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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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I7Z7. Derselbe gegen dieselben, betr. Regung eines Inventars über allezur Nachlassenschaft des Vaters und Großvaters der von Quernheim zu Langen-dernbach gehörig gewesenen adeligen Güter, Immobilien und Akobilien, gleich-mäßige Theilung derselben unter den Testamentserben rc.

Bci der Ausscheidung der Reichskammergcrichtsakten im Jahre 1849 ff.sind beide FaScikel an Nassau abgegeben worden.

Karl Freiherr v. Eberstein wurde am 25. Nov. 1687 nachmittags 1 Uhr aufdem Schlosse Neuhaus geboren und den 30. ss. in. durch den Rotha'schen Pfarrergetauft. Seine Pathen waren Georg Graf zu Stolberg, Joachim Werner Spiegelvon Pickelsheim, Alexander Ludwig v. Kalb, Lieut. v. Werder (verm. mit ThomaLucia, des Domdechanten zu Havelberg Thomas von Grote und der Hedwig Luciageb. v. Eberstein Tochter), Ernst Friedemann v. Werthern, Agnes Magdalenav. Werthern geb. v. Häseler, Fr. Geh. Räthin v. Selmnitz, Fr. Witwe v. Rössingund Hedwig Eulalia, des Domherrn Anton Albrecht v. Eberstein älteste Tochter(s. oben S. 386).

Als Enkel eines Kriegshelden von europäischem Rufe und Ruhme, als Sohnvorzüglicher Eltern echt christlichen Sinnes und christlicher Lebensführung, wuchs Karlauf einsam aber romantisch gelegener Burg auf dem Hochplateau des Unterharzes ineinfachem und doch wahrhaft vornehmem, glücklichstem Familienleben auf. Außer demselbstverständlichen Verkehre zwischen Burg Neuhaus und Schloß Beichlingen, demStammsitze der mütterlichen Werthern'schen Familie, walteten nicht nur zu den vielenandern verwandten Adelsfamilien vertraute Beziehungen ob, sondern auch zu den be-nachbarten gräflich stolbergischen und schwarzburgischen Häusern, und vor allenzu dem fürstlich anhaltischen Hause Bcrnburger Linie. Der ganz in der Näheresidirende Fürst Wilhelm von Anhalt, von dessen Fürstenthum HarzgerodeKarl's v. Eberstein Vater der Ober-Aufseher war, wie auch dessen ebenfalls einenTheil des Jahres in Harzgerode weilender Nachfolger verkehrten als Freunde mitChristian Ludwig. Der Bruder der Gemahlin des Fürsten Wilhelm, FürstinAugusta Sophia, der Prinz, nachmalige regierende Fürst Wilhelm von Nassau-Dillenburg, weilte am Hofe seines Schwagers fast von frühester Jugend an undbetrachtete den Burgherrn auf Ncuhaus als seinen väterlichen Freund. Derselbewar auch zugegen, als bei des letzten Fürsten von Anhalt-Harzgerode Leichen-begängnis Karlls ältester Bruder Ernst Friedrich die Parentation hielt, und nahmdiesem das Versprechen ab, auch ihm einstmals die Leichenrede zu halten. Dieserintime Verkehr des Fürsten von Nassau-Dillenburg mit der Ebersteinischen Familiegaben diesem Anlaß, zwei Söhne Christian Ludwig's v. Eberstein, den ihm lieb ge-wordenen Karl und dessen Bruder Ernst Rudolf, wahrscheinlich gleich bei der Rück-kehr nach den Leichenfeierlichkeiten 1709 mit sich nach Dillenburg an seinen Hof zunehmen und beide Brüder zu seinen Kammerjunkern zu machen.

Damals war Karl in seinem hoffnungsreichsten Alter. Frühzeitig, im Mai1713, verheirathete er sich mit Maximilian«, der einzigen Schwester des Ober-Stallmeisters seines Fürsten Johann Karl Friedrich Freiherrn v. Büring.

Das junge Ehepaar unternahm nach vollzogener priesterl. Kopulation eine Reisenach dem Harze, um ihre Eltern auf Neuhaus zu besuchen. Dort wurde am 27. Mai1713 folgender Ehevertrag errichtet:

Nr. 335.

Zu wissen sei hiermit :c. Demnach :e. zwischen:c. Hrn. Karl von Eberstein,hfl. Dillenburg. rc. Kammerjunker, und :c. Frauen Nkaximilianä gebornevon Büringen neulichst ein Ehebündnis geschlossen und durch priesterl. Kopulationadel. vollzogen worden, so ist von beiden Theilen, und zwar mit Konsens Dero rc.Eltern, absonderlich des Hochwohlgebornen Herren Hrn. Thristian Ludwigsvon Eber st ein, auf GeHofen w. Erbherrn, wie auch Inhaber derer gräfl. mans-feld. Ämter Lein- und Aiorungen, K. P>. u. Kurfl. Sachs., wie auch hfl. Anhalt. :c.