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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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Nr. 262. An Geh. Htäthe, daß der Kammerherr von Sverstein in Ankunft alsGraf geschrieben und tractiret werden fasse.

Nachdem Jhro Maj. der Kaiser Unfern Kammerherrn und am ChurMainzischenHofe der Zeit befindlichen Ministre Ernst Friedrichen von Eberstein in den Reichs-Grafenstand erhoben und Uns hiervon freundvetter-, brüder- und nachbarl. Nachrichtertheilet: Als ist hiermit Unser gnädigstes Begehren, ihr wolltet hiervon an UnserMarschallamt und gesamte Collegia gewöhnliche Notisicationes ergehen lassen, und daßbemeldter Unser Kannnerherr von Eberstein in Zuknnft als Graf geschrieben undtractiret werde, verfügen zc. Warschau den 6. Aug. 1722.

.4. k. Mr. Gr. von Mut-ulortt.

Am 8. Aug. 1722 mit der ordentl. Post nach Sachsen abgeschickt worden.

S. Gcheimkanzlciaktcn im k. Staatsarch. zu Dresden: Reichsgr.-Standeserheb. >ao. 1791 ff., Bl. 147—165Abschr. des Grafen-DiplomS für E. Fricdr. v. E. Bl. 152—165), auch S.-N. B. HXIV. Nr. 6343.

Nr. 263. Auszug ans dem Grafen-Aiplome für Grnst Ariedrich von Kberstein,1. ü. Wien 4. Januar 1718.

Wir Carl der Sechste von Gottes gnaden Grwehlter Römischer Kayfer,zu allen Zeiten Wehrer des Reichs, Aönig in Germanien rc. ic., „Bekennen ic.öffentlich mit diesem bricff und thuen kund allerniänniglich, wiewohl die höhe derRöm: Uayl: Würdigkeit w. mit vielen herrlichen Gdlen geschlcchtern w. gezieret ist,iedoch weillen solche Aayl. Hoheit, ie mehr die uhralte Gdle geschlechter Zhrenadelichen fürtrcfflichen tilgenden und Verdienen nach, mit ehren, würden, undwohlthaten begäbet werden, je herrlicher der thron kayl. Ulay: glantzet und schein-bahrlichcr gemacht würd rc. rc., und Wir dann auß ietzt berührter kayl. Hoheit:c.in gnaden vorderist geneigt seind, aller :c. Unserer :c. unterthanen :c. ehr, würdeauffnehmen und Wohlstand :c. zu beförderen, so seind Wir doch mehrer und be-gierlichcr gewogen, deren nahmen, stammen, und geschlecht in höhere ehr undwürde zu erheben und zu setzen, deren Voreltern und Sie von gutten uhralt-adelichenstand herkommen und gebohren, auch sich in Unseren rc. wichtigen Obliegenheitenund geschafften mit treuen :c. dienstcn standhafftig erzeigen und sich durch adelichetilgenden vor anderen hersürthuen: Wan Wir nun gnädiglich angesehen und be-trachtet die besondere tilgenden, vernunfft dapffer- und geschicklichkeit, fürtrefflicheaigcnschafftcn und löbliches wohlverhalten, wormit vor Unserer kayl: Mayt: dasfast von achthundert jähren her blühende Rittermähige gefchlechtderen von Gherstein auß welchem Uliser und deß Reichs lieber getreuer GrnstFriedrich von Gherstein eiitsprossel,, vielfältig angerühmet worden und in dennbeglaubten tourniers büchern sattsamb zu ersehen, was gestalten solches geschlechtden uhralten Ritterstalid ohnaussetzlich fortgeführet, iiiiiiiaßen vieler dieses staniinensund gcblüths zu geschweigen, cilff unter der fränkischen Ritterschafft bey dennenalten Ritterspielen nebst deiinen graffen außgezeichnet sich befinden, von welchenvorderist sein uhrälter vatter Philipp V0N Gherstein so weyl. Carl demfiinfftctt :c. allerunterthänigste Dienste geleistet, beobachtet wird, in deren Mi-schung nit iiiinder Unser freundlich geliebter Herr Vorfahr und AnHerr weylKayfer Ferdinand der dritte durch weyl. dessen Herrn bruder GrhherhogLeopold Milhelmh :c. schon von mehr dan sechzig iahren her seinem Groß-vatter Crnst Albrechten von Gherstein, bey welchem Gr in verschiedenenehren ämbtern zu kriegs- und sriedens Zeitten gestanden und seine männlicheDapfscrkeit, verübte Ritterliche thaten, gutten vernunsst, bekannte treu undteutsche auffrichtigkeit, sonderheitlich alß General Feldmarstlfast Lieute-nant ieder Zeith erwiesen zu etwelcher erkandnus der gräfflichen würdeversichern lassen, wie eß die noch vorhandene Griginal und andere schreibensattsamb bezeigen und mehrers bestätigen, solche kayl. gnade und würde aberauß erheblichen Ursachen biß ausf bequemblichere Zeitten vorbehaltenmüssen, Gr obgemelter Friedcrich Grnst von Gberstein nicht weniger seiner ange-