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redung und Anstalt gemachet, daß sie also gleich nach dem vi'uniansbainischen Be-gräbnis mit Ihro Hoheiten sel, Euminirarin nach Lachsen gehen und von meinemBruder abgeholet werden wird. Und wegen des kleinen Aarl's habe ich auchAnstalt gemacht, wie er nach Lachsen kommen und zu Ltolbcrg in die Lchulegehen soll, wann ich ihn nicht vielleicht erst hier raußen noch an einen Hof bringe.Und wäre mir schon recht, wann er nacher Usingen zu dem Prinzen und mitihm zu reisen kommen könnte. U)omit unter dienstl. Empfehlung verbleibe w.
Nr. 408. Schreiben des vr. Steuver an den Grafen v. Köerkein, die Keller-Kütten, die Verpachtung des Kichengutes, die dilkenvurgischen Kure unddie Steprotß'schen und Truinliach'schen Ansprüche betreffend — <1. «I. Dillen-vurg, 8. Juni 1726.
Hochgeborncr Graf ec.! Ew. hochgräfl. lllxosll. gnädiges Schreiben vom 2. luffrmist mir durch den Hrn. von Butlar Diener gestern erst überliefert worden. Gleich-wie nun vor die darinnen beschehene gnadige Gratulation zu meiner Rckonvalescenzhierdurch unterthänigen Dank abstatte, also wünsche gehorsamst, daß der große GottEw. hochgräfl. Lxoell. noch viele Jahre bei aller hochgräfl. Prosperität gnädig er-halten wolle. Demnächst habe gehorsamst hinterbringen sollen, daß hiesige gnädigeHerrschaft ihren Exekntanten denen Pachtern der Heller-Hütten in voriger Wochewieder abgenommen, der Hachenburgische Exekutant ist aber noch da, deine siedann täglichst zwei Köpfst, zahlen müssen. Die Leute lamentircn gar sehr, weilen ihnenvon Hachenburgischer Seite etliche hundert Rthlr. rückständig Überhüttengeld abge-fordert worden und die Exekution vor deren Erlegung nicht abgehen soll. Zu Wetzlarkönnen wir auch noch zur Zeit das gesuchte Älunckubnm nicht erhalten. Es wäre sehrgut, wann Ew. hochgräfl. iLxaall. Sich gnädig gefallen ließen, auf einige Tage hierherzu kommen, dann es verschiedener Ursachen halber hochnöthig ist. Weiter Hab auchberichten sollen, daß weilen die Fr. von Büriug keine anderen Pachter zu den Eichenbekommen können, selbige die vorige noch auf ein Jahr lang gegen Erlegung einhundertund sechzig Rthlr. Pachtgeld behalten wollen. Nachdem ich ihr aber den Pachtkontraktaufgesetzet und hinüber geschickt, hat sie die Sachen trainiret in Meinung, vor den einenSayn. Hofmann einen andern Nassauischen zu bekommen, welches dann derselbe erfahrenund ganz ohnvermuthet mit allein dem Seinigen vom Gut abgereiset ist. Dahero sieeinen andern Hofmann um die Hälfte der Früchte annehmen müssen. Nun machen diealten Hofleute auch noch eine Prätension an den Herrn Bruder wegen verkaufter Dielen,Fuhrlohns und andern Sachen, auch hat die Frau von Büring etivas von selbigenempfangen, daß man also auf das Pachtgeld jetzt wenig Reflexion machen kann zc. DerAmtmann Jeckel hat die mehresten Möbel ohne mein Varmissen und Konsens denenEreckiboi'ilms nach seinem Belieben an Zahlung gegeben, ohnerachtet doch Jhro hoch-fürstl. Durchl. ausdrückt, befohlen, daß selbiger ohne mein Vorwissen und Konsensnichts einseitig thun sollte; deswegen stehen wir auch jetzo nicht wohl zusammen. DieFrau Schwägerin hat sich auch bei Hof sehr über ihn beschweret, daß er nach seinembloßen Willen thätc, was ihm nur beliebte.
Wegen der Kuxe Hab jüngsthin mit dem Hrn. von Drachen ingeheim gesprochenund denselben ersucht, er möchte mir doch als ein guter Freund im Vertrauen sagen,was dabei zu thun wäre. So hat er mir dann eröffnet, daß, weilen auf zwei Bergenso viel Rückstand zu zahlen wäre, er nicht dazu rathen wollte, daß man dieselben pro-sequirte, an dem einen Berg aber könnte man wohl noch etwas Hasardiren, jedoch inUngewißheit. Erwarte also hierüber Dero gnädigen Befehl, dieweiln man mit zweifel-haften Sachen bei Unmündigen ounts verfahren muß. Was die Steprodi scheu Erben,als Hrn. von Trumbach und Hrn. von Nordeck betrifft, so habe mich darübereinigermaßen erkündiget und vernommen, daß der Hr. Bruder in dieser Sache schonvorhin Schriften gewechselt hätte, und stünde darmit nicht zum Besten, dann die Gegen-partie hätte eine gar große und ziemlich gegründete Anforderung an den mehrestenTheil der zu den Eichen gehörigen Eisenhütten und Hammer. Ich möchte wünschen,