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vorbestellet, die dann diese gnädigste Antwort ertheilet, Sie hätten allschon von andern,und wie ich davor halte von dem Spröde selbsten, vernommen, daß es denen Kindernsehr übel ergienge; man möchte nur einen Ort vorschlagen, da selbige gegen ein billigesKostgeld wohl in Obacht genommen würden, so sollten sie dahin gebracht werden.Erwarte also hierüber Dero gnädigen Befehl.
Die hiesige und Hachenburgische Kanzlei haben denen Pachtern der zu denenEichen gehörigen Eisenhütte zwei Exekutanten beigelegt, um das Überhüttengeldvon selbigen auszupressen. Dahero einen Expressen nacher Wetzlar abgeschicket undsolches bei dem Kammergericht, allwo diese Sache schon lange Zeit rechtshängiggewesen, anzeigen lassen. Da dann ^.ckvcwgckns Eunsua beigehcnde Vollmacht zurück-geschicket hat, welche Ew. hochgräfl. lllxasll. zu Unterschreibung und Besiegelung, wieauch baldiger Remittirung übersenden sollen.
Wegen Dero Herrn Bruders Kuxen bei denen hiesigen Bergwerken stehet auchnoch ein großer Rückstand, so sich ohngefähr auf einhundert fl. beläuft, zu bezahlen.Wann derselbe nicht mit ehesten? abgetragen wird, so wollen die Gemerke sämtlicheKuxe kaduziren. Da nun kein Geld vorhanden ist und ich nicht wissen kann, ivashierbei thun soll, indeme der Ausgang ungewiß ist, so erwarte hierüber gleichfallsDero gnädige Verordnung.
Die Frau von Büring hat Lar"" demüthigst vorgestellet, daß ihr als eineralten Daine die Vormundschaft unerträglich fiele, mithin gebeten, den hiesigen ^.ckvoeackumund Kotarium vistsriell ihr zum Mitvormund zu konstituiren, welches sie dannauch erhalten, und ist derselbe auf hochsürstl. Kanzlei hierzu vereidet worden.
Mit Dero Herrn Bruders Erackitvrikms ist es auch sehr schlecht bestellet, indemenur einige von denen vorhandenen Möbeln bezahlt werden können, darüber sich danndie übrigen sehr beschweren und mit nächstein einen Konkurs formiren werden, wofernnicht ein baldiger Succurs von der Kupferhütten in Sachsen oder von andernOrten zuwege gebracht wird.
Die Frau von Büring ist willens, diesen Sommer in Sachsen zu reisen unddie jüngste Fräulein, so jetzo noch bei der Fr- von Quernheim ist, nebst Üonsr.Enrl bei Dero Herrn Bruder zu bringen. Die Frau Dimvusin will von einer jedenFräulein hundert fl. jährlich haben. Weilen nun noch sehr viele Büringische Schulden,darzu aber wenig Mittel vorhanden seind, so sagt die Fr. von Büring, es seieunmöglich, so viel Kostgeld vor die Kinder aufzubringen, zumalen sie der aus denEichen ihr jährl. zukommenden Gelder uck 200 fl. zu ihrer selbsteigenen Unterhaltungbenöthiget wäre und denen Kindern nicht das geringste davon beitragen könnte. Eskann kein Mensch glauben, was vor eine große Last ich mit der Fr. von Büring habe,indem sie mir fast täglich Mühe und Unlüsten verursachet, dagegen aber bisher nichtdie geringste Erkenntlichkeit bezeiget, auch das bei ergriffener Possession der Eichen vorsie ausgelegte Geld noch nicht restituiret hat. Ich muß diesmal schließen und verharrenebst gehorsamster Empfehlung zu Dero beharrl. Gnade?? Ew. blxesll. unterthänigerDiener Stenber.
Dillenburg, 22. Nuij 1726.
Nr. 406. Antwort des Grafen v. Kverttein an vn. Steuver zu Aillenburg,auch die Ku.re im Dillenburgischen betreffend — <t. <l. Mainz, 2. Juni 172«!.
Hochedler, hochverehrtester Herr DoktorI Dero unter de??? 22. Alai an micherlassenes Schreiben habe ich den f. dieses sehr spät erhalten, gratuliere zu guterRekonvalescenz, deren Beständigkeit wünsche. Demnächst danke vor die gegebeneNachricht wegen des Zustands in Liehen. Ich sehe daraus wohl, daß es eineverhausct Sache ist und wundere mich, daß meine Üiäea, das Iohannetchen, sowacker auf beiden Achseln zu tragen lernet. U)eiters finde ich abermal des FürstenAntwort ein wenig sonderlich, daß er prätcndiret, man soll ihm die Vorschläge,was man mit den Hindern anfangen will, zuvörderst kommuniziren und von ihmgewärtigen, was man darauf thun solle, so meines Urtheils ei?? großer Irrthum