Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
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seine erben vnd nachkamen vmb dy iczuntgenante Sume dreyhundcrt vnd vircziggnlden für den obgeincldcn rzehenden gancz quid, ledig vnd loß und wir obgenanteverkenffcr verczeihen vns sölchs zchenden für Uns vnd vnsz erben vnd geredcn mitgutem waren trcwen an eyncs rechten cydes stad, hin für kein gerechtigkeit, ansprnch,nach vordernngc nymer mcr darnach zu haben, weder mit gerichtcn noch an gcrichten,geistlichen noch wcrntlichen, noch nymant von vnßn wegen; vnd wir gcreden jin, denauch zu weren, als solchs kauffs recht ist, vnd weren sie auch des genanten zehendenvor allcrmcniglichcn vnnerseczt, vnuerkaufft vnd vnucrkiimmert vnd wollen jm auchden von Herren haut vcrlihen schicken jn czwcyen mondcn nach dathum diß briffs. Deszu eynem waren bckentnüß vnd merer sicherheit haben wir obgenanten gerlach vonEbenstem ritter, Wilhelm vnd asmus sein söne, vnsz iglichcr sein eigen jnsigel vndenan diesen offen briff gehangen, der gegeben ist nach xpi vnszers Hern gcpnrt virczehen-hnndert jare vnd jm sicbenvndvirczigestcn jare am Snntage j» der vasten, den mannennet oenli.

l452 verkaufte Ritter Gerlach v. Eberstein '/° des Zehnten zu Wald-sachsen und >/,2 des Zehnten zu Grusingshansen an Heinrich v. Wechmar.

Dieser Heinrich v, Wechmar verkaufte 10. Nov. 1452 seinen 25. Febr. >442von Hans v. Albersfeld erworbenen Hof zu Albersfeld, gelegen bei dem Kirch-hofe, mit allem Zubehör, Nutzen und Rechten, es sei Äcker, Wiesen, Holz, Holz-recht; auch seine Gerechtigkeit auf dem Kirchhofe; das Kcmnate Hieaus desDorfs mit seiner Zugehörnng, nämlich die Absleiten, Äcker und Holz, unddas Seldengut, Baumgartcn und den Schaftrieb zu.Albersfeld, der zudem Hofe gehörte, wie er das alles von der Herrschaft Hcnncberg z» Mann-lehn gehabt, Ern Eberharden v. Schaumberg, Ritter, für 250 Gulden rhu.Bürgen: Jacoffe v. Steinauc, Ritter, und Fritz v. der Kere, Voit zu Henneberg.

Die Original-Urkunde erstand ich lg. Nov. 1883 in Sachsens Kunst-

anktion zu Berlin (Nr. 130 des Katalogs).

Am 18. März 1425 verbürgten sich R. Gerlach, dann Ritter Heinrich v. Slnf-seß n. a. für den Bischof Johann von Würzbnrg gegen Ulrich Ochs wegen1000 Gulden rhn. Auch für den Markgrafen Friedrich 1. übernahm er Bürg-schaften. Markgraf Albrecht, welcher sich mit seinem Bruder Johann indie von ihrem Bater herrührenden Schulden gctheilt hatte, versprach 28. Sept.1446 Gerlachen v. Eberstein rechtzeitig von der Bürgschaft zu ledigen, welchederselbe wegen dieser Schulden übernommen hatte.

R. Gerlach leistete dem Markgrafen Friedrich I. nicht nur in Franken,sondern auch in der Mark Brandenburg Kriegsdienste. Dem genanntenMarkgrafen guittirtc er 8. Mai 1424 über 200 Gulden für alle Schäden, dieer im markgräflichen Dienste empfangen hatte, „und nämlich für verderbte Pferd,Harnasch und um all andrer Sach", — und am 7. Nov. 1425 über 40 Gnldenrhn. für geleistete Dienste.

Wegen „dankber, getreuer, williger und unverdrossener Dienste", die R.Gcrlach dem Markgrafen Friedrich und „seiner Herrschaft in der Markzu Brandenburg und auch hie außen zu Lande oft und dicke mannig-fältiglichen gethan", verschrieb ihm der Markgraf 10. Januar 1432 das SchloßRabcnstein (zw. Forchheim und Bayreuth), welches damals Ritter Konradv. Aufseß auf Lebenszeit inne hatte, ebenfalls „leibdingsweise" dergestalt, daßer dasselbe nach Konrad's v. Aufseß Tode, oder wenn er mit diesem einig würde,auch schon vorher einnehmen sollte.

Jn seiner Eigenschaft als Amtmann zu Hoheneck schrieb R. Gerlach anden Bürgermeister und Rath der Stadt Windsheim, ein WindSheimer BürgerNamens Klinglein (vgl. Nachtr. v. 1383. S. 95) habe dem Kunz Schmidt zuJpsheim dessen Zehnt genommen, der Rath möchte daher für Rückgabe desselbenSorge tragen. Als Landrichter zu Nürnberg stellte er 25. April 1436 einenGerichtsbrief über die Irrungen des Konrad v. Weinsberg mit der Gemeindezu Halberstadt ans, und am 15. Mai 1438 bekräftigte er durch Anhängungseines Siegels eine von den Gebrüdern Heinz und Simon Fliegreiß bei Ent-lassung aus dem Gefängnisse dem Markgrafen Friedrich ausgestellte Urfehde.