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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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ist, sintemalen das wenige, was die armen Ainder im Dillenburgischen haben, sichnicht der Blühe verlohnet, auch sonsten als Landesherr zu Erziehung der Aindersolchermaßen zu konkurriren nicht prätendirt werden kann. Als beziehe ich michauf das, was ich dessenthalben an Se. Dnrchl. vor einiger Zeit geschrieben, nämlich,daß was ich hierunter gethan, bloß ihm zu Ehren geschehen, keineswegs aber michdes Erziehungsrechts, so denen nächsten Anverwandten zukommt, zu begeben.Woraus dann auch erhellet, daß die Frau von Büring sich um den Lohn garnichts zu bekümmern hat, noch weniger wegen der Töchter vor sich alleine waszu thun vermag. Daß mir also klärlich ist, ' daß sie sich raus nehmen will, denSohn und jüngste Tochter nach eigener Willkür nach Sachsen zu bringen, undwill ich nächster Tage schicken und beide holen lassen, dann schon davor gesorgt ist,wie sie nach Sachsen kommen sollen.

Die Vollmacht nacher Wetzlar übersende ich hiebei unterschrieben und unter-siegelt und bitte, dem ^clvoeuto Münsas die Sache dergestalt nachdrucksaml. zurekommandiren, daß er dabei nichts versäume, und haben sich die Herrn tnrbu-torss selbsten beizumessen, daß man zu ihren ^.NontnUs nicht stille sein kann.Weiters hätte ich wünschen mögen, daß Sie mir eigentl. Nachricht gegeben hätten,wie es dann wegen Verpachtunge der Eichen und Bezahlung der Bestandes-Gelder gemachet worden, dann in Ermangelung dessen ich nicht im stände bin,etwas zu veranstalten, und kann ich lediglich der alten Frau von Büring mehrnicht als ihre jährl. 200 sl. zahlen lassen rc.

Aus Sachsen kann und wird noch in keinen zwei, vielleicht 3 Iahren wasdarzu gegeben werden können, sintemalen die Bergwerke ausgesetzt sind w. undvon den Lehnstammsgeldern habeu die (lreclitorss gar nichts zu fordern, weilensolche denen Söhnen proprio lluro gehören.

Wegen der Auxe im Dillcnburgschen ist kein anderer Rath, als man mußzuvörderst bei Herrn von Drachen sich unter der Hand w. erkundigen, auf welcherGrube man vernünftige Hoffnung haben kann, diese muß man fort bauen :c.Belieben Sie sich doch zu erkundigen rc., was es vor. eigentl. Bewandnis mit demAnspruch hat, so der Herr von Trumbach, ingleichen Herr von Nordeck machenund die Dokument« deshalben zu perlustriren und mir davon einen Ltutum Lnusuo:c. zu übersenden. Daß Sie übrigens so viel Fastidien von der Frau von Büringhaben, thut mir leid. Sobalden ich von Ihnen ausführliche Antwort habe, willich sehen, auf einige Tage nüber kommen zu können, da dann davor sorgen will,daß Sie Ihre Satissaktion bekommen können. Womit allezeit verbleibe w.

Nr. 407. Antwort des trafen v. Köerltein an die Kran v. HZüring auf derenBrief v. K. Mai 172k — <1. «I. Mainz, 2. Juni 172K.

Wohlgebornc Frau! Dero unter dem 6. Anis erlassenes habe ich den s. diesesspät Abends erhalten, erfreue mich, daß Dieselbigen sich gesund und wohl befinden,und danke vor die meinethalben gethane Erkundigung. Was die aus die Hütteeingelegte Exekution betrifft, habe ich bereits nacher Wetzlar Vollmacht geschickt,dieses Attentat anzuzeigen und um Inhibition zu bitten; werde auch nicht unter-lassen, an Ihro Dnrchl. Selbst zu schreiben. Wegen des Herrn von Trumbach'sseiner Ansprüche ist das Beste, den Herrn Doktor Steuber zu bitten, daß er dieDokumenten durchsieht und mir einen Ltutmn (lnnsas fertiget; außerdem kann mannicht sehen, was in der Sache zu thun. Ich wünschte wohl, daß die Ainder dieEichen behalten könnten; ich sehe aber nicht, wie es möglich ist, und kann mitgutem Gewissen nicht rathen, daß sie die vielen Schulden mit sich aus der Schüsselessen lassen sollen, wo man 6, 7 pro ('ontinn geben und von dem Gute nur dreiegenießen kann, da sie dann in wenig Iahren vollends aufgefressen sind.

Was das gute Befinden und Unterhalt der Ainder anbetrifft, so legeich die Finger auf den Wund und befehle es Gott. Wegen der kleinen Thristelbrauchen Sie sich gar keine Blühe noch Sorge zu geben, dann ich schon Verab-