ArkundtM-Ausätze.
Die Hvffmmg auf eine nachträgliche Auffindung Jleburgischer Urkunden,deren Wahl viele unwiderbringlich verlvreu find, manche aber noch in solchenöffentlichen und Privatarchiven verborgen liegen, in denen sie nicht vermuthetwerden können, wurde noch ganz zuletzt, als das Werk fast bis zum Schlüsse ge-diehen war, durch die Mittheilung der hier folgenden, zum Theil sehr wichtigenUrkunden aus dem K. K. Hausarchiv zu Wien erfüllt, nachdem frühere Anfragenohne Erfolg geblieben waren. Die erste dieser Urkunden ist der Kaufbrief übereinen Antheil der Herrschaft Eilenburg Seitens Ottos d. Aeltesten und Bothosv. I. an Thimo Herrn v. Cvlditz vom Jahre 1378 und abgesehen davon, daß erdie Zeit und Art des Verlustes der Herrschaft (worüber bisher nur allgemeinechronikalische Aufzeichnungen vorlagen) klarstellt, giebt uns die Urkunde daserwünschte Verzeichniß der stattlichen Potinenzen des verkauften Antheils derHerrschaft Eilenburg an zahlreichen Dörfern und wichtigen Gerechtigkeiten.
1) (856) ^8. «ctober
fBodo Domherr und Thesanrarius des Hochstifts Merseburgist Zeuge in einer Urkunde Friedrichs Bischofs zu Merseburg.
vatuln anno äointnl lVI°. 00. UXIX°. VIII läns Ootobris.
Gedruckt in
Hasche Magazin der Sächs. Gesch VI. S. 267. Es ist sehr frag-lich, ob mit dem Obigen ein Herr v. Jleburg gemeint sei oder einHerr v. Torgau, da bei letzterer Familie, die gleichfalls imMerseburger Domcapitel erscheint, nicht selten der TaufnameBvdv vorkommt, der sonst nicht häufig in jener Gegend gefundenwird, z. B. bei einem Bruder des Pfarrers von Welchow ineiner Urkunde des Klosters Grimma aus dem 13. Jahrhundertf. Ibiä. VI. S. 202, 203. — Derselben Zeit mag der PriesterHermann v. Jleburg angehören, dessen Gedächtniß in dem Todten-