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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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(lominereinm litterurnm frei, sicher und beschleuniget verbleibe, wie ich dann auch außer Zwcisfelbin, es werde die gute Anstalt verfüget worden sein, daß die Briefe durch reitende Posten an dasToxische Postamt zu Erfurt geliefert und die von danncu auf unsere Posten geschickten ohne Hin-dernis; abgenommen und wciters befördert werden, wovon ich mir cito einige umständliche Zuverlässig-keit auSbittc.

Von denen Thätlichkcitcn, sonderlich, daß die Wacht das Gewehr auf unsere Post angeschlagen,habe ich in Mangclung Königl. Befehls nur etwas im Discurs einfließen lassen können. Ich versichere,daß man hier darüber recht erschrocken, sintemalen Kurfürstl. Gnd. nimmermehr etwas mit willen ge-schehen lassen werden, welches das gute Vernehmen mit Königl. Mjt. einiger Weise unterbrechen oderden Respcct gegen Ihren allerhöchsten Namen und Person antasten könnte. Mir wird eine Freude sein,mich zu erweisen meines rc. Herrn Ober-Post-Commissarii dienstbereitester Diener

Mainz 2i. April Z724. G. F. Gr. v. Eversten».

L. Zlonsienr Zlonsieur Ineobi Oomrnissglre-dsnsrnl ässDostes äs I-a. Uujssts Is Hoi äs?oIoAns, IZIseteur äsLuxe ö. I-ipxis.

Nr. 266. Schreiben des Grafen Ernst Iriedrich von Oberstem an den Gver-H»ostkom»niffar Jacobi, «1. ä. Mainz 5. Dez. 1724, die kursächs. H'ost zu Kr-fnrt betreffend.

Hochgeehrter Herr Post-Commissair! Daß dero unter d. 12 8^ an mich erlassenes nicht eher be-antwortet, dessen Ursache ist, weiln Sic mich darinnen auf dero ferneres Schreiben und ÜbersendungCopie des Script! der Niederstichst Kreisstände äs cw. 1662 vertröstet, welche ich aber noch nicht erhalten.Indessen kann ich nicht umhin, Ihnen hierdurch zu melden, daß man sich allhier beschweret und mirgleichsam vorgehalten, daß ich an Sic so gar ipsissimn vsrdn, deren sich die Confidentiorcs gegen michbedienet, überschrieben hätte; will also hierdurch bitten, dergl. ein wenig mehrererS zu mcnagircn, sinte-maln genug ist, daß Sic es wissen, um sich zu Dienst Königl. Maj. darnach richten und profitiren zukönnen. Das vor der Zeit Blosgcben aber damit nicht allein der Sache nachtheilig ist, sondere auchmich ohnverschuldet aus der Confidcnz verdränget und Andere gegen mich zurückzuhalten nöthigct. Dem-nächst vermelde, daß man sich hier gar sehr beschweret, daß von Seiten des Leipziger Postamtsneuerlich practeudirct würde, der beizulegenden Erfurtischcn Post-Diffcrennz halben cum Issiti-inato zu tractiren, und wolle doch seiner Seits ohne Legitimation verbleiben. Und dann wolle solchesden Postwagen zu Transportirung der Postbriefe brauchen und also keine Briefe an das kaiscrl.Postamt abgeben, welches crsterc ich mir um deswillen nicht einbilden kann, weiln die Erfurt. Re-gierung und die von dar deputirtcn Räthe durch den erhaltenen kurfürstl Befehl und Commission,diese Sache zu richten und beizulegen, meines Davorhaltens gnugsame Legitimation vor sich haben; das2tc kann mir vollends nicht überreden, gestalten es schnurstracks gegen mein von K. Maj dießfalls er-haltenes rc. Rcscript ist, wie auch gegen Dero mir übersandte Punkte, endlich auch ich glauben sollte,daß, wenn wir dergleichen practensiones neuerlich formirtcn, Sie Mir davon Nachricht zu geben nichtunterlassen haben würden, gestnlt leicht abzusehen, daß dergleichen sowohl,; dem kaiscrl. Postreservatals auch der von Knrmainz praetcndirendcn Territorial-Superioritaet also nahe eingreifendeSachen nothdringlich das Werk achrochiren müßte, habe also dieses als ein mal sutsnäu von der Er-furter Regierung tractiret, will aber hiedurch mir davon nicht alleine zuverlässige Erläuterung aus-kitten, sondern auch zugleich aus trcuester Pflichtschuldigkcit wohlmeinend an Hand geben, die Sachenicht zu hoch zu treiben, und versichere, daß, wenn wir darauf bestehen sollten, daß wir die Post-briefe und deren Felleisen nicht wie bis daher franco in das Taxische Postamt zu Erfurt einliefernund von selbigem wiederum annehmen wollten, auch unser Postfactor sich nicht Collcgir- und Distribui-rung derer Briefe in Erfurt vermengen und dessen sich anmaßen sollte, man von hier aus dergl.nimmermehr eingestehen, sondern sofort das Werk uä Enesurein bringen wird, welches ich dahin stelle,ob es uns nicht sonderliches praejudiz hicrinncnfalls geben dürfte. Womit verbleibe Meines :c. HerrnPostCommissarii dienstbereitester:c. G. F. Gr. von Eversten».

?r. 8. Vor die gütige Offerte wegen des Pitschafts bin verbunden und will solches gegen dank-bare Bezahlung gewärtigen.

Nr. 267. Schreiben des Grafen Krnst Ariedrich von Oberstem an den Gver-H'oltkominiffar Jacovi vom 20. Januar 1725, das H'ostwesen zu Erfurt ve-treffend.

HochEdlcr ?c. Ober-PostCommissaric. Aus Dero an mich erlassenem vom 12. habe ersehen, wieweit es in der Erfurtischcn Postsache bei letzterer Konferenz gediehen, dahcro ich alsofort Gelegenheitgenommen, mit hiesigen Ministris ausführlich von der Sache zu sprechen und melde im Vertrauen, daßman nunmchro von aller Aufkündigung abstrahiren wird; hingegen soll der Z. Punkt also eingerichtetwerden, daß, dafcrne über kurz oder lang sich dieser fahrenden Post und deßhalbigcn Vergleichswegen einige Differenz hcrfürthun und äußern sollte, sodann allerseits Interessenten sich dcssenthalbcnwieder zusammen betagcn und die Sache gütlich und zu unveränderlicher Beibehaltung nachbarlicherFreundschaft und guten Verständnisses billigmäßig ausmachen sollten. Weilen Sic in ihrem letzten