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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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schicket, ersehen haben, wie ich mir die Vormundschaft durchaus nicht nehmen lassen.Kraft deren nun und da ich sowohl zu meiner, als unser allerseits Sicherheit beidem Fürsten angehalten, in seinem Namen einen tüounni«8s,riuin zu ordnen, welchermeines sei. Bruders sämtliche Verlassenschaft neeurut, inventiren und die Separa-tion, was in die sste und 2te Ehe, ingleichen ihme insbesondere gehöre, thunsolle. Nachdem ich nun dem diesfalls angesetzten Termin beigewohnet und michganzer H Wochen damit geplaget, hat sich endlich dennoch gefunden, daß alle ge-thane Arbeit lediglich umsonst gewesen, weilen durch all mein Bemühen ich denKonkurs schwerlich werde vermeiden können. Sintemalen sich leider über die20 000 fl. Schulden und zu Bezahlung dererselben schwerlich die Zulänglichkeit ausdem, wovon er zu disponiren rechtlich Gewalt gehabt, sich finden wird. Dann dasGut Gichen kommt von dem fel. Gber-Stallmeister von Büring her, welchesvermög dessen Testaments dem ältesten Sohne von seiner Schwester entweder pri-vativ ö oder im Fall das Testament durch rechtlichen Spruch ungültig erkanntwerden sollte, doch denen Kindern erster Ehe zu gleichen Theilen gehöret, inwelches er leider einen Haufen gestecket, aber von nichts zulänglicher Beweis sichfindet. Den usum truetmn hat unser sel. Bruder allerdings davon ziehen können,alleine dessen Nnerfahrenheit in denen Rechten und daß er niemanden darum ge-fraget und von seinem Zustand Lontiäönö gemacht, hat ihme selbsten inuthwilligdrum gebracht, indeme er bei seiner 2ten Verheirathung denen Kindern erster Ehekein ordentliches Inventarium fertigen lassen, und die nassauischen Landesrechtesetzen: daß wann dieses nicht geschähe, der Vater den usuin tvuetmn davon verlieret.Sollte dieser Punkt nun nicht durch Vergleich gehoben werden, ist sich der Berech-nung zu Vortheil der Kinder erster Ehe durchaus nicht zu entbrechen, wodurch großeKonfusion noch erwachsen muß.

So hat er auch auf dieses Gut Eichen ^000 Thlr. von dein Grasen vonHachenburg aufgenommen und dazu verschiedentlichc Waldungen durch solchesGeld angekauft. Die Konvenienz aber hat sie ihm so theuer bezahlen machen, daßer wenigstens 4 pro tz'önt., zu den Interessen beischießen müssen. So finden sichauch 6000 fl. alte auf dein Gute Eichen stehende Steprothische und Seelbachi-sche Schulden, davon er nicht recht informiret, mithin so neZfiiAenk gewesen, einenVergleich, wodurch er mit 5 bis 600 Thlr. davon loskommen können, ausgeschlagenund verabsäumet.

Weiters findet sich sein schönes, wohlgebautes und kostbares Haus, soihm über sOOOO Thlr. kostet, aber schwerlich höher bis ^e anzubringen sein wird.Acobilien und Hausrath sind nach aller Erfordernis vorhanden. Wann aber dieKinder erster Ehe alles, was von ihrer sel. Aiutter und dem sel. Büring herkommt,wegnehmen, ingleichen die 2. Gemahlin ihr Ehegcld und Eingebrachtes, so reichetdieses alles nicht zu, um den Konkurs zu vermeiden, sondern ich muß zusehen, wiealles von unserm sel. Vater und Amtier Herkommende in fremde Hände und anden Meistbietenden kommt, und davon die Schulden nach Proportion bezahletwerden. Ich habe zwar vermeinet, dieses und daß man Haus und Güter nichtso auf einen Plötz verstoßen, einfolglich vor halb Geld hingeben müsse, dadurch zuvermeiden, daß ich vermöge der Beilage snb ^ sowohl die Witwe als Groß-mutter erster Ehe dahin disponiret, geschehen zu lassen, daß man die Aiobiliaverkaufe und davon die kleinen Schulden bezahle. Weilen aber aus der GroßmutterEigensinn, Kahligkeit und Geiz darunter auch nicht mich zuverlässig fußen kann,so fürchte, daß auch hierin meine gute Intention erliegen und es zum Konkurskommen muß, wodurch unsere Familie hiesiger Landen einen großen Stoß bekommt.

Die Beilage sub L wird zeigen, was ich dessenthalben und zu Behuf derganzen Sache bei dem Fürsten gebeten, und snd p was er daraus dekretiret. Ichgestehe gern, daß mir sehr nahe gehet, daß unser sel. Bruder erstlich durch dieUnkosten, die er sich wegen der 2ten Gemahlin in Absicht aus die reiche Succession,so er bei ihres Vaters Absterben ohne Söhne zu gewartcn, ihm freilich wohl bc-

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