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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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hätte auch bei hochfürstl. Durchl. ihr Alter und Nnvermögenheit vorgeschützet, als Vor-münderin var ihre Person allein die Last auf sich zu nehmen und allein nachgehenzu können nicht im stände zu sein, mithin um einen Mitvormnnd und Gehülfen,den z4clvooa,t,nm und kaiserl. Uotnrinm Herrn Oistsriell allhier vorgeschlagen undgebeten, welcher ihr dann auch von gnädigster Herrschaft wäre zugestanden und bereitsin Eid und Pflichten genommen worden, so daß sie nunmehro mit selbigem allein An-sehn nach zufrieden. Aber als ihr ivegen der übeleu Ökonomie der Kinder halbeneinige Punkten vorgehalten, hätte sie gar nichts auf sich wollen ankommen lassen, son-dern vermeldet, daß ihr alles dieses aus einer Passion nachgeredet und an Ew. ltlxoollouxüberschrieben worden, welches sie zu seiner Zeit schon zu beantworten und das Gegen-theil wissen würde zu berichten. Dennoch würde man allen ihren Vor- und Angabennach schon dahin bedacht sein, alles zu der Pupillen Besten zu reguliren und ihr dieHerrschaft über selbige nicht weiter einräumen, als ihr gebührete, damit ihnen, Pupillen,nicht zu viel oder zu wehe geschehen möchte, womit zc. verharre Hochgeb. Reichsgraf zc.Ew. hochgräfl. Lxo. unterthäniger Diener ktieli.

Dillenburg, 6. April 1726.

Zur Negulirung der Eberstein'schen Erbschaft wurde eine Kommission eingesetzt.— Der Rath Jeckel zu Dillenbnrg übersendet dein Grafen v. Eberstein Abschrift desProtokolls über alles, was bisher im Eberstein'schen Sterbehausc vorgenommen undverhandelt worden, mit einein Briefe v. 2. April 1726, worin er dem Grafen mit-theilt, daß, da Herr v. Nordcck sich bei dem Fürsten über sein Procedere beschwerthabe, er gesonnen sei, die Kommission niederzulegen.

Nr. 402.

Hochgeborner Graf zc.! Ew. hochgräfl. Lxesll. übersende anbei oopinm prolo-colli von all demjenigen, was bishero in Dero wohlsel. Herrn Bruders Sterbhausvorgenommen und verhandelt worden ist, und bitte anbei unterthänig, nicht ungnädigzu nehmen, daß so lang damit zurück geblieben bin. Ich habe von Tag zu Tag ge-hoffet, ein mehreres vornehmen und abmachen zu konneu, alldicweilen aber die FrauWittib mit dem Herrn von Nordcck vor ohngefähr 14 Tagen von hier ab undzu ihren Eltern nacher Langen-Dernbach verreiset, so hat wenig vorgenommenwerden können, zumalen da viele Sachen, wovon Schulden bezahlet werden können,verschlossen sind, indessen aber dringen die Schuldleut bei Abwesenheit der Frau Wittibso häufig an, daß der Sach fast nicht mehr zu ratheu und zu helfen ist, zumalen dieFrau Wittib und Herr von Nord eck viele Sachen und Pretiosen prätendiren, welchederselben von ihrem Eheherrn sei. geschenket worden wären, mithin die Schuldenlastnicht erleichtert werden kann und die ErsÄidorss desto größere Males machen. Aufden großen Schwenk-Kessel mit den Kronen, welchen Ew. hochgräfl. l^xcoll. behaltenwollen, ist auf das Pfund 21 Ixr. geboten worden; ich habe aber einen Kreuzer weiterauf das Pfd. geboten, um denselben vor Ew. hochgräfl. ltlxesll. zu behalten. Die4 Salzfässer aber, welche zu der .... ÄsimAo gehören, habe nicht bekommen können,weilen dieselben nicht davon haben separiret werden wollen. Im Übrigen aber istGott bekannt, daß bei den: ganzen Geschäft meine Intention dahin gegangen ist, wiemit Reputation und sonderlich ans Respekt gegen Ew. hochgräfl. Nxcall. aus diesen:verwirrten Zustand zu kommen sein möchte. Nachdem allen aber der Herr von Nordeckbei Sr. hochfürstl. Durchl., meinem gndgstn. Fürsten u. Herrn, sich über mein lAocs-clsrs beschweret hat, so werden Ew. hochgräfl. AxesII. mir verhoffentlich nicht ungnädignehmen und mißdeuten, daß ich von allein hinfüro abstrahiren und die Kommissionniederlegen werde, und möchte ich wünschen, anderwärts Gelegenheit zu haben, Ew.hochgräfl. lüxcsll. besser und mit Realität erweisen zu können, wie daß ich in allerunterthäniger Ergebenheit lebenslang bin Ew. hochgräfl. Lxeoll. unterthänig gehor-samer Knecht ' I- I- ^eekel.

Dillenburg, 2. -Vpr. 1726.