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Folge 5 (1885)
Entstehung
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307
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N. S, Hu. Wann ist denn die Fr. v. Guttenberg gestorben? und wo. Lebt IhrHerr Vater noch? und darf ich um den Geburtstag Dero Frau Mutter nebst Ver-mählungstag, sowie der Frau Schwester bitten, um meine gcnealog. Tabellen zu be-richtigen. Beim Geburtstage bitte ich auch den Ort der Geburt und den Monatstaganzumerken.

Antwort de? ünmuierherrn Karl Theodor u. Edelstein n» den Höhrath Wilhelm

u. Edcrstrin <1. <1. Ilegenpbnrg, l.12. Ziinnrr > 700.

Hochwohlgeborner Reichsfrcihcrr, hochgeehrtester und liebster Herr und Vetter!Ew. Hochwohlgeboren sehr vcrehrlichc Antwort in Betreff der erbetenen Aufklärungenüber unsere Familie hat mich zu meiner größten Freude von Hochdcro fortwährendenFreundschaft überzeugt. Ohne wciters uns zu komplimentiren, schreite ich zur Sache.Ich bitte Sie, bester Vetter, überzeugt zu sein, daß ich mit der Herausgabc unsererFamiliengeschichte, die ohnehin nur für die Familie als Npt. aufgelegt werden wird,nicht zu sehr eilen werde. Ich habe schon vor 3 und 4 Jahren daran gesammelt undsamle und feile vielleicht noch ebenso lange daran. Unter den Lubsickiis dazu gebenSie Ute) die vorhandenen Ahncnprobcn des sel. Gr. Ernst Friedrich v. E. zu Merse-burg und des Domherrn Anton Albrecht zu Halberstadt, desgleichen jene von GeorgErnst zu Naumburg v. d. I. 1675-1703 an. Besitzen Sie dieselbe und gehen sieweiter als auf Philipp's v. Eberstein Vater >434? Wollten Sic mir Wohl Abschriftendavon zukommen lassen?

Auf die von dem sel. Gr. Ernst Friedrich gesamleten Traditionen (wovon icheinige wenige Stücke habe) halte ich, aufrichtig gesprochen, nicht viel, weil ich weiß,wie der sel. Graf von gewissen Principicn, namentlich über die Abstammung von denschwäb. Grafen v. E. eingenommen Ware, die doch meines Erachtcns nach kaum zubehaupten sein dürften. Ichwünschte jedoch diese MacUtione» vollständig zu besitzen undbitte um deren abschriftl. Uberschickung. Das Notariats-Jnstrumcnt v. I. 1550,welches Sie, liebster Vetter, in Händen haben und welches Georg v. Eberstein, denSie für den Vater unsers Stammvaters Philipp's halten, ist merkwürdig und bitte ichebenfalls um eine Abschrift davon. Jndeß kann ich diesen Georg für nichts wenigerals für unsers Philipp's Vätern ansehen.

Daß unser Stammvater Philipp auch Güter in Öestreich, Tirol ec. besessen, warmir unbekannt. Ich habe wirklich in der Ordnung der 10 Kreise v I. 1525 einenPhilips zu Eberstein zu Rüxing gefunden. Ob es aber der nnsrige seie, davon binich noch nicht überzeugt. Ich finde nämlich in Büsching und Hnbner nur zwei Rüningen,das eine in Kram, und in diesem Falle ist dieser Philipp einer von denen in Kärntenund Krain schon längst zuvor etablirtcn Herren und Grafen von Welz zu Ebcrsteingewesen, der uns gar nichts angeht, obgleich diese Familie auch fränkischen Ursprungsist. Oder es gibt jenes Rixiugen im Westerreich an den Lothringischen Grenzen, unddann war dieser Philipp einer der schwäbischen Grafen v. Ebcrstein. Auch das SchloßEberstein in Tyrol hat unser Philipp nicht erbauet. Es stand schon ungleich längerund gehörte, sowie die ganze Herrschaft dieses Namens, denen Herren v. Ebcrstein,welche im 13. Jahrh. schon ausstarben; denn Susanne v. Eberstcin, Hrn. Eustachi!v. E. Tochter, brachte sie 1280 schon an ihren Gemahl Friedrich v. W eltz, der daherund seine Nachkommenschaft den Beinamen Herr zu Ebcrstein annahm (vick. Bieder-mann, 'lad. xsus al. der gräfl. Häuser, 1'ad. 130).

Ich zweifle, daß Herr Koadjutor von Mainz aus gewissen politischen Ur-sachen gerne ein Empfehlungsschreiben an Gr. Hazfeld erlassen wird. Wenn esIhnen bloß darum zu thun ist, um näher mit ihm bekannt zu werden, so kann ichIhnen ein Schreiben an denselben zuschicken, da ich ihn, sowie auch meine Frau, vonWnrzburg und Mainz aus sehr gut kenne. Soll es hingegen ein Empfehlungsschreibenvon jemandem von größerm Gewicht sein, so will ich suchen, Ihnen dieses anderswoher zu verschaffen Befehlen Sie mit mir.

Meine Frau empfiehlt sich gehorsam, und ich mich ebenso Hochdero Frau GemahlinVon unserem Vetter Albrecht bekomme ich schon auf einige Briefe kciiE Autwort.Wo es fehlen mag! Von Ihrem Hrn. Bruder erhielt ich neulich einen Brief ansKönigsberg, der mich sehr gefreuct hat. Leben Sie wohl, schenken Sie mir fernerIhre Gewogenheit und Freundschaft und seien Sie der meinigen gewiß, der ich mitvollkommenster Hochachtung die Ehre habe zu verbleiben Ew. Hochwohlgeboren ge-horsamster Diener, Freund und Vetter Ebersteiu.

Schreiben üarl Theodor'? an seinen Uctter Wilhelm in Orepdcn.

Hochwohlgeborner Reichsfreiherr, Hochgeehrtester Herr Vetter! Ich bitte um Ver-gebung, daß ich nicht eher Hochdero Schreiben v. 20. v. M. beantwortet habe; theils

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