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aber, ihn in der Verbesserung seines Glückes zu hindern, billig Bedenken gefunden:so ist die gesuchte Erlassung in Gnaden zu ertheilen resolviret ^md dieses unter Deroeigenhändigen Unterschrift und vorgedruckten Fürstl. Geheimen Secret demselben, deineSie mit Gnaden gewogen verbleiben, auszufertigen besohlen worden. SignatumMoritzburg an der Elster den 17. Martis 1710.
Nr. 245. Schreiben Friedrich August's I. an Statthalter nnd Geheime Käthe,den Legations-Kath v. Oberstem betr.
Übrigens hat Unser gegenwärtig am Chur-Mainz. Hofe befindliche Kegations-Rntst von Oberstem zc. angelnnget, daß, nachdem Wir ihn schon ^c>. 1704 zumKof' und Justitien Rath in der Merseburg - Stifts- und GrbtlMdcs-Regierung, jedoch ohne Bestallung ernennet und nunmehro durch tvdl. Abgang desdortigen Hofraths von Bünau eine wirkliche Stelle und Besoldung nebst dem, wasderselben annectiret ist, vacant worden, Wir ihm solche conferiren mochten; welchemSuchen Wir denn auch in Ansehen seiner guten Dienste, falls nicht Jemand vorhanden,der vor ihm die Anwartung auf eine wirkliche Stelle alldort erhalten, in Gnaden stattgegeben. Als haben Ew. Lbdn. und ihr nicht weniger dieserwegen, und damit ihmdes von Bünau gehabte Besoldung ü äato, da selbige cessirt hat, gereichet werde,behörige Verfügung zu thun zc. Marienburg, den 14. Juli ^.n. 1710.
AuguMs liex.
VII. Abth. S.-R. Fr. Aug. I. Bd. XXIX. Nr. 2284 im k. Hauptstaatsarchive zu Dresden.
Nr. 246. Schreiben Ernst Ariedrichs's von Kberstein an den Kofrath Mesenich,Residenten zu Wien, <1. <1. Frankfurt 9. Jan. 1712, worin er die bei An-Wesenheit Karl's VI. in Frankfurt a. W. stattgehabten Feierlichkeitenbeschreibt.
HochEdler, zc. Herr Hofrath. Jhro Kaiserl. Maj. sind am Neujahrtage vondenen sambtl. Kurfürsten nach Dero Quartier aus dem Dom, woselbst Sie dem HohenAmt, welches der Hr Bischof von der Neustatt gehalten, beigewohnet, begleitet worden.Als die Tafel serviret, trat der kaiserl. Oberst-Kammerherr in die Retirade und zeigtees an, worauf erst Kurpfntz, nachher der Kaiser und hinter Ihm Knrnminx lindTrier alle ohnbedecket herauskamen. Als die benediction geschehen, setzte sich derKaiser allein zur Tafel und blieben die Kurfürsten nebenst der Tafel, jedoch unterder Stufen rechter Seits, als erst Kurtrier, dann Kurmainz in der Mitten undletztens Kurpfalz stehen, bis der Kaiser getrunken, nachdem Sie ihren Abtritt nahmenund Jeder nach seinem Hause fuhren. Am Montage tractirte Kurmainz den Kaiser,welcher an einer langen Tafel auf der breiten Seiten allein, und auf der schmalenrechtwärts Kurtrier und Mainz, als Wirth unter selben, und linkwärts Kurpfalzsaßen, und ward Jedem von einem besondern Vorschneider, so alles kurfürstl. Kammer-herrn, davon der kaiserl. in der Mitte dein Kaiser gleich gegenüber und die andern2 neben diesem standen, das Essen dem Kaiser auf vergoltenen, denen Kurfürsten aberauf silbernen Tellern gereichet. Das Trinken brachte an den Kaiser dessen KammerherrGraf von Altheim und an die Kurfürsten 3 mainz. Kammerherrn, welche auch,nachdem der Kurfürst von Mainz dem Kaiser das Serviet beim Handwasser, so mainz.Hrn. Ministres trugen, selbst gereichet, denen 3 Kurfürsten zusammen bei einein Lavoirdie Servietten präsentirten. Dabei zu gedenken, daß der Kaiser sich noch allezeit dasTrinken knieend reichen und darbei serviren läßt: Der Kaiser trank anfangs KurmainzGesundheit, erhob sich ein wenig vom Stuhl, der Kurfürst aber blieb die ganze Zeitstehen. Darauf fing Kurmainz des Kaisers Gesundheit an, so er Kurtrier und dieserKurpfalz brachte. Als Kurpfalz solche getrunken, trank der Kaiser Kurtriers Gesund-heit, nachdem Kurmainz der Kaiserin Gesundheit an Kurpfalz brachte, so er Kurtrierwieder alles stehend zutrank. Worauf der Kaiser letztens Kurpfalz Gesundheit trank.Die Speisen wurden alle durch Kammerherren, so mainzische Trabanten beglei-teten und der Marschall mit dein Stabe führte, aufgetragen. Den Dienstag