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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
Entstehung
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KrMutmmgm der Abbildungen.

I. Grabsteine.

Von den zahlreichen Grabmonumenten, welche die Herren o. Jlebnrg hiern»d dort in Sachsen, Meißen, der Lausitz und Böhmen gehabt haben, hatdie Ungunst der Zeiten nur wenige, aber immerhin doch einige sehr bemerkens-werthe übrig gelassen. Nur fünf Jlebnrgische Grabsteine sind auf unsere Zeitgekommen; einer gehört dem Ende des 13., einer der Mitte des 14., zwei demEnde des 15. und einer der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an. Die dreiältesten und merkwürdigsten enthält die Kirche des Jleburgischen Familienklosterszu Mühlberg, die beiden jüngeren die Kirche zu Charvatec in Böhmen mit derErbgruft der dortigen Linie.

Nicht auf freien Gottesäckern oder in schlichten Dvrfkirchen sind die Ruhe-stätten edler und ritterlicher Personen des Mittelalters zu suchen; vielmehr gingdamals das Streben bei allen Personen ausgezeichneten Standes dahin, ihreGruft in den gottgeweihten Mauern eines Klosters oder einer Stiftskirche zufinden, eine Gruft, die, wo sie nicht durch das vogteiliche oder oberherrlicheVerhältniß sich von selbst verstand, mit größern oder kleinern Opfern an Geldund Gut erworben zu werden pflegte oder auch durch das Verhältniß der Brüder-schaft mit einem Kloster- oder Stistsconvente.

Bei den Beziehungen, in welchen das Jleburgische Geschlecht zu dem vonihm 1228 gestifteten Familienkloster in Mühlberg verblieb, war es selbstver-ständlich und entsprach dem Zwecke der Stiftung, daß die Mitglieder der Familiein der Klosterkirche ihre Ruhestätte erhalten mußten. Und zwar deckte dieGruft eines Jeden sicherlich ein mit einer Inschrift versehener Grabstein, gleich-wie auch die Gräber sämmtlicher Conventnalinnen des Klosters und zumal derDignitarien des Convents, in dem, wie die Urkunden ergeben, sich nichtwenige Töchter des Jleburgischen Hauses befunden haben, auch gegen Ende des14. Jahrhunderts ein demselben ungehöriger Klosterprobst.