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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
573
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Nthlr, und auf den 1. Xbr. wieder fünfzig Rthlr. gegen Quittung bar zu entrichten sc. Wann aberdie Pachtcre mit denen Zahlungsterminen auf die gesetzte Zeit nicht einhalte» oder auch Wiche ver-äußern und kein anderes an dessen Platz stellen, so soll die Leihe noch vor Ausgang der 6 Jahrenaufgehoben zc. sein. Atens versprechen die Pachtcre der Frau von Büring alle Jahre zc. zwei Küheund zwei Geiscn ohncntgeltlich zu füttern, ihr den Kutschen-Schoppen, zwei kleine Stallchen, denMaucrgarten halb nebst allem Obst darinnen, wie auch den ganzen Baumgartc» samt allemObst- und Pflaumenbäumen, welche neben dem Wohnhause stehen, allein zu lassen und ihr jährlich vondenen Welschen Nußbäumen, wann solche tragen, eine Mcste Muß zu liefern zc. Ztcns versprechen zc. zc.4tcns versprechen die Pachtcre, der Frau von Büring das nöthige Brennholz ohnentgelttich zu fahren.Weilen auch Ztens denen Pachtern die Baue in gutem brauchbaren Stand geliefert werden,so versprechen dieselben, solche also wieder zu liefernzc. Da auch die Wiesen und Äcker jetzo imschlechten Stand scind, so sollen denen Pachtern in dem ersten Pachtjahr die zum Gut Eichengehörigen Arbcitsleute jedoch jeden vor 4 all,., überlassen werden, welches aber von denen Pachternaparte zahlt werden muß zc. gtens das bekommene Viehe anlangend, nehmen die Pachterc solchesnebst beigefügter Spezifikation und Taxation zc. an und versprechen, bei ihren Abzug selbiges in solchemStand wieder zu überliefern :c. So geschehen Dillenburg, den 26 8 bris 1728

Hochgeborncr Neichsgraf zc.! Ew. hochgräfl. iZxv. berichten hierdurch uuterthänig, wie wir,doch mit Ratifikation Ew. hochgräfl. IZxo., das Gut Eichen vor 166 Thlr. verliehen haben, wieder beigebende Kontrakt des mehrcrn besaget. Und weilen der eine Pachter Philips Sauereben nicht viel in bonis hat, dennoch ein guter Hausmann ist, so ist verabredet, daß solcher kein Geldin die Hände bekommen solle, dessen Bruder Gerhard Sauer aber vor das Pachtgeld genugsam ge-sessen und einer vor den andern Bürge und Zahlsmann worden ist. So verhoffen, wir werden damitglücklicher als mit dem Theiß sein. Es ist aber höchst nöthig, daß 2 Thore in denen Eichen, itemdie Dächer und Bode über denen Ställen und im Hofhaus gemacht werden, wozu aber Geld seinmuß sc. Wir hoffen also, Ew. hochgräfl. Lxe. werden in die neue Leihe konsentiren und solchenKontrakt subsoribircn. Die wir übrigens verbleiben Ew. hochgräfl. Xxv. unterthste.

Dillenburg, den 21. 1728. Dieterich. I. Steuber.

Hochgcborner RcichSgraf zc! Vermöge Dero letzter» unterm 1. Nov a. o an mich gdst. er-lassenes Antwortschreiben ist das Gut Eichen bis uff Ew. hochgräfl. Lxo gdste. Ratifikation vcrlehnet,wie bcigchendcs Schreiben und Leihe-Kontrakt des mchrern zeigen werden. Nun habe auS voran-gezogenem gdstm Schreiben ersehen, daß Ew. hochgräfl Xxe. Bedenken getragen, jemand bei HerrnDoktor Steuber zu denominiren, der mir meine Rechnung abnehme, und ungnädig genommen, daßallenfalls meine Rechnung vor hochfürstl. Rentkammer ablege. Jndcme ich nun ein sterblicher Menschbin und nicht gerne sehe, daß meine Frau und Kinder nach meinem Tode Verdrießlichkeit bekommen,niemand auch zu verargen ist, wann er seine Sache in richtigem Stand erhalte, so gilt es mir gleich,wer mir meine Rechnung abnehme und bin zufrieden, wen Ew hochgräfl. Xxe. nebst Herrn DoktorSteuber hierzu benennen, worum nochmals bitte, dann ich dieses schweren Amts los sein will.

Sodann hat sich ein Schreiben unter Dero Bedienten Hand Namens Walter vom lg. 8br 1728,so an Hrn. Spröde geschrieben, gefunden, darin diese Rechnung gelegen, worab gdst zu ersehen, wiees mit dem kleinen Rest stehet. Da nun die Hrn Reichmänner wegen 266 Thlr, so liquidirt sind,auch Güter von denen Eichen wegschätzen lassen wollen, so könnte man solche mit diesem Geldkontcntircn. Ob ich mich auch schon hier und dar sehr bemühet, 3666 fl. uffzubringen, damit man dievom Hrn. Loiirnm und Gotteshaus zu Attendorn wcggeschätzte Gittere wieder einlösen könnte,so ist aber in hiesiger Gegend das Geld nicht zu haben. Ich empfehle mich unterthst. und bleibe Ew.hochgräfl. Lxo. unterthster. Diener Dieterich.

Dillenburg 22. Dez. 1728.

Nr. 422. Schrc'iöen des Grafen n. Köerstein an den Notar Dietrich zuDillenöurg ä. ,1. Mainz, den K. Januar 172i>.

Des Herrn Roturii an mich erlassene beide Achreiben äs ä-ila 21. u. 22. Ose.1728 habe zusamt dem eingelegten j?achtkontrakt über die Eichen, ingleichen derRechnung erhalten. Nachdem es nun wegen der Leihe oder Verpachtung w. nichtweiter zu bringen, so habe den fdachtkontrakt unterschrieben, welcher hiebei zurück-folget. Ich übergebe aber Ihnen und Herrn Doktor Steubern alle Bedenklichkeitdarob, daß der eine Bruder nichts im Vermögen, mit dem andern wohlangesessenenBruder dergestalt in Richtigkeit, und wann es nöthig, durch Sstkeiulö tillkiffissionund Aaution zu setzen, daß die armen Unmündigen nicht wiederum gefährdet werden;wie dann der Herr Rotarins dahin sehen wird, daß der Theiß auf alle ersinnlicheArt und Weise zu Ersetzung des Schadens gebracht werde.

Was die Rechnung anbetrifft, kann ich demselben nicht verdenken, lebens- undsterbenshalben in Richtigkeit sein zu wollen, alleine Er kann auch mich nicht ver-denken, daß ich mit der Dillenburgischen Aammer deshalben keine Einlassung ge-