Nr. 433.
Dochgeborner Graf re.! Gw. Dochgeb. habe nicht umhin können, mich unter-thänigst zu bedanken, daß Dieselben so gnädig gewesen und mir aus mein Grsuchendie (0t) Thlr., so den (5. wohl erhalten, überschickt haben und bedanke mich noch-mals unterthänigst. lchernächst habe die Ghre, Gw. chochgcb. unterthänigst zu benach-richtigen, daß wir gestern, als den 17. mit dem östreielier eine LutiüIIs geliefert,bei dein Dorfe Rottuschetz (Ghotusitz bei Cznsinn) und solche geschlagen haben,daß sie, ^.rmös, meist den Zten Theil verloren haben mag; sie rokiriron sich nochtäglich und wir haben, dem ohngeachtet wir sie 2lceil verfolget, aus Z Aleilekeinen Heind nrehr zu besorgen. Die Bataille ging morgens 6 Ahr an und dauertebis halb (2 Uhr in einem Heuer. Nachdeme haben sie Ihro Uujsstüt bis in dieNacht verfolget und verjaget. Von unscrm RuAimsul ist gebliebei: der (Zonera!und 6 t)bko. Das UkAnuönt, hat der Gbrist Rubi bekoinnren, (3 Euuous habenwir erbeutet und es kommen noch immer welche an, so sich verlausen gehabt. Derkjimmel hat mich noch hierbei bewahret und habe keinen Schaden gelitten, als daßmir mein jbserd tot geschossen worden, welches ich mit Sattel und «Zeug ein-gebüßt. Auch habe die Ghre, dem gnädigen lhrn. Duo!« zu melden, daß meinjüngster Stiefbruder (ist Ludwig Ernst Karl) alleweil bei dem Regümout ange-kommen, und ich habe den bsrn. Vbriswu gebeten, welcher ihn morgen, an IhrAujkstüi piÄsontirsu wird, und zweifle ich nicht, er wird Ot'üeier werden. Übrigensempfehle mich zu Deroselben Gnaden und habe die Ehre, mit unterthänigstemRsspoet allstets zu sein Gw. Dochgeb. meines gnäd. b)rn. Duelk unterthänigsterDiener (l. v. IZbersteiu.
Im Rönigl. Lager bei den (3. Nach (7^2.
Nr. 434.
Dochgeborner Gras :c.! Gw. Dochgeb. habe die Ehre, hierdurch unterthänigstauszuwarten und mich nach Deroselben und Dero ganzen Dause hohem Wohlergehenergebenst zu erkundigen, wobei herzlich wünsche, daß Dieselben eine glückliche D^'°unterfahrt gehabt haben mögen und sich fernerhin bei beständiger Gesundheit undaller selbst wählenden Drospsritüt, befinden, lchernächst habe die Ghre, einen Briefvon meinein Stiefbruder, welcher Hähnrich in unserem Dienste ist, zu übersenden.Der arme Arensch klagt seine helle Noth, daß ihm die Alutter nichts schickte, daßer leben und seine bchuipuKk bezahlen könnte. Gr bittet mich, daß ich doch beiseinein lchn. Vormund, welchen er nicht wüßte, wer es wäre, sonsten er ihm selbstum Geld gebeten, vor ihn inlsremlirsu und selben dahin zu bewegen suchen, daßihme etwas Übermacht würde. Allein da ich zweifle, daß die Stiefmutter nochetwas zu fordern hat, also wird iiieine lutoresäutiou nicht viel ollbotuirön. Wärees aber Gw. Dochgeb. möglich, ihm zu helfen, so werden Dieselben gewiß ein Werkder Barmherzigkeit thun, und da ich ohnedeine gehöret, als wollte der Ich'- Jäger-meister das Geld vom Lehnstamme allezeit künftighin an den gnäd. lchu. Vnolozahlen, so käme es ja nur auf den Vorschuß an; lebe also der Doffnung, der gnäd.Dr. Dnels werden Sich seiner annehmen. Dieselben können denken, daß ihm da inGlatz kein Abensch etwas borgt, dann es kennt ihn niemand, er ist erst neu beidas Regiment gekommen, und der Stiefvater hat ihm nur einen NuxÄ'or beiseiner Abreise mitgegeben. Abrigens empfehle mich zu Gnaden und habe die Ghrenach Versicherung meines unterthänigsten Rospoels an Ihro Gnaden Hrau Gräfinmit größter Dochachtung und Submission zu beharren Gw. Dochgeb. unterthänigsterDiener v. Lbersteiu.
Darzgerode, (2. 9br. 1742.
Nr. 435.
Dochgeborner Reichsgras :c.! Gw. Dochgeb. habe zuförderst die Ehre, hier-durch ineinen ergebensten Rovorön/o zu machen und mich nach Deroselben wertstenWohlsein gehorsamst zu erkundigen, wobei ich von ganzem kurzen wünsche, daßder große Gott Gw. Dochgeb. benebst Dero ganzen Dause bei allem glückseligen