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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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(V. 8.) lloli. .lue. NüIIer v.

In t. Xeuä. Vroli.

DerAssessor zc. und Kammerjunker zu Merseburg" Ernst Friedrich v. E. hielt23. Mai 1703 bei der feierlichen Beisetzung seines Oheims Domherrn Anton Albrechtv. E. in dem Erbbegräbnisse zu GeHofen nach Beendigung der geistlichen Rede dieAbdankung.

1704 ernannte ihn Kurfürst Fr. Aug. I. von Sachsen (König August von Polen)zum Hof-, Justitien- und Konsistorial-Rathe bei derselben Regierung. MitVerwilligung des Statthalters Herzogs Moritz Wilhelm zu Sachsen-Merseburg tratErnst Friedrich von dieser seiner Stellung bei der Merseburger Provinzial-Regierungam 17. März 1710 über in die unmittelbaren Dienste des Königs, und zwar zunächstals Legationsrath am kurmainz. Hofe*).

Nr. 243. Schreiben Ernst Iriedrich's v. K. an Kerzog Woritz Wilhelm zuSachsen, postulirt. Administrat. des Stifts Naumburg, d. d. Dresden 1. Würz171V, die Mitte um Entlastung aus besten Diensten enthaltend.

Hochwürdigster zc. Obwohln nie vermuthet, Ew. Hochfürstl. Durchl. Dienste eherals mein Leben zu quittiren, so scheinet es doch, als ob die Göttliche Fügung hierinein Anderes disponiren wollte. Dann Jhro Königl. Most. Allergnädigst resolviret,Dero Dienste mich, sonder daß davon das mindeste gewußt, zu würdigen. Gestaltennun diese allergnädigste Intention von solcher Beschaffenheit, daß, weiln ich meinzulängliches und convenables Hinkommen dabei finde, ich nicht Ursach gehabt, derselbenmich zu entziehen. Als habe im Namen des Höchsten bis auf Ew. Durchl. gnädigstepermission und Genehmhaltung zu Annehmung dieser Jhro Königl. Majt. Dienstenmich entschlossen. Und da Ew. Hochfürstl. Durchl. ausnehmende Clemcnce und bekannteElsusrosils mich gewiß hoffen lässet, Sie werden dießhalben keine Ungnade auf michwerfen, vielmehr mich Dero Hochfürstl. Hulde allezeit aufs mildeste eingeschlossen seinlassen, die ich nichts weniger in Zukunft durch möglichste gehorsamste Dienstbegierdeund unterthänigsten Respect zu verdienen trachten werde: So erkühne mich hierdurch,Ew. Hochfürstl. Durchl. Höhestes Consentiment darob aufs Submisseste mir zu erbitten,zuförderst aber Deroselben zc. vor die vielen Gnadenbezeigungen, so ich während derZeit, da ich die Elloirs gehabt, in Dero treueste Dienste zu stehen, genossen, denrespectueusesten Dank vorläufig zu erstatten, welchen bei meiner Hinunterkunft zuerstatten in äußerster Unterthänigkeit zu wiederholen und meine dießfallsige unver-löschlich devoteste Erkenntlichkeit dehmüthigst zu versichern die Gnade haben werde.

Hochwürdigster zc. Cur zc. treuunterthänigster zc. G. A vo» GberKM.

Nr. 244. Nesotution ä. ä. Worihöurg an der Elster 17. Marz 171V.

Dem Hochwürdigsten zc. Fürsten zc. Moritz Wilhelmen, Postulirten Admini-stratorn des Stifts Naumburg, Herzogen zu Sachsen zc. ist gebührender Vortraggeschehen von dem, was Dero zeithero gewesener Hof-, Justitien- und Conststoviol-Rath, Herr Ernst Friedrich nun Gderstei», wegen Mutation seiner Diensteunter dem dato Dresden den 1. Martij 1710 unterthänigst zu erkennen gegeben undgebeten. Ob nun wohl Höchstbesagt Dieselben ihn gern länger darinnen sehen undderen Continuation zu Ihrem gnädigsten Gefallen genießen mögen; alldieweiln sich

*) In seinem Briefe v. 21. Febr. 1746 an den Baron v. Hattstein zu Fulda sagt E. F. v. E.:Noch mehrers, so hat der große Gott mich über 16 Jahre in geistlichen Lousistorüs und weltlichenRegierungen als Rath sitzen lassen, ehe ich nachher über 26 Jahr in publique» Geschäften als Königl.Gesandter fast an alle große Höfe durch ganz Deutschland verschicket worden bin."