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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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llD Lieste Frucht und s3 Wagen Heu und Grummet in Rauch aufgegangen, allesandere hat er gerett bekommen, muß sich nun in seines Hägers stehengebliebenemHause zu wohnen behelfen, bis er sieht, wie er's aeeorcl wird mit denen Lreclitor»;er ist ein artiger Wensch, kommet oft zum Besuch, wir trädiren uns wie fremde.Schließlich muß Euch, liebe ^rau Schwester und Jugend, welche in Gedanken küsse,der Vbhut Gottes befehlen, bitte mich und die Bieinige zu Genaden einzugcdenken,denn ich bis in die Gruft bleiben werde meines geliebtesten Bruders ergebensteSchwester und Dienerin V. v.

Eichen, ?. 3br. j?66.

Aus der sächsischen Reise wird vor Euch dies Jahr nichts werden.

Nr. 443.

Herzallerliebster Bruder! Ich bin in meiner Herausreise in Weinheim ge-wesen, ließ mich beim Bruder melden, konnte aber nicht ohne seine Hrau zu ihmkommen, mithin mußte zu ihr aus Wann heim, allwo sie mich zwar höflichempfing und bei ihr zu logiren sie mich bäte, welches aber nicht annahm, jedoch2 Walen bei ihr gegessen, und berede, daß sie mich ihn sehen zu können verschaffte,wozu sie den I, Tag vosolvivet und Post nahm, mich hin zu bringen. Als wiruns melden ließen durch die Paters, welche sich ausbaten, erstlich seine Stube aus-kehren zu dürfen, denn der Bruder in einem elenden Zelt logiret ist. Als das ge-schehen, kam ein Pater, sagte, R. Rborstoln hätte gesaget, es sollte ihm lieb sein,uns zu sehen. Seine Hrau, ich und der Hr. Pater wir gingen zu ihm, denn sie

daß sie allein zu ihn: zu gehen nicht getraucte, vorgebend, er wäre ein

Narr. Als sie an die Thür klopsete, riegelte er inwendig aus, sie trat ins Rammerche,sagte sie: „Lieber Wann, hier bring ich Dir Deine Hrau Schwester, die will Dichsehen." Er versetzte mit Abhaltung seiner Rapp in der Hand. „Es ist mir lieb, siezu sehen, aber Raämns, was unterstehen Sie sich, zu mir zu kommen, habe ich'sIhnen nicht gesaget, als Sie das erste Wal kommen, daß Sie nicht unterstehensollten, zu mir zu kommen, Sie sind an allem schuld und gehen Sie nur von ineinenAugen weg, ehe Ihnen mehr sagen muß, das Ihnen nicht angenehm ist." Sieversetzte: „Wein Gott, Eberstein, wie redet Ihr, Ihr seid mein lieber Wann, DeineRinder sind noch gesund re." Er gab zur Antwort: „Was sagen Sie, IhrWann bin ich nicht, retiriren Sie Sich." Sie sagte: „Sind wir nicht chhastgetrauet worden, haben wir nicht 2 Rinder?" Er sagte: „Geh Sie nur, oderich zeige es Ihr." Wit einem Wort, er kam so in Zorn, daß ob er gleichwohl als ein Tater verhungert und vor elender kümmerlicher, ausgezehrter Rörper,der kein Blutstropsen in sich ansehend aussieht, erboste so über sie, daß erzitterte, und ob ich zwar winkte, sich zu moderiren, woran er sich anfangs spiegelte;da sie sich desendiren wollte, er sich nicht zu enthalten vermochte, wie das ansichtigward, lief sie zur Thür hinaus. Ich blieb stehend, sagte: „Lieber Bruder, umGottes Willen, übereilet Euch nicht, ich konnte durch kein ander Wittel zu Euchkommen, ich beklagte, daß ich schuld daran bin, und die Weinigcn, Bruder undSchwestern, der Gras und alle haben mir so viele Rompl. an Euch überbriefet undich mußte Euch sehen, ich habe noch viel mit Euch zu reden, oder soll ich auchgehen." Er versetzte: „Ich sage Ihnen insgesamt vor das gütige Andenken Dank,gelegentl. versichert sie ineine Ergebenheit, hier ist keine Zeit, von mehren zu reden,und also empfehl mich Euch." Als nun mit ihm reden wollte, sagte er abermalen:„Ihr sehet ja den Rmstand, verschonet mich." Within ich ging mit Weinen weg,denn der Daten l'rior stand bei mir und ging mit mir nunter zu ihr, denn sie dieFrau von Rberstsin in: Rloster und in Alaun Hein: fürchten und verehren,ja sich scheuten, mit nur zu sprechen. Als wir zu ihr kamen, sagte sie: „Haben Sie'sgesehen, wie er ietzt ein Narr war :c." Gab ihr zur Antwort: „Weine Hrau Schwester,wenn ich vor Gott und dem Rurfürst ein Eid schwören soll, wie ihn erkenne, somüßte Gott die Ehre thun und sagen, daß er zornig, aber nicht Närrisches an ihmfinde; ich beklage, daß ich schuld, daß er in Zorn gekommen und Ihnen beleidiget,