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Dillenburg Todes acrblichen und nebst der Witwe, so noch gesegneten Leibes, einenSohn und drei Töchter aus erster The und einen Sohn und eine Tochter aus2r The hinterlassen, So viel nun die Witbe und Rinder 2ter The anbetrifft, istganz natürlich, daß deren Groß- und der Wittib Vater deren Vormundschaft inniloäialibus übernehme, jedoch können die nächsten Verwandten davon nicht aus-geschlossen, sondern müssen mit dazu gezogen werden. Soviel aber unsern Lehn-st am in anbetrifft und was die Tbersteinischen Familien- und Lehnssachcn sein, istbekannt, daß deren Vormundschaft oder vielmehr Beobachtung wir ohne das größteVräjudiz und Beschwerlichkeit, deren wir ohnedem derenthalben genugsamlich be-kommen werden, Fremden lassen können, ist auch Rechtens, daß solche nicht demnächsten mütterlichen Anverwandten, sondern dem nächsten väterlichen Anver-wandten und erstern Lehnsfolger gebühret. Daher ich um so viel mehr allerBeschwernis vorzubeugen ü, propos gefunden, mich in diesen Lehnssachen als Vor-mund der Söhne darzustellen. Die Rinder erster The anbetreffend, so findet sichzwar ihre Großmutter von der Amtier, welcher ich froh wäre, wann man ihrdie Vormundschaft der Töchter und Trziehung anvertrauen könnte, allein sie ist inhiesigen Landen nirgends posssssionivH hat kein beständiges Vomieilinm und istnicht der väterl. Religion, sondern ruibruiirt, vieler anderer Umstände, die besser zureden als zu schreiben sind, hier zu geschweigen. Daß ich also mit gutem Ge-wissen mir vor Gott nicht zu verantworten getraue, die armen Rinder und daswenige Ihrige derselben zu überlassen. Weilen ich aber Zeit meiner Tage mitkeiner Vormundschaft!. Güter-Administration, Geldeinnahme und Rechnung michmeliren und belästigen werde, so fället mir zwar schwer, mir deren Vormundschaftbei ineinen ohnedem sattsamlichen Geschäften zu unterziehen; gleichwohl habeaus christlichem Gewissen und naher Blutsverwandtschaft mich auch nicht getrauet,ihrer zu entziehen, jedoch gehen ineine Gedanken dahin, einen wohl angesessenenund rechtsverständigen Alann in Dillenburg, was die dasigen nlioüiulia anbetrifft,ingleichen den 7ten Theil des sel. Bruders an den Leinung. Rupfer- und Hcirz-gerödischen Bergwerken, Renn der Akühl zu Horla zu substituiren, welcherderen Administration, Rechnung und Sachen führen, jedoch ohne mich nichts thunsoll. Wegen des Sohnes aber erster The können wir ebencrgestalt nicht geschehenlassen, daß sich eine Frau w. in unsere Lehnssachen menge. Der Lehnsstammgehöret lediglich denen beiden verlassenen Söhnen, und zwar jedem zur Hälfte.An den Hütten und Bergwerken und s-IIollinlisn haben die Töchter ssonn-clmn cnpitn zu gleichen Theilen die Succession. Den Lehnsstamm aber könnenwir, wie ineinen liebsten Brüdern allzu wissend ist, weder durch Witwen, nochTöchter, noch sonsten icht was beschweren lassen, und müssen wahrhastig dieselbenallerseits mich hierunter männiglich unterstützen und mir beitreten, damit wirsämtlich an einein Seile ziehen. Sonsten will ich vor Gott, uns und unsernRindern und Rindes-Rindern an dein uns darunter zuwachsenden Präjudiz undvon Fällen zu Fällen schwerer werdenden Folgerungen entschuldiget sein und esmeinen liebsten Brüdern lediglich auf ihr Gewissen geben. Ich füge zu dem Tndebei, was ich in dieser uns allerseits so SWöniiulikkv greisenden Sache an den Fürstenvon Dillenburg geschrieben, und ersuche ich angelegentlichst, sich ja nicht etwandurch schmeichlende Vorstellung von gerechter Beaugigung dieser Sache und vonkräftigem Beitritt abkehren zu lassen ch. Ich hielte davor, es sei nothwendig, meineliebsten Brüder kämen allerseits per ineinvrinliz bei dein Fürsten ein und stelleteneben dasjenige vor, was ich vorgestellet habe, protestirten rntionn der Söhne wideralles unter sDrätext der Vormundschaft intendirende Tinmengungcn und Unter-nehmungen in unsere Lehns- und Stamm-Sachen und appellirten, gleich wie
Illssrt. an den Hrn. Hauptmann (Wolf Dietrich v. Eberstcin). Meinem liebsten Bruderwird insonderheit dessenthalbcn ein vieles vorgemacht werden wollen, weil sie wissen, daß es dessenHaushalt und Geschäfte nicht zulassen, daß er heraus kommen und denen Sachen einschauen kann. Denndies die wahre Ursache, warum sie mich, als einen näher Anwesenden, gern davon hätten.