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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
Entstehung
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Die Stammtafeln.

Nicht blvs für eine eigentliche Familiengeschichte, sondern gerade auch fürein einer solchen zn Grunde liegendes Urkundenbuch sind das Geschlechtsregisteroder die Stammtafeln des Geschlechts eine unumgänglich nothwendigeBeigabe. Sie enthalten ebenso die stemmatographischen Ergebnisse aus denUrkunden, als sie beim Lesen und Verstehen der Urkunden zu Hülfe kommen.Den Stammbaum eines Geschlechts und eines von mäßiger Ausbreitung, wiedes Hauses der Herren v. Jleburg, geschweige denn eines aus der doppeltenund dreifachen Anzahl von Mitgliedern bestehenden, auf einer Tafel darzu-stellen, halten wir für einen Fehler, durch den nicht die beabsichtigte Uebersicht-lichkeit gewonnen, sondern vielmehr beeinträchtigt und erschwert wird, abgesehenvon der UnHandlichkeit so großer Tabellen, der oft nöthigen Verkleinerung desDruckes und zahlreichen leidigen Abkürzungen, die meistens nur dem Autorselbst geläufig sind und bleiben. Ein nothwendiges Requisit für den Entwurfund die Darstellung von Stammtafeln ist, daß sie nicht nur jedem Familien-glieds, sondern auch allen außerhalb der Familie Stehenden, dem Studium ihrerGeschichte sich Zuwendenden leicht verständlich sind und eine mühelose Orienti-rung vermitteln. Uebersichten der Genealogie einer ausgebreiteten Familie aufeiner Tabelle erscheinen uns nur dann zulässig und nützlich, wenn es unterFortlassung aller weiblichen Mitglieder und der kinderlos verstorbenen Söhneetwa gilt, eine Darstellung der Verzweigung des Geschlechts zu geben oderdarzuthun, wie eine oder mehrere Linien oder Personen der Gegenwart mitdem Stammvater des Geschlechts in Verwandtschaft stehen.

Diesen Grundsätzen gemäß haben wir den Stammbaum der Herren v.Jleburg auf mehreren Tabellen dargestellt, zumal sich das Geschlecht vonfrüher Zeit an schon in seiner Heimath Meißen und Sachsen in mehrere Haupt-und Nebenlinien theilte und außerdem in der benachbarten Niederlausitz und demKönigreich Böhmen in die Häuser Eilenburg, Liebenwerda-Calau, Uebigau-Sonnenwalde und Wahrenbrück. Aus dem Hause Eilenburg stammt die Böh-mische, aus Sonnenwalde (Uebigau) die noch jetzt blühende mehr als 4V0jäh-rige Preußische Linie.