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Folge 5 (1885)
Entstehung
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über 30 Gulden Zinsen, die bereits am St. Peterstagc fällig gewesen, daraufS. Sept. 1428 über 20 Gulden, die ihm in des Bischofs Namen Eberhardv. Schaumberg ausgezahlt hatte, und endlich 17. Nov. 1428 über 6 Fuder und1'/- Eimer Wein, welchen ihm im Auftrage des Bischofs Hans Maxe, Bürgerzu Mclrichstadt, in den eben verflossenen 2 Jahren gegeben hatte.

Am 26. Sept. 1428 verschrieb der Bischof, in dessen Hofe und DiensteEberhard lange Zeit gewesen und der ferner noch würzburgischer Rath undDiener bleiben wollte, 50 Gulden rhn., welche an jedem Martinstage jährlichausgezahlt werden sollten. Bis 8. April 1429 hatte Eberhard aber voll diesen50 Gulden erst 20 empfangen, jedoch wurden ihm 4. Juli 1434 die an seinerRathsbcsoldung rückständigen 150 Gulden ausgezahlt. Am 28. Juni 1445verschrieb ihm auf seine Lebenszeit Bischof Gottfried auf die Stadt Fladungen30 Gulden, die jedes Jahr zu Martini fällig waren, jedoch mit dem Vorbehalte,daß Eberhard bis zu seinem Tode des Stifts Würzburg Diener bleiben sollte.

Am 5. Febr. 1436 vertrat die würzburgische Stiftsritterschaft darunterEberhard v. Eberstein des Bischofs Johann v. Brunn Sache beim Konzilzu Basel. Dieses Bischofs Hang zum Wohlleben und zu Bedrückungen derWürzburger Bürger und seiner eigenen Kapitulare hatte nämlich einen Theildes Kapitels und die Stadt Würzburg veranlaßt, dem Bischöfe nicht nur denGehorsam aufzukündigen, sondern denselben sogar 1432 zu nöthigen, der Regie-rung zu entsagen. Auch die Städte Ochsenfurt und Karlstadt traten 1433dieser Einigung des Kapitels und der Stadt Würzburg bei. Am 19. Januar1434 wurde der vom Kapitel und der Ritterschaft zum Koadjutor gewählte GrafAlbrecht v. Werthcim von dem Kaiser Sigmund und dem zu Basel versammeltenKonzil bestätigt. Der Koadjutor übernahm die ganze Verwaltung des Stifts.Mit Hülfe einer Partei im Domkapitel wurde der Bischof jedoch durch dens. g. runden Vertrag vom 15. Januar 1435 den auch Eberhard's Bruder:Karl v. Eberstein besiegelte zu manchen Regicrungshandlungen wieder zu-gelassen. Wegen der erheblichen Schulden und der aus dem Vertrage er-wachsenden Belastung des Stifts erkannte jedoch das Baseler Konzil dies Über-einkommen nicht an. Die Zwietracht wuchs im Kapitel, der größte Theil fielvom Koadjutor ab und schloß sich dem Bischöfe an, welcher den DomdechantenReinhard v. Masbach und 7 Domherrn absetzte und im Juni 1435 Würzburgbelagerte. Seine Finanznoth war indessen so groß, daß er nicht nur vieleStiftsgüter hatte verpfänden, sondern sich auch von seinem Rathe Eberhardv. Eberstein 1500 Gulden hatte vorschießen lassen müssen. Dabei dauerte derKrieg im ganzen Stiftsbezirke fort, wobei namentlich Ochsenfurt schwer zuleiden hatte. Diese Stadt wurde 18. Aug. 1435 und bald darauf auch Karl-stadt vom Bischöfe eingenommen. Als letzterer wegen seiner Verheerungszügezur Verantwortung nach Basel vorgeladen wurde, vertrat, wie oben erwähnt,die würzburgische Ritterschaft die Sache des Bischofs, welcher mehrere zu demStifte gehörende Grafen, Herren, Ritter und Knechte des Landes zu Frankennach Haßfnrt entboten und sie zur Abordnung Zweier aus ihrer Mitte: HansVoit v. Salzburg und Lorenz v. Ostheim nach Basel zu dein Konzil mit einerBotschaft ä. ä. Sonntag nach Lichtmeß (5. Febr.) 1436, an welche auch Eber-hard v. Eberstein sein Siegel hängen ließ, vermocht hatte. Am 17. März 1436nahm der Bischof seinen Hauptgegner, den abgesetzten Domdechanten Reinhardv. MaSbach, gefangen. Erst am 1. Juli 1436 brachte Markgraf Friedrich vonBrandenburg eine Einigung zu stände, gemäß welcher der Koadjutor seinerStelle entsagte. Unter den von dem Markgrafen 25. Juli 1436 in dieser Sachebestellten Sprnchmännern findet sich auch Eberhard's Bruder Karl v. Eberstein(Nachtr. v. 1879. S. 110). Schon 2. Juli huldigte die Stadt Würzburg demBischöfe aufs neue, welcher darauf der Stiftsverwaltung bis zu seinem Todeunbehindert vorstand.

Dieser Krieg erlitt durch die Gefangennahme des Bischofs ein eigenthüm-liches Nachspiel. Schon 28. Nov. 1412 hatte nämlich Ritter Hans v. Hirschhorn