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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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ich gethan, deshalben nn den Kaiser und Reichshofrath, durchaus aber nichtnach Wetzlar, denn daselbsten sind die Droaurulorss, Advokaten und allerhand der-gleichen Leute Anverwandte von der Kiuallin. Ich sehe die eigennützigen Ab-sichten, welche dabei von beiden Thcilcn geführet werden, allzuwohl, allein ebendieses ist es, welches mich in meinem Gewissen verbindet, mich desto sorgfältigerdagegen zu stellen.

Ansers sel. Bruders (Ökonomie ist nicht die beste gewesen, und finden sichfast so viel Schulden, daß nur ein weniges bleiben wird. Gr hat kein Testament,noch sonsten die allergeringste Disposition gemacht, und hat man mit Willen mirkeinen Boten (nach Mainz) geschickt, damit ich ihn nicht vor seinen: Gnde nochsprechen möchte. Inmittelst maßet sich die Witwe aller Briefschaften und allerBerlassenschaft an und hat nichts versiegeln lassen. Daß wir also um sovielmehrereArsach haben, uns dabei in Obacht zu nehmen, und hat jedermann, derKinder hat oder kriegen kann, an unserem sel. Bruder ein Gzcmpel zunehmen, seine Sache bei Lebzeiten in Ordnung zu bringen, damit dieKinder nicht seufzen müssen. Ich will hierauf baldige Antwort und hinläng-liche Assistenz erwarten und verharre allzeit zc.

Bfiainz, den (5. Nov. (725.

Zu seinem Assistenten erwählte sich Graf Ernst v. E. den Dr. Johann HartmannSteuber zu Dillenhurg, welcher die Verwaltung der den Eberstein'schen Kindern1 r Ehe zustehenden Alladialgüter und Rechnungslegung übernehmen, aber ohne desGrafen Wissen und Willen nichts thun sollte. Dieser meldete dem Grafen v. E. am1. Januar 1726, daß der Rath Jeckel, der bereits am 28. Nov. 1725 von demFürsten Christian den Befehl erhalten hatte, des Ober-JägermeisterS v. E. sämtlicheHinterlassenschaft ordentlich zu inventarisiren, nächstens mit der Jnventarisation beginnenwürde.

Nr. 396.

kjochgcborner Graf, gnädiger Graf und Herr! Lw. hochgräfl. Dxoell. wollen gnädig er-lauben, daß hierdurch meine unterthänige Aufwartung abstatte und zu dein angetretenen neuenJahre gehorsamst kongratulirc, den höchsten Gott bittend, daß Er Ew. hochgräfl. Lxeell. nichtnur dieses neue, sondern noch viele folgende Jahre bei beständiger Gesundheit und allemhochgräfl. Ivohlwesen, zu Jhro Königl. Majst. in Polen allerhöchstem Vergnügen gnädigerhalten, auch Dero hohe Unternehmungen mit erwünschtem Effekt kräftig sekundircn wolle,wobei dann Ew. hochgräfl. Lxoell. beständige Gnade nnterthäuig ausbittc lhiernächst Habgehorsamst hinterbringen sollen, was maßen ich die Nachricht erhalten, daß Ew. hochgräfl.LxeeU. nicht in Mainz gegenwärtig seie, folglich ich nicht wissen können, wohin die Schreiben zuaddressiren, bis endlich gestern Dero unterm 21. X>"s aus Aschaffenbnrg an mich gnädig erlassenesSchreibe» erhalten, welchem nach so bald mit dem Rath loeokel wegen des termiui zur In-ventur geredet, welcher dann vermeldet, daß er nächstkünftigen Dienstag den Anfang mit demJnventario machen wollte. Die Verpachtung des Eicher Guts betreffend, so haben dieDiezhölzer Pachter solche eouäitiones verlangt, die man ohnmöglich eingehen können, weile» dannsonsten niemand das Gut pachten wollen, so hat die Fr von Büring sich resolviret, die altenIsofleute zu behalten, und Hab ihr auch einen Pacht-Kontrakt aufsetzen müssen. Nun Hab abervor etlichen Tagen von andern Leuten vernommen, als ob sie sich wieder geändert und die altenvofleute nicht behalten wollte, sondern einen andern in Vorschlag hätte; kann also nicht eigentlichwissen, wie es jetzo damit stehet. Ivann man mit alten Damen zn thun hat, so hat man seineLast. Ivormit zu Dero beharrlichen Gnade mich gehorsamst empfehle und stets verharre Ew.hochgräfl. üxoell. unterthäniger Diener Ktenber.

Dillenburg, 1. lau. 1726.

172K Januar 12. Jnventarium des Eberstein'schen Nachlasses, aufgesetzt durchden Rath und Amtmann Jeckel zu Dillenburg.

Nr. 397. Jnventarium aller weit, des Kochwohlgeöornen Ireiherrn Karlvon Kberstein selig, hiesig gewesenen hochfürstl. nassan-dillenvurgischen Wer-Jägermeisters, hinterlassener Hüter, aufgerichtet im Jahr 172k.

Nachdem« der Durchl. Fürst und Herr, Herr Christian Fürst zu Nassau ?c., meingnädigster Fürst zc., mir Endesbenannten gndst. anbefahlen haben, über weil, des