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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Mutter, mit dem Gute nach ihrem Belieben zu schalten und zu walten, als ob er ge-storben und sie solches allbereits von ihm ererbt hätte. Als indessen einige Zeitdarauf der Ober-Stallmeister v. Büring an seine Mutter hatte schreiben lassen, „ernähme sich nichts an, er hätte es seinem Schwager Eberstein verkauft, und er wiesealle seine Schuldleute an das Gut Eichen; die möchten für ihre Forderungen davonwegschätzen lassen, was sie wollten: So sah sich denn Karl genvthigt, um nicht fremdeGläubiger an das Gut zu lassen und um sein ausgelegtes Geld nicht einzubüßen, nun-mehr selbst als Gläubiger seines Schwagers aufzutreten. Diesem gemäß ergriff eram 6. Okt. 1719 in voller Form Besitz von dem Reichsrittergute Eichen und derim Burbacher freien Grunde zu Heller gelegenen Schmelzhütte nebst Eisenhammer,womit auch seine Schwiegermutter einverstanden war.

Am 5. Oktober 1719 ist der Ober-Jägermeister von Eberstein mit dem NotarFischer in die Eichen gekommen und hat den folgenden Tag diesem und zwei Zeugenin Gegenwart seiner Schwiegermutter zu erkennen gegeben, welchergestalt sein Schwagervon Büring an den Fürsten zu Dillenburg und darauf an jemanden zu Wetzlar dasGut Eichen zu verkaufen gesonnen gewesen. Da aber aus diesem Verkaufe demAnschein nach schwerlich etwas werden würde, so hätte er mit seinem Schwagervon Büring einen Kauf auf 12 000 Thlr. auf Zureden guter Freunde getroffen inder Hoffnung und Anzeigung, daß er in seinem Vaterlande ein gewisses ihm von seinenGeschwistern konsentirtes Kapital auf sein daselbstiges Vermögen bekommen würde.Weil er aber das erhoffte Geld nicht hätte bekommen können, mithin außer standgesetzt worden, den auf solche Bedingung geschlossenen Kauf zu halten und das Gut ausich zu nehmen: so hätte er solches seinein Schwager notifizirt mit dem Beifügen, daßer das Gut Eichen an irgend jemand anders verkaufen könnte, wozu derselbe stillgeschwiegen und es seiner, Büring's, Fr. Mutter überlassen, damit nach ihrem Beliebenzu schalten, als ob er gestorben und sie solches bereits von ihm ererbt hätte. ObgleichEberstein nun der Meinung gewesen, von diesem unter gewisser Bedingung getroffenenKaufe ganz los zu sein, so hätte doch sein Schwager an die Frau v. Büring wiederschreiben lassen, er nähme sich nichts an, er hätte es ihm verkauft und er wiese alleseine Schuldner an das Gut Eichen, die möchten davon wegschätzen lassen, was siewollten. Weil er, K. v. E., nun aber ein und das andere für seinen Schwagerv. Büring ausgezahlt und deswegen an denselben Forderungen hätte, so wollte er zuseiner Versicherung von diesem Gute Eichen als ein Gläubiger Besitz ergreifen undalles inventiren lassen. Zugleich erklärte Eberstein, daß, ehe er seiner Forderunghalber nicht befriedigt worden, er keinen: andern Gläubiger, welcher etwa an die Eichenund Zubehör Ansprüche machen sollte, als nur demjenigen, welcher vorher Forderungenoder besondere Hypotheken darauf gehabt, hieran etwas zugestünde, und ersuchte denNotar, ihm deswegen eine öffentliche Urkunde auszufertigen.

Nr. 338.

In Nomina Lucrosanctem Drinitutüs. Zu wissen sei hiermit, daß in: JahrChristi 1719 zc. den 5. Tag 8^ Vormittag ließ der Hochwohlgeb. L. Herr Karlvon Eberstein, Sr. HM. Dchl. zu NDillenburg hochbestallter Ober-Jägermeister,mir anzeigen, daß Selbige Nachmittag nach den: in: gemeinschaftl. Grund Burbachgelegenen freiadel. Gut, Eicheu genannt, fahren, mich ersuchende, daß ich so gut seinund mit ihm, um einigen actum lllvlarialus daselbst zu verrichten, dahin ziehen wollte,welches ich angenommen, und sind des Abends daselbst angekommen. Den andern TagVormittag gegen 9 Uhr hat vorhin gemeldeter Herr Ober-Jägermeister mich samt2°" dazu erforderten Männern, nämlich Ludwig Reymann, HM. Jäger zu Burbach,und Philipp Heinrich Groß, Hüttenschreiber aus den: nahe dabei gelegenen DorfeWahlbach, in die obere Stube übern: Keller des gedachten Hauses, 7 Fenster in sichhabende, zu sich berufen und daselbst in Gegenwart dessen Fr. Schwiegern, als desHrn. OStMstrs. von Büring leibl. Fr. Mutter, uns zu erkennen gegeben, welcher-gestalt sein Herr Schwager, der Hochwohlgeb. Herr, Herr Karl Friedrich von Büring,Sr. HM. Dchl. zu NDillenburg hochb. Ober-StMstr., an Jhro hochfstl. Dchl. zu