Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
269
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Der Angriff des Hauptmanns der Nürnberger Armbrustschützen Kunz v.Kanfungen, der zuerst mit „50 Gercisig, eitel Schützen" zugesprengt kam, wurdezwar zurückgeschlagen, der nachrückende Hanpthaufcn der feindlichen Reiter ver-folgte jedoch den Markgrafen bis vor die Thorc von Schwabach und machtedabei viele der Markgräflichen nieder und zu Gefangenein Als nämlich „derv, Kanfungen kam gerannt flüchtig mit seinem Haufen, ließ der edel Herr v.Plauen (Der Nürnberger oberste Hauptmann) auftrumeten und legt ein seinSpeer und reit frischlich gegen den Feinden. Es rannt der edel (Nürnbergische)Oswald Boß gen den cdelen Eustachis Schenken, der auch hat herunter-geschlagen sein Speer, und Oswald Boß reit entzwei sein Speer und stach denSchenken zu der Erden. In dem ward sich auch mengen der edel und vestKonrad v. Kanfungen mit seinen Gesellen unter die Feind, und do ward gctretEustachius Schenk, daß er des Tags starb, und ward begraben zu Nürnberg.In dem und sich die männlichen der Spitzen von Nürnberg so härt hielten undso keck und männlich gegen den Feinden, ritten gar in Still mit keinem Geschrei;da Hub sich zu fliehen der Fürst, und do rannt der freudig Kotwitz (aufNürnberger Seite) mit seinem Haufen, das do waren eitel Schützen, in dieFeind und erschnsscn und erschlugen manichen Edelmann zu Tod und fingender viel; und wer do mocht gefliehen, der flöhe, lind es währt das Stechenund Schlahe,, und Jagen wohl l'/z Meil „nz bis gen Schwobach in die Stadt;wann es rannten etlich der Unser,, bis in die Stadt, und hätten sie ans beiden Seitennit e i n Losung (unser Frau) gehabt, sie wären gefangen worden in der Stadt Schwobach,dann durch die Losung komm sie ans der Stadt. Es worden der Feind erstochen an denSchranken der Thore. In dem kamen die Haufen des Fußvolks an die Wahlstatt, dosich derStreithät angefangen: und sie fnndcn manchen stolzen Edelmann liegen auf derErden, der abgestochen was worden, und was das Volk der begreif und erlangt, dieschlugen sie alle zu Tod ahn alle Gnad. Sie fnndcn auch viel der Armbrust,Schwerter, Speere, Eisenhüt und Wägen mit den Fischen und Segen, auch alledie Panier, die der flüchtig Fürst hät in dem Feld gelassen. MarkgrafAlbrechten wurd zu zweien Malen angesetzt, daß er kaum darvon kam.

Die Nürnberger hatten also in dem ersten großen Treffen des Kriegs einenentscheidenden Sieg über Markgraf Albrecht erfochten. Dieser Erfolg der Waffenwürde auf den Gang der Friedens-Verhandlungen, die am 20. April zu Münchenbegannen, wohl großen Einfluß gehabt haben, wenn nicht 4 Wochen später, 14.April 1450, die Städter eine Niederlage unweit Kloster Sulz im Grunde vonLeutershausen (an der Altmühl, westl. von Ansbach) erlitten hätten. Erst am22. Juni 1450 kam die Richtig,mg zu stände, nach welcher zu des MarkgrafenHänden u. A. die Schlösser Heidcck und Lichtenau bis zum Austrage desRechten blieben. An demselben Tage überläßt der Markgraf das SchloßLichtenau dem Ritter Gerlach v. Eberstein, seinem Rathe, wegen getreuerDienste und für genommene Kriegsschäden auf ein Jahr. Am 27. April 1453kau, man endlich zu einer Vereinbarung. Darin wurde n. a. bestimmt, daßMarkgraf Albrecht Hcideck und Lichtenau den vorigen Inhabern wiedergebenund die Unterthanen ihrer Pflicht ledig lassen solle.

Am 14. Mai !453 schrieb Bcr v. Rcchberg von Hohen Rechberg, Ritter-hauptmann der Ritterschaft mit St. Jörgcn-Schild in Schwaben an den Land-richter Gerlach v. Eberstein, Ritter:

Unser freundlich willig Dienst zuvor, lieber Gerlach! 11ns hat fnrbracht unserMitgeselle Hans vom Stain zu Nonsberg, wie Du ihn, sin Arinlüt, die von Tain-Husen, fnrgenommen und geladt habest Hansen von Frybcrg, Pfleger z» Mannheim,uf Montag vor dem heiligen Pfingsttag zu ol Ilsbach, zu antwnrten nf dem Land-gericht des Bnrggrafthnms Nüremberg. Und ihm aber solich Ladung so kurz vorsolichem Tag verknndt und geantwnrt sy, deshalb sy nf solichcn Tag nit kommen,noch verantwurten möchten. Und auch dieselben von Damhusen ihm gelichcr billigerRecht nie vorgewesen syen: so bitten wir Dich von des vorgenannten unsers Mitgc-sellen und siner armen Lnt wegen, mit Ernst flißig, Du wollest daran sin Din Hilf