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Markgraf Albrccht von Brandenburg legte 12. Aug. 1457 die Fehde undZwietracht bei, welche zwischen Asmus v. Eberstein einerseits und der StadtRothenburg a. d. Tauber andererseits obgewaltet und 17. Nov. 1459 legtederselbe die Zwietracht bei, welche zwischen Endres Zollner zu Rymbacheinerseits und Asmns v. Eberstein andererseits obgewaltet hatte. — 2. FolgeS. 106 u. 107.
Als die bambergischen Vasallen Konz v. Anfseß, Konz v. Streitberg undLamprecht v. Seckendorf in ihrer Fehde mit Heinrich v. Lichtcnstein bei einemÜberfalle des Schlosses Hohenstein das kobnrgische Gebiet verletzt, verlangteHerzog Wilhelm von dem Bischöfe, als Lehnsherrn der Beschädigcr, Genug-thnung; und als diese nicht schnell genug erfolgte, fiel der Herzog in das Bain-bergischc ein und verheerte die Gegend um Staffelstein (1467). Bischof Rudolfvon Würzbnrg vermittelte Frieden, gemäß welchem der Bischof von Bambergan Asmus v. Eberstein 5400 Gulden zu erlegen hatte (4. Folge, S. 86).
Im Spätherbst des Jahres 1474 zog Asmns v. Ebcrstein mit den Truppendes Herzogs Wilhelm gegen Karl den Kühnen von Burgund. Die Berichte desAsmns an den Herzog sind in Weimar erst >859 aufgefunden worden undfinden sich abgedruckt in meiner Geschichte, S. 575—600.
Peter auf Marktstcinach,
1451 noch unmündig, ff 1488 (Ritter Gerlach's jüngster Sohn), kursächs. Mar-schall und Amtmann, 1480 bis 1482 zu Külshcim, dann zu Gamburgan der Tauber (nordöstl. von Külshcim gelegen), verm. mit Margaretha(1490 Witwe, wicdcrvcrm. mit 5i. vom Stein), des Hermann v. Sauns-heim Schwester.
Peter war nach seines Bruders Asmus Tode alleiniger Besitzer desSchlosses Marktsteinach. Während der Fehde des Christoph Fuchs vonBimbach mit dem Bischöfe Georg v. Schanmbcrg zu Bamberg (vgl. Nachtr v.1883. S. 84 ff.) bemächtigte sich 1464 genannter Christoh und dessen SchwagerPeter v. Ebcrstein desjenigen Theiles des Dorfes Marktsteinach, welchendes Bischofs Georg Vettern Eberhard und Heinrich v. Schaumberg innchatten. Und als 30. Juli 1465 Heinrich Fuchs zu Walpurg in der StadtEbern Apellation gegen das Verfahren des Bischofs Georg an d. h. VaterPaul II. einlegte, bezeugte dies auch Peter v. Ebcrstein.
Am 28. Febr. 1479 schrieb Peter dem Herzog Albrecht von Sachsen,nachdem sein Bruder Asmns, der mit ihm, dem Herzoge, auf dem kaiserlichenZuge (1474--75 gegen Karl von Burgund) au dem Rheine gewesen, nach derHeimkehr von dem Herzoge in Weimar geschieden sei, habe letzterer demselbeneinen Hengst zu geben zugesagt, den ihm sein Bruder auf dem Totenbettebeschieden habe, und bittet, ihn mit einem solchen Pferde zu begaben. Unterm9. März erwidert aber der Herzog: „Also ist Uns wohl eindenke, daß der gemcldtAsman v. Ebcrstein, Dein Bruder seliger, bei Uns am Rheine gcwest, auch mitUns gegen Whmar geritten, aber Wir haben davon kein Wissen, daß Wir ihmcinichcn Hengst adir Pferd zugesagt hätten" (Uli. ist wahrscheinlich bei der nachbeendigtem Feldzuge veranstalteten Festlichkeit geschehen, bei welcher der Weingewiß, nicht gespart worden).
Über den getheilten Besitz von Külshcim, wo Peter Amtmann war,hatten sich Irrungen und Zwietracht zwischen dem Erzbischofe Dietrich von Mainzund dem Grafen Johann v. Wertheim erhoben. Der Pfalzgraf Philipp beiRhein brachte 24. Juli 1480 eine Einigung zwischen den Streitenden dahin zu-stande, daß bis zum Austrage der Sache Külshcim dem Kurfürsten Ernstund Herzoge Albrecht übergeben werde.
Peter wurde beschuldigt, in seinem Amte im Namen des Erzbischofs etlicheGebote gethan zu haben, die dem Grafen Johann beschwerten, weshalb er sichbei den Herzögen in einem ausführlichen Berichte vom 31. Januar 1482 (Gesch.603. Nr. 495) rechtfertigte.