch weiter eineFunktion fortzuführen, welche seinem Fürsten sehr am Herzen lag: die Funktion einesGouverneurs und Vertrauten des Erbprinzen.

Nr. 458. Dekret für Kr». Gek. Watlj und Wegierungs-Wräkdenten Arljrn.v. Eversten!.

Wir von Gottes Gnaden Karl Anselm, des heil. röm. Reichs Fürstvon Thurn und Taxis, gefürsteter Graf zu FriedbergGcheer, Gras zu Valsusina,Freiherr zu Zmpden, Herr der freien Reichsherrschaften Durmentingen, Ehlingen,güschingen, Trugen Hofen, Ballmertshosen, Demnnngen und Tuttenstein, dannHerr der Herrschaften Wolferthein, Roßum und Rüeuseghem, wie auch zum Bußen :c.,der Louvrainen Provinz Hennegau Erbmarschall, Ritter des Goldenen Bließes, Ihroröm. kaiserl. Rkajestät wirklicher geheimer Rath und ^rineiyul-EvmmisLurius beider allgemeinen Reichsversammlung, auch Grb-Generalpostmeister im heil. röm.Reich, Burgund und denen Niederlanden :e., Urkunden und bekennen anmit. daßWir die von Ans mittels Dekrets vom 5. Päner d. P. dein kurpfälzischen Räm-mercr Frhrn. von Gberstcin vorläufig ertheilte Zusicherung auf die inzwischen vonUnserem ersten Geheimenrath Frhrn. von schneid zeithero versehene Präsidenten-steile Unserer sürstlichen Landesregierung bei den nunmehro zu Unserer gnädigstenZufriedenheit geendigten Länderreisen Unserer beiden Prinzen Liebden Liebden inwirkliche Erfüllung zu bringen den gnädigsten Entschluß genommen haben.

das Glück zu haben, sie diesen Nachmittag in der Gesellschaft auf ein Spiel n. bei dem Sonper bei sichzu sehen. Hoffouricr offerirtc zugleich Chaisen und Pferde zum Fahren und Reuten. Die Herren Prinzengaben hierauf wieder dem Hoffouricr ein Kompliment auf, ließen für die Attention nnd Höflichkeitdanken und versicherten, abends aufzuwarten; den Hofwagen aber wollten sie verlangen, wann sie vomSeehof zurückkämen. Um 9 Uhr fuhren sie mit ihrem Herrn Hofmeister Karo« von Eversten»u. Herrn Domizcllaren v. Bubenhofen mit 2 Hofpostzllgen, der eine 6 spännig, der andere 4 spännig,nach dem Secbof, wohin allbereits Nachricht ertheilt war. Dieselben rctournirten um l Uhr. Siespeisten im Weißen Lamm, wohin 2 Hoflakaien bestimmt waren, um den Befehl von denen Herrn Prinzenzu erwarten, welche um 4 Uhr den Hofwagen verlangten. Da derselbe kam, fuhren sie zur Frauv. Lochner und an verschiedene Orte, Visite zu machen, und nach S Uhr zu dem Herrn Stalthalter,allwo sie der Gesellschaft beiwohnten u. bei dem Souper, so 24 Couverts stark war, blieben.

Aug. 18. Giengen die Herren Prinzen mit ihrer Suite zu Fuß in der Stadt, was merkwürdig,zu besehen, frühstückten bei dem Herrn Hofkavalier von Loch »er, gicngcn zu dem Herrn gcistl. Rathund Hof-Ceremoniar Carums, seine Kupfcrsammlung, u. zu Herrn Cetlnrium Lautcnsack, dessenNaturalicnkabinet, dann zu dem Chordircktor Schramm, seine Sammlung von Seltenheiten zu sehen,beschauten hierauf die Pferde bei Hof, welche sämtlich vorgeführt wurden, und endlich den Domschah,worauf sie in dem zur Domkirche hinbestellten Hofwagen unter Begleitung der zweien Hoflakaienwiederum in das Weiße Lamm fuhren und allda zu Mittag speisten. Um 3 Uhr fuhren sie nach derResidenz, die Zimmer zu besehen, von da aus nach dem Kloster Michaelsberg und von hier nachden Raabcn (Rcdoutenhaus), um den Sxectacul, allwo sich eine Drahttänzcrin produzirtc, beizuwohnen.Nachdem sich die Herren Prinzen wiederum nach Hause begeben, gieng Hosfourier zu dieselben, das auf-gehabte Abschiedskomplimcnt des Herrn Statthalters zu entrichten M. der Fürstbischof Franz Ludwigwar am 4. Juli nach Würzburg abgereist).

Aug. Iii. Frühe um 7 Uhr reisten die bccdcn Herrn Prinzen mit Postpfcrden von hier nachBanz u. Ko bürg ab. An Douceur gaben dieselben denen Hoflakaicn 3, dann denen Kutscher» 2Konventionsthaler.

Aus dem Hofdiarium v. 178g (S. 104) im Bamberger Archive mir gefälligst mitgetheilt durchHerrn Eniil Freiherrn Marschalk von Ostheim zu Bamberg.