Die Stammtafeln.
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Das Proömium der Jleburgischen Stammtafeln bildet eine solche derBurggrafen v. Wettin, als des Stammgeschlechts, aus dem die Herren v.Jleburg als ein Zweig entsprossen sind, von Conrad, dem ersten Erwerber desSchlosses und der Herrschaft Eilenburg, von welcher er fortan den Namen führt.Wir haben hier zum ersten Male einen Entwurf einer Stammtafel der Burg-grafen v. Wettin versucht, von denen noch eine gründliche Stemmatographiefehlt, wenn auch mehrere historische Werke mancherlei Urkundliches zu ihrerGeschichte enthalten, wie z. B. v. Dreyhaupt Beschr. d. Saalkreises II. S. 790 ff.,in den Nachrichten über Golßen von Gallus (Beitr. z, Gesch. u. Alterthums!,der Niederlausitz I. S. 91 ff.), in Knothes trefflicher Geschichte der Herrschaft Puls-nitz und in Th. Scheltz Gesammtgeschichte der Ober- und Niederlausitz S. 502 ff.,an welchem letztern Orte aber über die Anfänge des Geschlechts durchausirrige Nachrichten gegeben sind, deren Berichtigung nicht hierher gehört. DieAusgänge des Geschlechts sind unseres Wissen nach nicht genügend untersucht,was nur mit Hülfe noch ungedruckter Urkunden der lausitzischen Archive desDresdner Haupt-Staats-Archivs u. a. m. wird geschehen können.
Die beigehende Stammtafel, von welcher nur die ersten Generationen fürdie Jleburgischen Anfänge in Betracht kommen — die übrigen freilich auchfür die weitere Geschichte des Geschlechts, zu dem die Burggrafen v. W. biszum Ausgange des 14. Jahrhunderts in nahen, auch verwandschaftlichen, Be-ziehungen standen — will nur als ein Versuch betrachtet sein zu einer Grund-lage für spätere genauere Untersuchungen.
Dasselbe kann auch nur für die Geschlechtstafeln der Herren v. Jleburgselbst der Fall sein, theils wegen des trotz seines Umfanges dennoch vielfach lücken-haften urkundlichen Materials, theils wegen der sehr bedeutenden Schwierigkeiten,die sich für die Jleburgische Genealogie dadurch darbieten, daß bei dem Geschlechtevom Ende des 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, die kurze BöhmischeLinie, bei der der Taufname Wilhelm erscheint, und ein Fall der Stammlinie(Richard) ausgenommen — nur zwei Taufnamen Botho und Otto sich zeigen,die auch allein nur bei den mehreren Söhnen einer Person oder zweier Brüderwiederkehren, gleichwie dasselbe bei andern Dynaftengeschlechter, den Vögten vonPlanen und Weida, die sich ausschließlich nur des Taufnamens Heinrich be-dienen, mehr oder minder bei den Burggrafen zu Dohna, und den v. Bünau, beidenen bis auf den heutigen Tag nur die drei Taufnamen Rudvlph, Güntherund Heinrich gebräuchlich find, u. a. m. der Fall ist. Andere Schwierigkeitenmögen wir hier nicht erwähnen; sie liegen zum Theil in der gleichen Unter-scheidungsbenennung gleichnamiger Brüder und Vettern, als der ältesten, älteren,alten, mittleren, jungen, jüngeren und jüngsten, zum Theil in dem Gemeinschafts-besitz derselben Güter.