-4rtnm de» 37. Ilartii 1736. Dito ist dem Herrn ludreas zu Herborn wegen seinerSchuldsorderung a 1566 fl., wofür selbigem das Haus und alle Mobilia verschrieben worden, auf Ab-schlag der Schuld in solutum hingegeben worden ein sogenannter Aufsah von Silber, die Markä 13 fl, jedoch dcrgestaltcn, wann ihme innerhalb zwei bis drei Monat daS Geld, wie er das Silberangenommen, wiederum erstattet würde, so wollte er gehalten sein, solches wieder heraus zu geben.
Und hat sich der Aufsatz mit nachfolgenden Stücken befunden:
Mark. Loth.
der Boden von Silber 8 11
der Aufsatz 1
der Fuss 1 4
4 Salzfässer samt einer Schale und Vorlcglöffel 3 5
eine Scnfkann nebst einer Zuckerkann, Lichtputz u. Futeral .... 3 12
4 Lcuchterarine und ein Theepot 3 13
ein silber vcrguldten Traubenbechcr 1 7
2 kleine Flaschcher von Glas mit silbernem Deckel und Firsten ... — 12
thut 48g fl. 28 nid. 1 Pf. 27 3Vz
4etiim de» 38. Illarlii. Dito wurden der Frau von Büring nachfolgende Sachen ge-liefert, als ein Paar silberne Sporen, ein Paar silberne Stange-Buckeln, ein Paar türkische lange Messermit meisten Stielen, eine Schreibtasel mit Silber beschlagen, ein Silber verguldteS Schiffchen, 6 vcrguldcncSchleier Theelöffel, eine silberne verguldete Suppcnschalc, ein Schl.... ganz überguldt Schiffchen, einGestück Messer, Löffel und Gabel übergüldt.
Dito hat Hr. Spinola von Wetzlar auf die 12 Stühl von Juchtenledcr, item 6 ge. äuerteund g rothstreifige nebst den 2 großen Spiegeln im Obcrsaal mit Nußbaumen braunen Nahmen120 Rthlr., jedoch dergestalt geboten, daß ihme daran seine Rechnung ä 60 fl. 11 alb. gut gcthanwerden sollte, welche ihm denn auch zugeschlagen worden sind, dafern die Frau Wittib dieselben vordas Geld nicht selbst behalten will, und soll demselben innerhalb 8 Tagen Nachricht gegeben werden.Item hat derselbe vor den Spiegel mit dem verguldencn Rahmen geboten 12 Rthlr. l^lZ. Diese Stühlsind vcrmög einer gefundenen Spezifikation zu Ffurt gekaufet worden vor 32 Thlr.
letum den 39. lllartii 1736. Hr. iblotarius Di et er ich als bestellter Dutor über Hrn.Ober-Jägermeister von Ebcrstein scl hinterlasscnc Kinder 1r Ehe übergab eine Schrift loeo probatiouiscum .Idjuuot. sud Ut. ^.. lZ. O O st D. ooutra die verwittibtc Freifrau von Ebcrstein.
veeretum. Wird mit gemeldten Beilagen auf 14 Tag cum rsproduetious hiermit kom-muniziret.
M. Das Folgende wurde protokollirt nach dem 2. April 1726.
^etnm den 17. ^prilis 1736. Christo ffcl Ludwig Stich, nomine der EberstcinischcnFrau Wittib, gegen Herrn Dietrich, als Vormunden über weil. Herrn Baron von Ebcrstein nach-gelassene Kinder, übergab kürzlich lExeeptiouss.
veeretum. Wurden kommunizirct.
4etum den 1. Innii 1736. Nachdem Hr Xotarius Dietrich in Vormunds Namen überweil. Herrn Baron von Eberstcins nachgelassene Kinder erster Che gegen die EberstcinischeFrau Wittib und Kinder letzterer Ehe in pvto prätcndirenden dotis ein Ilrtheil zu ertheilen jüngsthingebeten, dann und zu dem Ende partes auf heute vorbeschicdcn worden. So wurde auch benannte»Vormündern in der Sache nachfolgendes Urtheil publiziret und eröffnet:
lutsrloeutoria. In Sachen Herrn 5lotarius Dietrichs als konstituirtcm Vormunds überweil. Herrn Baron von Ebersteins hiersclbst Kinder erster Ehe, Klägern, entgegenund wider die Eberstcinische Frau Wittib und Kinder 2r und letzter Ehe, Be-klagten, den in erster Ehe prätcndirenden äotsm und dessen Beweis betreff., wird hiermitzu Recht erkannt, daß noch zur Zeit das duramsutum suxplet. keine Statt findet, sondern,wofern der Kläger in Vormunds Namen bessern Beweis beibringen würde und könnte, alsnoch zur Zeit nicht geschehen, so soll deshalbcn ferner ergehen, was Rechtens ist. V. N. W.pudl. p. ut supra.
Herr lllotarius Dietrich appcllirte hiervon staute psds et viva voes, bat (lopiam protoeolliund rcquirirte acta.
lllaudatarius Stich uomiue der Ebcrsteinischcn Frau Wittib und Kinder lasset solches an seinenOrt gcstellct sein und bittet (lopiam seuteutiae.
Obzwar gestalten Sachen nach die iuterponirtc Appellativ de Iure unstatthaft, so wird derselbenhiermit jedoch deferiret und soll die gebotene (lopia seuteutiae crthcilet und die aota gcfolget werden.
Den 24. Aug. 1726 dem Bot Frank Schneider vor 2 Briefe, so von Eichstädt vom Hrn Barond'vbsrsteiu (ist der eichstädt. Ober-Stallmeister Ernst Rudolf v. E.) an mich geschrieben worden,zahlt 7 ald., noch den 4. 7 bris 4 alb.
letni» den 36. 8bris 1736. Nachdeme die hochfürstl. Kanzlei dekrctiret laut dsorsti subdato den 29. 8bris, daß daS Ebersteiuischc Unterhaus, welches der Herr Ober-Jägermeistervon Diepenbrug bezichen wollte, worinncn noch ein und andere Mobilia sich befinden, goräumet unddie Sachen in andere Gemächer transportirct, auch diejenigen Sachen, die jüngsthin die Frau Wittib rc.aus dem Ebcrsteinischcn Stcrbhaus weg bringen lassen wollen, zu invcntircn w., also ist dato mit