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vor Übersendung der mir vorlängst nusgcbetcncn Copie von dem Niedcrsöchs. Kreisständischen Scriptaäs ao. 1662, ingleichcn dem Pitschnft Nichts gedacht, so werden Sie nicht übel nehmen, daß solcheshierdurch nachmalen erinnere. Meines rc. Herrn Obcr-PostCommiss, dienstwilligster zc.
Mainz 20. Januan) 1725. G. F. Gr. von Gberstei».
Nachdem nun E. F. v. E. zum ständigen Gesandten und Minister an denkurrhein. Höfen ernannt worden war, bot ihm die geringe Entfernung seines wesentlichenDomizils Mainz von Dillenburg und Oraniensteiu die angenehme Gelegenheit, alteFreundschaftsbeziehungen sowohl zu dein Fürsten Wilhelm von Nassau-Dillenburg, wieauch zu dein Nassau-Diezischen Hofe zu Oraniensteiu zu erneuern und zu unterhalten. Dieintime Beziehung zu dein Fürsten Wilhelm schrieb sich schon aus seiner Jugendzeitdurch das dienstliche und freundschaftliche Verhältnis seines Vaters Christian Ludwig v. E.auf Neuhaus zu dem Anhalter Hause, und namentlich zu dein letzten Fürsten derHarzgeroder Linie her. Die Gemahlin dieses 1709 gestorbenen Fürsten Wilhelm vonAnhalt war Augusta Sophia geborene Prinzessin von Nassau-Dillenburg. Der späterregierende Fürst Wilhelm von Nassau-Dillenburg verbrachte den größten Theil seinerJugend bei seinen Verwandten auf dem Harze und war von Schloß Harzgerode ausauch oft auf der benachbarten Ebersteinischen Burg Neuhaus. Derselbe war auch zu-gegen, als bei des letzten Fürsten von A.-H. Leichenbegängnis E. F. v. E. dieParentation hielt, und nahm diesem das Versprechen ab, auch ihm einstmals dieLeichenrede zu halten.
Als nun der Fürst Wilhelm im Oktober (?) 1724 zu Dillenburg gestorben war,schrieb nicht nur die verwitwete Fürstin, sondern auch sein Bruder, Fürst Christian,an den Grafen v. E. und erinnerten denselben an sein damals gegebenes Versprechen.Letzterer war sofort bereit, den letzten Wunsch des verstorbenen Fürsten zu erfüllen, undkam um Urlaub auf 8 Tage bei dem Grafen Flemming und dem Minister vonSeebach ein. An letztern schrieb er:
Nr. 268.
Hochwohlgeb. :c. Herr Geheimer Rath und l'utrou! Eur löxeslleux beliebennicht ungütig zu nehmen, daß zu Dero allezeit zu meiner völligen gehorsamstenVerbundenheit gewesenen Dutwueinio mich abermalen wende. Ts hat der sängstverstorbene regierende Fürst zu Nassau-Dillenburg, von welchem ich über33 Jahre ganz besondere Güte genossen, sich aufm Todbette erinnert, daß ihmao. (709, da ich dein letzten Fürsten von Anhalt-Harzgerode (bei welchemer und seine Gemahlin fast erzogen) parentiret, auf sein Verlangen zugesaget hatte,wann ihn Gott einst abfordern sollte, ihme ebenmäßig die Leichenrede zu halten,weshalben nicht allein dessen Frau Witwe, welche eine Herzogin von Illoön,sondern auch sein Herr Bruder und Lueesssov, der jetzige regierende Fürst,selbst an mich geschrieben, und unter Vorstellen, daß dergleichen bei einem regieren-den Reichsfürsten mir keine Bedenklichkeit geben würde, also inständig darum er-sucht, daß es, zumalen mein NUnisterium sich ohnedem außer dem Alain zischenHofe nicht erstrecket, in Betracht der alten Freundschafts- und Dankverbundenheit,auch pressanten Verlangens nicht abschlagen können, sondern in soweit acceptiret,dafern vom Hofe die allergndgste. Erlaubnis bekommen könnte, mich von hierdeshalben absentiren zu dürfen. Habe auch sogleich an des Herrn Graf vonFlemmings Lxesllön/, solches berichtet, der mir schreibt, daß es auch an dashohe Geheime Consilinm melden solle. Weshalben Gur Rxesllsu^ als Vorsitzendemdirigirenden Blinister, gehorsamst ersuchen sollen, des hochpreislichen Geheimden-Raths (lollkAii hochgeneigte Dsriuission, daß auf 3 Tage nach dahin begebendürste, durch Dero hohen Vortrag und Vorspruch gleichfalls zu erwirken. Ichwürde solches in keine Wege verlangen, dafern jetzo, da ohnedem der Rursürstnoch in Franken und die Nimskri auf dem Lande, das Blindeste aus Nupis wäre,woran dergl. kurzes Abwesen die allermindeste Hindernis beursachen lönnte. lindwann allenfalls was vorfiele, so kann doch allezeit in 2^ Stunden wieder hier sein,wessentwegen ich alle erforderliche Veranstaltungen machen werde. Diese hohe