zu, daß ihm ein Handel zugerichtet ist und ein Anschlag gemacht, wann erwieder zu mym gnädigen Herrn Herzogen Wilhelmen in seinen Hof ritte, sowürde er ingesatzt und also mit ihm fürgenommen, daß er nicht zu Antwnrtkommen solli und nicht wieder zu den Lutcn käme".
Doruf habe Asmus gebeten, ihm in die Ding zu rathcn, als habe ihmeine'- hin, der ander her gerathcn, aber Asmus habe gesprochen: „Ich will eswagen us die Barmherzigkeit Gotts und nf mynen gnädigen Herrn und willmit sinen Gnaden ryten; aber ich bitt Uch alle, ab ichts an mir geschehe, daßihr mich bannen dafür haltet, daß ich's nicht verdienet, sundern als ein Biedermanngehalten habe."
Herr Michel saget auch, ihm sei von Herrn Sigemund, sein Vettern,der seiner Geschäft halben itzund nicht daher habe kommen mögen, befohlen,mym gnädigen Herrn zu sagen, daß Kurd v. Aufseß gerade dieselben Meinungemit Lorenzen v. Ebirstein zur Nuenstadt an der Aisch geredt habe, dabeisei er gestanden und das von ihm gehört.
Am 22. März 1470 schrieb Michel Herr zu Schwarzenberg dem HerzogWilhelm:
„Nachdem ich von Uwern Gnaden geschieden bin, Asmus v. Eberstein'shalben, hnn ich denselben Asmus zu Glüsingen funden und mit ihmc ausden Dingen geredt, der sich dann von Stund zu Uwern Gnaden fugen will.Hiervon so bitte ich, Uwer Gnade wolle Hermann Lugelin auf soliche Zeitauch zu Euch verbeten, dann die Ding ahn ihne übel zu vertragen sein undEuch hierin gnädiglich erzeigen".
Nachdem nun diese Sache aufgeklärt worden und Asmus versprochen hatte,erforderlichen Falls überall zu erklären, daß dem Herzoge „an den erschollenenReden ungütlich geschehen", nahm Asmus wieder bei dem Herzoge als Rathund Amtmann Dienste, und zwar auf Lebenszeit.
1464 ersuchten Asmus v. Eberstein und andere vom Adel das zu Würz-burg versammelte Kapitel des Benediktiner-Ordens, den Abi Eberhard zuS. Jakob zu Mainz, „der sich jetznnd schreibt Abt zu Münchberg, undNeuerungen macht wider die Freiheiten des Klosters, welches allein ist für dievom Adel und Schild geboren", anzuhalten, daß er ihre Vettern und gutenFreunde im Kloster bei ihren Freiheiten leben lasse (Nachtr. v. 1878. S. l l. Nr. 21).
Bei dem Leichenbegängnis des Kurfürsten Friedrich II,, am 17. März>471, trug Asmus v. Eberstcin, „Herzog Wilhalm's von Sachsen Rathe", dasSchwert.
Asmus war sehr fehdelustig und hatte viele Händel und Streitigkeiten mitden Bischöfen von Würzburg und Bamberg, dem Erzbischose von Mainz, denGrafen v. Hennebcrg, den Städten Nürnberg und Rothenburg an der Tauber,den v. Bibra und v. Zollner, und nahm auch Theil an den Kriegen des Mark-grafen Albrecht Archilles und des Herzogs Wilhelm von Sachsen. Am 18. Nov.1440 bekannten Asmus, sein Bruder Wilhelm und viele andere von derfränkischen Ritterschaft sich zu Feinden der sächsischen Herzöge (s. oben S. 222).In dem Städtekricgc, zu welchem die Eingriffe der Stadt Nürnberg in dasburggräfliche Landgericht und deren Einmengung in die Irrungen des Mark-grafen Albrecht von Brandenburg mit Konrad von Heydcck den Anlaß gegeben,und in welchem fast die gesamte fränkische und thüringische Ritterschaft ausder Seite des Markgrafen stand, erschienen auch die Gebrüder Asmus undWilhelm v. Eberstcin im Felde, und zwar im Gefolge des Herzogs Wilhelmvon Sachsen. Asmus zeichnete sich n. a. aus 11. März 1450 in derSchlacht bei den Pillenreuter Weihern (s. oben S. 268). Beide Brüderwohnten auch 1450 den Fehden der von Eberstein gegen die Grafenv. Hcnneberg und den Bischof von Würzburg bei. Als Asmus am 14. Juli1450 den Edelleuten und Bauern zu Maßbach das Vieh wegtreibenließ, sammelten sich schnell 5000 Mann im Bisthum Würzbnrg, zu denen dieStadt Würzburg zuerst 374, dann noch 202 Wehrpflichtige stellte und erstürmten