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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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mündigen Rinder Hütten niemand, der sich gegen ihn auslegen würde. Gott wolleHülfe schaffen und sich ihrer erbarmen. Tw. Genade seind ja auch Vormund:Thun Sie doch all vetterliche Barmherzigkeit an ihnen, daß Sie helfen, was vonmeinem seligen Sohn hinterblieben, daß solches alles ihnen möchte gereicht werden,Schulden zu zahlen. So das geschähe, könnten die Rinder das Lichergut wohlbehalten, wann sie rechte Hülfe haben, daß die jährlichen Renten auch recht geliefertwürden, wie auch von den Hofleuten das Pachtgeld. Aber wann der Gber-Vor-inund seine gnädige Hülfe von den Rindern wendet, so wird jeder sie suchen zudrücken und sie um das Ihrige zu bringen. Ts wär wohl zu wünschen, daß Tw.Genade mit dem Graf von Hachenburg sprechen könnten, den begütigen auch mitder hiesig Riehl; wäre solches auch wohl nöthig, sich bei der Bork Friedberganzugeben, daß Sie denen die verlassenen Rinder vorstellen, die könnten wohl inrechtlichen Sachen viel Hülfe thun. Was sonsten die Rinder belanget, seind sie nochwohl und haben, Gott sei Dank, noch an nichts Riangel gehabt, wie gottloserweisTw. Genade überbracht worden, welche Gottes Straf nicht entgehen werden. Ichbin eine von den verlassenen Witwen, die keinen Beistand haben, die müssen solchesalles leiden. Wann ich sehe, wo Rostgeld herzunehmen, so werd sorgen nicht zuversäumen, in die Rost (Pension) zu bringen; jetzt halte sie noch ein Zeitlang bei mir,so lang Gott will, führ sie nach Vermögen zu schöner Arbeit an. Die jüngste istnoch in Harzigerode zu bringen zu den: Herrn von Tb erst ein, Berghaupt-mann. Wann es Tw. Genaden gutfinden, daß man den Rarle mit der kleinenThristel hinschickte; ich werde doch eine Thaise nehmen müssen, so gings in eimRoste hin, weil dort der Rarle auch lernen könnt und in der Rost sein könnte,vom Lehngeld zahlt werde. Herr (Informator) Spröde sagt, welcher noch hier, dieFürstin von Usingen wollte ihn in 2 Jahr bei ihr prinze nehmen, hernach mitihme zu reisen, so würde doch der Herr Berg Haupt mann noch die 2 Jahr dortein väterliche Aufsicht an dem Rind thun, dann solches Gott alles vergelten wird,und wär dort besser, als aus einem Dorf, oder hier nebst einem Informator. Ichbitte nochmals, thun Sie doch genädige Hülfe in was höchst nöthig, damit diesGut den Rindern erhalten möchte werden. Ich bin nächst Gottes Gbhut hoch-wohlgeborner Graf Tw. Genade ergebenste Dienerin <Iö kürüiA.

Tiche, 6. Riai (726.

Nr. 405. Schreiben des 1>v. Steuber an Graf v. Oberstem, die schlechte We-Handlung der Everltein'schcn Kinder in den Eichen durch ihre Großmutter,die Inanspruchnahme des Aöerhüttenwerlies durch die dillenliurg. und Hachen-burg. Kanzlei und die Bestätigung des Advokaten und Wotar Aieterich zumMitvormund betreffend — <1. <1. Dillen bürg, 22. Mai 172k.

Hochgeborner Graf zc.! Weilen ich lange Zeit an einem Fieber sehr krank dar-nieder gelegen, so Hab meine unterthänige schriftliche Aufwartung bisher nicht abstattenkönnen; bei nunmehrig erfolgter Besserung aber gehorsamst hinterbringen sollen, daßEw. hochgrnfl. ltlxeall. ertheiltem gnädigen Befehl nachgelebt und mich in die Eichenbegeben habe, um den Augenschein wegen Dero Pupillen selbst einzunehmen. Da ichdann die älteste Fräulein in Abwesenheit ihrer Frau Großmama gebeten, sie mochtemir doch ingcheim berichten, wie es ihr und ihren Geschwistern in den Eichen ergienge,es sollte niemand etwas davon erfahren. Sie hat aber, wie ich glaube, auf vorhinbeschehenes Zureden ihrer Großmama, geantwortet: es gienge ihr nach Wunsch, sie ver-langte an keinen andern Ort, hätte zwar vernommen, daß böse Leute das Gegentheildavon aussprengten, es wäre aber alles erdichtet. Als ich nun hierauf den Hrn.(Informator) Spröde von ihrem Zustand befragte, so referirte derselbe, daß ihmesowohl als denen Kindern sehr schlecht begegnet würde; sie hätten neulich eine Zeitlang kein Bier gehabt und Wasser trinken müssen, bekämen auch gar schlechtes Essen.Die Frau von Büring leugnet aber alles und schmähet gewaltig auf diejenigen, so ihretwas Widriges nachreden/ Welchem »ach hochfürstl. Durchl. solches unterthgst.