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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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8tmin nata I/. D. sie Dalberg. In quorum lickem Mg-esentes ex Kibro jvn'vrlnvliux1raeka8 Li^iHo Doelssiae Imia1i8 mnnita8 et propria manu suliseiüptas ckvckilNannllsmii, Die nnckseima ksbrnarii 1808 Iiiagin Ouoalus LaÄensis Daroelnacnvitatis eatlmliea.

(K. 8.) .1. Dir. Xiroll mzrria.

Der kurpfälz. Ober-Hofmeister und Kammerherr Karl Christian Frhr. v. Eber-stein wurde von einein sehr herben Schicksale betroffen. Er wurde nämlich nach eineinam 11. Nov. 1763 sich zugetragenen (allem Anscheine nach aus Eifersucht erwachscneu)betrübenden Vorfalle von dem Kurfürsten Karl Theodor als ein Geisteskranker an-gesehen und behandelt, auch demgemäß in dem Kloster Weinheim bis zu seiuem Lebens-ende (also 31 Vs Jahre) internirt gehalten, woselbst ihn ohne ausdrückliche kurfürstlicheErlaubnis und außer im Beisein des Priors, sowie der eigenen Frau niemand sehenund sprechen durfte. Die nähern Umstände leuchten mit ihrem traurigen Lichte ausBriefen seiner Stiefschwester Amalia v. Außeiu an ihren rechten Bruder Karl zuTilsit hervor.

Nr. 447.

Herzlich geliebtcster Bruder! Kleines geliebtesten Bruders sehr angenehmes vom2K Juni hat mich in meinem Geist aufgemuntert, daß einstheils Euer und derlieben Eurigen . . . ziemliches Wohlsein dadurch bin versichert worden, wovor Gottmit Thränen gedanket, dabei angerufen, Euch und die liebe Angehörigen in Gesund-heit ferner in seiner Gnade zu erhalten nach Seel und Leib, zugleich mir die Freudezu gönnen, daß wir uns noch ein Ktal in diesem Leben in seinem Segen sehenkönnen, aus welche Nachricht, ob Ihr etwa noch nach Sachsen reisen dürftet, habegehoffet, deshalb auch theils meine Antwort verschoben.

Daß mein lieber Bruder seit (73^ bis dahin in denen vielen Kriegen auchviele Strapazen ausgestanden und erlitten, den Körper geschwächet, ist handgreiflich.Gott labe und erquicke Euch davor. Klein liebster Bruder weiß seine Strapazenund ich fühle meine getragene Last, worunter als ein Wurm mich bis dahin habeschmiegen und biegen müssen.

Ich bin nun ganz einsam und als von allen christl. Seelen verlassen: ineineKinder sind mit ihren Geschäften in Dillenburg wohnhast w.

Des Klannheimer Bruders Schicksal soll seine Frau, welche sein . . . sein will,schuld sein, deshalb sie ihn zum Narren deklarirt, dahin gebracht, daß er zu Wein-heim im Kloster ist. Das verdrießt die in Sachsen, deshalb sie allda aus BrudersErlösung gehoffet, ihr das Seiuige nicht gerne senden wollen, so sie doch darzu ge-bracht. Klein Sohn ist in seiner Angelegenheit den Sommer zu Klannheim ge-wesen, wo er denn mit der Schwägerin den Bruder besucht, der ihn so verständiggefunden, als zu wünschen, jedoch nicht ein Wort alleine mit ihm reden können, sogerne er gewollt, auch ohne ihre Gegenwart niemand zu ihm darf; er heißt sienicht Fr., sondern Nackams.

Die Stiefmutter und ihre Schwester General Rodenhausen leben beide nochin Klainz. Der Dokt. Langen hat's in Dillenburg nach erhaltenem WetzlarschenKrtheil, daß sie Zeppenfeld eine chz Stunde von hier allda vom sel. v. Seelbachnach seinem Tod mit .... ererbtes Gut ...... bei der Dillenb. Kammer

wegen aufgenommener Gelder, wovor sie Leib und Seel verschreiben müssen, auchnun zum Kauf angeboten, worauf ihr sechzigtausend fl. bereits geboten, I)r. Langein Sicherheit gesetzt, nicht verkaufen zu können, bis er vor den KönigsbergerBruder bezahlt. Die Klannheimcr Schwägerin prozeßt auch in Dillenburg mit ihr,fordert laut unterschrieben Ehepakten, dieweil sie ihren Klann als toll ansehen müsse,auch von Zeppenfeld (0 000 fl. und 2000 laut unterschriebener (Obligation, LuminaSchuld über Schuld. Hierzu kommet Unglück. Ihr ältester Sohne, Klentzer Haupt-mann v. Guttenberg, welcher diesen Sommer, um den Kauf zu stände zu bringen,sich zu Zeppenfeld meistl. aufgehalten, läßt backen, woüber dessen Wohnhaus mit