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Folge 5 (1885)
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gehabt; sie stammen ja auch von Adam und Noah, sodaß ihnen ja wohl eine Erkenntnisvon Gott übrig geblieben sein kann, welche sich unter ihnen erhalten nnd immer fort-gepflanzt. Warnm gicbt sich aber Herr Starck so uicl Mühe, die indische Religionans dem Heidcnthnm Herzuholen und die Juden insgesamt unter Mose so dummnnd einfältig zu beschreiben. Gewiß müssen unter den damaligen Inden auch ver-nünftige Leute gewesen sein, ja große Künstler, man lese nach, was für künstlicheArbeiten an der Stiftshüttc gemacht werden mußten, diese wurden ja alle von Indenverfertiget Welche vergebliche Mühe hat Herr Starck sich gemacht, daß Er das Heilvon den Heiden holen will; glaubt er die Schrift, so lese er nach Joh. 4. V. 22.Römer 3. V. 2. Kap. 9. V. 4. 5. Herr Starck hat meines Bedünkcns den DeckelMosis vor dem Gesicht, wann er die Schrift liefet, sowie die Meisten, besonders dieKlugen nnd Weisen dieser Welt, für welche er sich so sehr interessirt gleich anfangsin seiner Mosaischen Kosmogonie. Er stehet daher nichts als Historie, Politik, Ccri-monicn in allem, was in den Büchern Mosis stehet, sonst nichts, doch setzt er Mosisgöttliche Sendung außer allen Zweifel. Man gibt zu, daß unter der Bilderspracheder Alten viele Geheimnisse der wahren Religion zu finden, aber warnm will mandenn leugnen, daß in den Büchern Mosis nnd dessen Schriften nnd darin aufgezeichnetenVorgängen, Gesetzen nnd Cerimonien nichts von Geheimnissen der wahren Religionsei. Lese Joh. 5. V. 39. 40. 45. 46. 47. dann er hat von mir geschrieben. Welchesmeines Erachtcns nur denen offenbaret wird nnd einleuchtet, die in Dcmuth Gottsuchen, in dem wahren und ernsten Vorsatz, Ihn zu lieben nnd Ihm zu gehorsamen,alles andere aber, was nicht zum Reich Gottes gehöret, nach der Vorschrift üssu Christizu verlassen denen anderen Klugen und Weltweiscn, nnd denen, die nicht nach Gottfragen, hleibct das Lsssntürls verborgen; diese sehen nur Historie, Lolitigue zc., kurzdie äußere Schale, auf daß sie sich, wie Lauius sagt, der hohen Offenbarung nichtübcrhehen, damit stolziren und wie Imoiker über alles her fliegen und ihre Sündengegen Gott nicht mehr häufen: denen andern Klugen und Weltweisen glcichsfalls, daßsie ihre Sünden nicht hänfen, indem sie das Wissen haben nnd doch weder daswollen noch thnn. Joh. 9 V. 39. 4V. 44. Imo. 10. V. bis 22. Joh. 6. V. 44. 45.

Hiermit wirst Du Deine Fragen durch Gottes Beistand soviel mir gegeben ist,zum Theil beantwortet finden, auch diese:Haben wir nicht selbsten im Christcn-thnm Geheimnisse? ist es genug, die Sinnbilder wissen nnd mit machen?"" Auf dieerste Frage dienet: das ganze Christenthnm ist nnd bleibet ein Geheimnis für die, diekeine wahren Nachfolger Christi werden wollen. Ans die zweite Frage bitte 1. Korinth.1 u. 2 nnd hierin besonders V. 7. 8. 9 bis zu Ende zu lesen, hier wirst Du finden,worauf alles ankommt, hierzu dienet noch Röm. 3 das ganze Kapitel, worin es kurzauch heißt V. 9: Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wer nun ChristiGeist hat, der hält sich auch zu und an denselben, nnd nicht an die Sinnbilder nndäußeren Dinge, er folget im Geiste seiner Braut und sonst kann ihn nichts mehrbefriedigen und in dieser Welt ergötzen; er macht es nicht wie dortcn jene 9ne Imo.17 V. 1119, sondern er kehret von den Priestern und ihren Sinnbildern ab undfolget nun dem, der ihn rein gemacht, danket nnd verherrlicht Gott nnd lässet sichnnnmehro dessen Gnadengcist leiten und führen, welcher, wann wir treu bleiben, unsgöttliche Kräfte einflößet, darin dann die Weisheit Gottes aufgehet, gleich auch dieschönen Gottesdienste in unserem Herzen nnd Gemüthe. Ehe aber diese göttlicheFrucht zur Reife kommt nnd das erstgcschaffcne Bild in uns völlig hergestellct und vondes Satans höllischem Zusatz ganz gcrcinigct wird, gehöretZeit, viele Übung, Geduld,Streit, Prüfung nnd Läuterung dazu;.daher derjenige, welcher in diesem Feuer nochungeübt ist, vorerst nichts als lauter llnvollkommenhcit und Schwachheit an sich sieht,woran sich aber unsere Vernunft weder stoßen noch ärgern muß, sonsten macht mandas Übel nur ärger; man muß das Rad der seelischen Geburt aus der Natur inChristo führen können, daß es mit dem göttlichen Licht angezündet werde, wo dasBöse dann in Gutes verwandelt wird und alle finstere Gestalten nun im Lichtebrennen und in der Lichtwelt leuchten, wo die Sinnen mit göttlichem Verständebestrahlet werden, daß man alles himmlisch deuten kann. Da dann der Spruch Röm.8. V. 28 offenbar wird, nämlich: Wir wissen aber, daß denen, die Gottlieben, alle Dinge zum Besten dienen, oder mitwirken müssen, die nachdem Vorsatz berufen sind. Es werden Dir einige der vorher oben geführtenAusdrücke und Redensarten, vornehmlich anfangs, paradox vorkommen, denke ihnenaber nach, es sind göttliche Wahrheiten, die Gottes Gnade ans Licht gestellt, dasFeuer ist darin entdeckt, wovon der Heiland sagt lme. 12. V. 49: Ich bin gekommenein Feuer anzuzünden, was wollte ich lieber, es brennte schon!

Üm Dir, lieber Freund, die Tiefe im Inwendigen noch mehr zu zeigen, so

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