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dann dem gnädigen Hrn. Oheim wohl wird bekannt sein. Daß der Hr. DImimaber wegen meines gehabten Nnllmni's, daß mir mein vorig Dsrnäe-Pferd blindgeworden, schreibt, es sei eine Historie, thut mir sehr leid, daß der Ihr. (Ilmim solcheschlechte Vpinicm von mir haben, als machte ich ^chncn Wind vor, welches ich nichtwüßte, warum ich dieses nöthig hätte. Dann schreiben der Ihr. Oheim auch noch,ich habe kein Vertrauen zu Denenselben. Was hilft nur mein Vertrauen, wannDieselben nur keinen Glauben bei wollen messen und denken, ich bin ein Windmacher.Dennoch hoffe, wann mich alle ineine Freunde werden verlassen, so wird meinGott sich meiner annehmen und vor mich am besten sorgen. Gott behüte mich,daß ich wieder muß um Geld schreiben, ich will lieber sonsten was thun. Übrigenempfehle mich ganz unterthänigst und verbleibe Ew. LxeoIImms meines liebenHrn. Qiwims ganz gehorsamster Diener ä'Lberstei».
lilsit, 1. Vsbv. 1738.
Nr. 430.
Hochgeborner Gras, höchst geehrter Ihr. Oheim! Ew. Hochgeb. werden hoffentlichmein letzteres schreiben wohl erhalten haben, welches in: Noimt Nim? an Dieselbenhabe abgehen lassen. Da aber nun bis dahero weder zu einer Antwort, noch zu derverlangten Koelnum^ habe gelangen können und mir doch solche auss kürzte zuüberschicken von Ew. Hochgeb. ganz gewiß versprochen worden; so ergehet hierdurchnochmalen meine gehorsamste Bitte an Ew. Hochgeb., Dieselben wollen gütigst ge-ruhen, mir die schond längst versprochene vormundschaftliche Koolmnu^ mit ehesten,zu überschicken. Dann ich möchte wohl balde wieder nach dein IK-Himmt berufenwerden, alsdann wäre um nichts hierher gereist und hätte das Geld umsonst ver-zehrt. Auch werden Ew. Hochgeb. Sich hoffentlich mit dem Hrn. Jäger-meister über die Lehnstamms-Iutmi'kssk, so nur noch rückständig, verglichenhaben. Da nun solche länger stehen zu lassen, nicht willens bin, alldieweilensolche besser anzuwenden weiß, so werden Ew. Doch geb. die Güte vor mich habenund nur schreiben, von wem ich das Geld zu empfangen habe und wieviel dieLumin ausmacht.
Was die hiesigen ^.Kniron anbelangt, so muß Ew. Hochgeb. berichten, wie-wohl es Denenselben zur Genüge wird bekannt sein, daß es vor Gott und der Weltnicht kann verantwortet werden, wie man mit uns armen Kindern gcwirthschaftethat, und Gott weiß, wannehr ich hier mit der Vormundschaftsrechnung vomDietrich werde fertig werden. Wann ich nur wüßt, wo die nöthigen Briefschaftenzu bekommen wären. Es ist doch alles fort, sagar das Kagevbuch von dem GutEichen, wie auch alle Doonmsnlö, so zum Haus Eichen und Löhnberg gehören,auch hat man das HttUS (nämlich das Eberstein'sche, damals das größte i»Dillenburg, steht noch) vor so ein Spottgeld verkauft, daß es nicht zu ver-antworten ist, und ist doch noch kein Geld bezahlet; es finden sich hier noch er-schreckliche Schulden von dem seligen Hrn. Vater. Könnte man solche nichttilgen von den Gefällen der Kupferhütte (zu Leinungen)? es muß doch nochein Vorrath da sein von so langen fahren. Ich hoffe, Ew. Hochgeb. werden sogütig sein und mir das Verlangte mit ehstem überschicken, damit mich darnach zurichten habe Ich verharre übrigens mit größter Hochachtung Ew. Hochgeb.meines höchstgeehrten Hrn. Olmims unterthäniger Diener 0. v. Üllmrstein.
Dillenburg, ö. .lnnrj 1740.
Nr. 431.
Hochgeborner Graf w. I Warum ich nicht so glücklich sein können, auf meinedrei Schreiben, welche ich an Dieselben abgehen zu lassen nur die Ehre gegeben,nicht ein einig Alal mit einer Antwort beehret zu werden ec., solches verursacht nurnicht wenig Bedenken, wie leichte zu ermessen ist. Nachdeme aber nunmehro orärosbekommen, schleunigst nach denn Kkssinmnl zu kommen, so habe nicht ermangelnwollen, nur die Ehre zu geben, Ew. Hochgcb. hiervon eiligst Bachricht zu geben,damit Dieselben mit demjenigen, was Sie etwa in die Ferne zu senden Bedenken getragen,