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wurde nin 10. April 1815 wirklicher Capitain und Comp.-Chcf im 4. Ostpr.Jnf.-Reg. ^)
Nachdem Gustav nach dem Frieden noch bis in das dritte Jahr im Dienstgeblieben war, drängte sich in ihm die Überzeugung auf, daß sich in nicht fernerZeit die volle Invalidität unvermeidlich bei ihm einstellen würde, da eine ge-wisse Schwäche, welche infolge der Verwundung in dem rechten Beine zurück-geblieben war (indem ihn oft das täuschende Gefühl belästigte, als ob das rechteBein kürzer sei als das linke, woher es kam, daß er beim Gehen des Abendsmit dem einen Fuße immer auf den Boden stieß), ihm am dienstlichen Reitenwesentlich hinderlich war. lind so faßte Gustav, da auch der Gebrauch vonBädern (u, a. Alexisbad im Harze) keine Besserung brachte, den ihm schwerwerdenden Entschluß, um seinen Abschied cinzukommen. Das Nähere ist er-sichtlich ans folgenden Dokumenten:
Schreiben Gnswu'-z an de» Gbrrjt und Ärigode-tlommandeur u. Clanfcnüti d. d.
Ämizig, Anfang Jan. lölL.
Hochwohlgcborner Herr, Hochzuverehrender Herr Obrist und Brigade-Kommandeur!Ew. Hochwohlgeboreu gnädige Gesinnungen, mit denen Sie fortwährend an einer jedenBegebenheit, welche in einem Rcgimcnte vorfällt, in dessen dankbarem Andenken Sienie erlöschen werden, so gütigst Theil nehmen, macht es mir zur Pflicht, Ew. Hoch-wohlgeboreu mit einem von mir gefaßten Entschluß bekannt zu machen, und zugleich,in Berücksichtigung der von Demselben gegen mich beständig geäußerten Gute, umEw. Hochwohlgeboreu gnädigen Rath und Mitwirkung bei Ausführung meines Vor-habens nntcrthänigst zu bitten.
Meine bei Dcnnewitz erhaltene Blcssnr macht es mir unmöglich, dem AllerhöchstenDienst so vorzustehen, wie es von jeher mein Bestreben gewesen ist und, wie ich mirschmeichle, ihm zur Zufriedenheit meiner Vorgesetzten vorgestanden zu haben. Unterdiesen Umständen bleibt mir nichts anderes übrig, als um meinen Abschied nachzusuchen,und es ist mein Vorsatz, diescrhalb im Monat Februar einznkommen. Da ich indcßein nur unbedeutendes Vermögen besitze und es mir daher schwer werden würde, vonder gewöhnlich mit meinem Range verbundenen Pension zu leben, es auch für einenan Thätigkeit gewöhnten Menschen unerträglich ist, ein nnthätiges Leben zu führen, sogeht mein Wunsch dahin, im Civil angestellt zu werden, wo eine Versorgung imPostfache sowohl meiner Lage am angemessensten, als meinen Wünschen am zu-sagendsten wäre.
Wie viel früher ich dieses mir wünschcnswerthe Ziel erreichen würde, wenn Ew.Hochwohlgeboreu die Gnade hätten, mich mit ihrer Vorspräche zu unterstützen, bedarfbei der Achtung, in welcher Hochdieselben sowohl bei Sr. Majestät dem Könige, alsauch Allerhöchstdcsscn Umgebungen stehen, keiner Erwähnung ?c. zc. und verbleibe mitder ausgezeichnetsten Hochachtung Ew. Hochwohlgeboreu ganz gehorsamster Diener
U. v. Lbsrstsin 2ts.
Antwort de? Morsten v. Clan fem ist d. d. Glogau, lL. Innnnr l8l8.
Sehr werthgeschätzter lieber Freund! Herzlichen Dank, lieber Eberstcin, für dasZutrauen und gütige Andenken, welches Sic mir durch Ihr Schreiben von neuembeweisen ?e. Mit großer Bereitwilligkeit werde ich daher nicht allein bei dem Kriegs-minister, sondern auch bei dem Flügel-Adjutanten des Königs v. Witzlcbcn mich fürSie verwenden und meiner Pflicht gemäß die Ansprüche zur Sprache bringen, welcheSic an den Staat mit Recht machen können. Um daß jedoch meine Bitte für Sicnicht vergessen wird, che von Seiten des Regiments Ihr Antrag geschiehct, so werdeich genannte Schreiben erst nach dem 2t». Febr. abschicken.
Vorhero erlaube ich mir jedoch Ihnen, wcrther Freund, nochmals aufmerksam zumachen, daß, wenn es irgend möglich ist, und Ihre Gesundheit es Ihnen erlaubt, Sichnicht zu übereilen. Sie haben das Gehalt von 1200 Thlrn., sind noch in den bestenJahren und gewinnen offenbar, wenn Sie noch eine Zeit fortdicnen, wodurch Sie
* Auszug aus der CabinctS-Ordre v. 14. Febr. 1814: Das Eiserne Kreuz2 r. Klasse, welches dem Major v. Wcgncrn 4ten Ostprenß. Jnf.-Ncgts. für sein Wohl-verhalten bei der Einnahme von Arnheim bestimm) worden, kann, da er dieses Kreuzschon für Auszeichnung in der Schlacht bei Dcnnewitz erhalten hat, dem Stabs-Capitain v. Eberstcin II. für sein tapferes Benehmen in erwähnter Schlachtzu Theil werden.