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Der Theiß hat Heu und Stroh nicht l Pfd. Rcangel gehabt, nichts gekauft,und will erweisen, daß die Assistenten den Hosmann zum öftern den Abschied an-gesagt, so wolle man mich ungequält lassen. Ich habe noch mehr funden, das derTheiß schuldig. Was er von nur empfangen, läuft aus 200 fl., und der HerrDietrich hat auf ineine Hrage mir gesagt, ich solle den: Theiß den Haber lassen, erwollte schon mit der Zahlung zurecht kommen. Da war der Pfarrer Wickel vonBurbach bei. So geliebcn Ew. Gnaden, den Dietrich anzuhalten, daß er sich dasGeld von Theißen liefern läßt :c.
Wann ich nun mit diesem Pachter an Tag gebe, was alle Leut sagen, daßer mehr schuldig, als er hat, verkauft zu viel Rind- und Schafvieh, hätte denTermin nicht gehalten, das Pachtgeld zu liesern, hätte den vorigen Winter keinLaub zum Strohe, nur Bestreuung zu machen, eingeführet, das doch am EicherHaus an der Nähe zu holen, welches Leut thun, und verkaufen von ihrem Ge-ströh, daß nun das Eichen-Gut mit Bestreuung das Land schlecht versehen.
Ich bitte unterthänig zu Helsen, daß mir mit Geld geholfen werde. DerHerr Dietrich hat einen Wann zu Theiß geschickt, ein Inventarium zu inachen,mir solches aber nicht gezeigt, da ich doch weiß, was gefehlt oder nicht war aus-geschrieben.
Nr. 416. Antwort des dornten v. Kverstein an die Arn» von Anrinq v.17. 81>i>. 1727.
Wohlgeborne Frau! Dero unter dem ich A>r. an mich abgelassenes Schreibenhabe bei meiner Zurückkauft ausgangs 7br. hier gefunden :e. Ts scheinet, daßSie in den Gedanken stehen, als wenn die wegen des Theißen und der Eichen ge-machten Aiiordnungen bloß Ihnen zum Verdruß gemacht worden wären. Gleichwie ich aber Gott und der honetten Welt allzu sehr bekannt zu sein mich mitRecht flattiren kann, daß zu all dergleichen nicht kapabel bin, sondern das Gemüthallzu rechtschaffen dazu habe, als bitte gar sehr, mit allen dergleichen Beimessungenmich zu verschonen. Wollte Gott! ich hätte ans Vormundschaft!. Pflicht cntübrigtsein können, in diese denen Rindern und dem Gut der Eichen allzu schädlichen undverderblichen Sachen, zu deren Vortheil also einzuschauen, mir wäre es sehr liebgewesen, und bitte ich Sic nur Gottes und der Rinder halber, doch um einesschlechten kleinen eigenen Vortheils halben vor Ihre Person denenselben nicht sogar große Bedcnklichkeiten und Schaden zuzuziehen, welche Sie vor Gott und den,Richter nimmermehr verantworten können, gegen welche ich mich sehr vksponskrlxzlmachte, wann ich nicht mehr ans den Nutzen: des Gutes, als Deren so eigennützigscheinende Absichten sehen wollte :c.
Den Punkt wegen des von den: vorigen Pachter aus dem Hof wegführengelassenen Heu und Strohs habe gleichfalls an Hrn. Vr. Steuber und HerrnDieterich geschrieben. Haben Sie den Rindern zun: Schaden etwas verhänget,müssen Sie sich selbsten zuschreiben, wann ich Pflicht und Gewissens halber des-wegen mich an Sie zu halten gezwungen sehe, dessen ich, als Gott bekannt ist, sehrgern überhoben sein wollte :c. Sie schreiben, der Theiß sei Ihnen auch 200 fl.schuldig. So habe ich an Herrn Dietrich verordnet, daß er ihn samt HerrnVr. Steuden: dahin anhalte, daß er sie zahle. Ingleichen, daß er Ihnen von denPachtgeldern ^aus Ihre Alimente gegen Quittung abschlägliche Zahlung thun lasse.So wird er Ihnen auch das Inventarium zeigen und vorlegen, dann mit ineinen:Willen nichts geschehen muß, das den Rindern zun: Schaden und Ihnen zun: Ver-druß ist. Nicht weniger habe angeordnet, daß von denen Theißischen Pachtgeldernan Hrn. Vr. Schräm WO fl. bezahlet werden sollen.
Von Cffttrlottcheit folgt hierbei die Antwort, Sie hält sich noch ziemlichwohl. Den kleinen Karl und die kleine Amalie grüße ich vielmal und will ihrzweien bei meiner Hinkunst nicht vergessen.