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Seine Gemahlin Sophia geb. v. Dalberg wurde Vvrmünderin ihrer Kinder:Augusta (später verm. mit dem kurinainz. Kammerherrn Frhrn. v. Neuen) undKarl Theodor (nachmal. grherz. frankf. Staatsminister). Außerdem ernannte derKurfürst zu Mitvormündern und Beiständen der Frau v. Eberstein den Regicrungs-Präsidentcn Frhrn. v. Venningen und den Geheimen Rath Frhrn. v. Frik zuMannheim. Von dem Prinzen Taver, damaligen Administrator der Kursachsen, aberwurde der zum Euratvr möntäs seines Vetters Karl Christian ausersehenc GrafFriedrich v. Eberstein zu Grost-Leinungen erst unterm 28. Januar 1768 als solcherbestätigt und zugleich angewiesen, wegen des in den sächs. Staaten liegenden Vermögensdes genannten Kammerherrn mit dessen Ehegattin zu Mannheim zu kominuniziren unddieser die ihm zukommenden jährl. Einkünfte verabfolgen zu lassen.
Nr. 449. An den Gber-Aufseher der Grafschaft Mansfel'd nnd Kammerherrnvon Wurgsdorff.
Xavarins, Königlicher fXinze, der Kursachsen Administrator :c. Bester, lieberGetreuer. Ans ist aus dein am (8. April vorigen chahres anhero erstatteten ge-horsamsten Berichte geziemend vorgetragen worden, wessen sich Friedrich Grafvon Tberstcin zu Groß-Lcinungen wegen Übernahme der Enrulklg-k insntisseines Betters, des Freiherrn Karl Thristian von Eberstein, erkläret. Woraufhiermit unser Legehren, ihr wollet gedachten Grafen von Eberstein dem Freiherrngleiches Namens zum Euralors msnti« zu dessen in hiesigen Landen habenden An-gelegenheiten konstituiren und, daß er sowohl wegen Administration dessen allhiesigenVermögens mit der Ebersteinischen Ehe-Eonsort,in zu Wann heim kommuniziren,als auch an selbige die eingehenden Revenuen verabfolgen lassen solle, anweisen.
Datum Dresden, den 23. Jan. (768.
Nr. 450. Graf Aricdrich v. Oberstem, welcher seit seines Waters 1752 er-folgten Kode die Geschäfte seines Wetters in Mannheim bezüglich dessenGüter in Sachsen, also schon vor dem das Schicksal desselben so tragisch ge-stallenden Worfalle, geführt hatte, übersendet mittels Schreibens <l. <>. Groß-Leinungcn, 23. Dez. I7K8 seiner Wase, der Iran v. Oberstem zn Mann-heim, Abrechnungen für die Jahre 17K1 bis 17l>8.
Reichsfrei Sochwohlgeborne Freifrau, gnädige Frau Base! Euer Gnadengnädiges schreiben vom 9dsr habe wohl zu erhalten die Ehre gehabt und darausersehen, daß Sochdieselben gerne sehen, daß die Familien-Affairen in Richtigkeit ge-setzt werden und Eie hernach die Revenuen richtig genießen, welches, so Gott will,mir sehr angelegen sein lassen werde, daß Dero billiger Wunsch erfüllet wird. Undwerde ich hernach, wann Dero wcrthestes schreiben völlig beantwortet, Bericht er-statten, was bereits ausgemacht worden und noch ausgemacht werden solle.
Daß es mit chhrem Seirathsgut so lang hergehet, bedaure, und die Edukationder lieben Kinder ist hoch uothwendig. Was die 600 fl. angehet, so habe bereitsvor (fl Tagen nochmals die Grdre gestellet, Euer Gnaden solche zu schicken. Daman nur geschrieben, es fehleten noch etwa 50 fl. daran, so nicht eingangen, sohabe geantwortet, man sollte Ihnen derweil das Borräthige schicken und dann denRest hernach. Söffe also, Euer Gnaden werden es richtig empfangen haben, undbitte mir darüber eine Quittung ohnbeschwert aus, und es wird mit der )?ost ge-schickt werden, daß es also nichts als das Kostgeld kostet.
Was die Lehnstammszinsen anbelanget, so ist alles auf einem guten Wegund beruhet nur aus des einen Bruder (Heinr. Karl Wilh. v. E. vvn der MorungerBranche), der zu Wagdeburg im Quartier liegt, Anherokunst, welches im halbenchanuario geschehen soll, so wird alles in Richtigkeit kommen, in was vor Terminendas Geld bezahlet werden soll, künftig aber allzeit zwischen ()ohanni und Wichaelgezahlet werde ohne Anstand.