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Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
94
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demselben nur 1103 fl. 40 Rr., dem Frhrn. v. Münster aber 3311 fl, bcrlassenworden. Der Usx 6 Loci. 0s Sseuullis nnptüs sagt ganz deutlich: Iure sllietali lsZsin perpotuum valitura saneimus; si ex priori Natrimonio proersatis Uibsris patsr,matervs all sscuulla vel tsrtia, aut ultsrius rspstiti Natrimouü vota mixravsrit; nousit si lioitum novsreas vel vitrieo testamsnto vsl sine seriptura seucollieillis lrasrellitatis jure sivs lexati, sivs killeicomnrissi titulo plusreliugusrs nee llotis aut ante nuptias llonationis nomine, seu mortiscausa Irabita llouations conlsrrs, nee intsr vivos conseridenllis lloua-tiouidus (guas stsi constauts matrimonio oivili surs intsrllictae sint, morte tawenllouatoris ex esrtis causis couürmari solent) «zuam kilio vel inline, si unus vslunn extitsritz guollsi plurss lideri kusrint, sinZulis asguas partesliabentidus miuime plus guain all nnum-qusmc^ue eorum pervenerit;all eorum licsat vitrivum, uovsrcamvs trauslsrri, sin autsm non asczuisex portionilius all sosllsm liberos nrsmoratas transisriut tacultatss,tuno guo<zus non licsat plus eorum uovsrcas vel vitrieo testamsntorslingusre vsl llouars, seu clotis vsl ante nuptias llonationis tituloconlsrri, quam tilius vsl kilia badet, eui minor Portio ultima voluu-täte eis relicta vel (lata kusrit ete., sin vero plusguam statutum est,aliguill novsroae vsl vitrieo rslietum vsl clonatum aut (latum kusrit,taucpiam non scriptum usqus llsrelictum vsl clonatum aut (latum sit;acl persona« llsksrri libsrorum et intsr sas llivilli jubemus, omni eireumsoriptions, si Pia per intsrpositam psrsonam vsl alio czuoeuntzue mollo tüerit sxeo-Zitata, csssants.

Das nämliche verfüget die lllov, 22 cap. 27. Die Freifrau von Münster konntedahero ihrem Eheherrn mehr nicht vermachen, als was ein Kind erstercr Ehe, undzwar, da ungleiche Theilc gemacht worden, was der geringste Theil betraget.

Bei der Stelle des Z S st 6 ist das Verstoßen entgegen die Gesetze klar. Ob nunzwar die Kinder Z 7 von den Juwelen und Perlen, dann S 3 von dem Silber nochansehnliche Portionen bekommen, wodurch die Z 5 verlassenen 1103 fl. 40 Xr. noch einenstarken Zuwachs erhalten möchten, daß sie dem dem Freiherrn von Münster Z 6 ver-lassenen Legat von 3308 fl. gleich zu stehen kommen könnten; so ist doch immer nochdie Z 17 erfolgte Erbseinsetznng des Freiherrn v. Münster zum Universalerben demklaren Buchstaben des Gesetzes entgegen und diese null und nichtig (cl. besser in suislllsäit. all kk. tom 5. paK 136. mell. 11). Nach der Lehr des nur angezogenen Leysersund der angeführten Gesetze ist die Vermächtnis und Erbeinsetzung des Frhrn.v. Münster, in wieweit sie jene Erbportionen der Kinder und die geringste derselbenübersteiget, entgegen die Gesetze; sie ist anzusehen, als wenn sie nicht geschehen wär,und das Vermachte fallet denen sämtlichen Kindern anHeim, die übrigen Theile Testa-ments bestehen aber.

^.ll 2. Das Rechtsmittel lieget klar aus dem Vorstehenden vor, denn die actiosxpletoria cumulirt mit der bersllitatis pstiticms wird gegen die v. Münsterischen HerrnErben wohl ergriffen werden müssen. Nothwendig wird es aber sein, daß die Erbendes Hrn. v. Münster zu manifestiren angehalten werden, worin der Nachlaß seinerFrau Gemahlin außer denen im Testament benannten Sachen bestanden und was erdann als Universalerbe erhalten habe. Wenn dieser Punkt berichtigt ist, dann mußdas sämtliche von der Frau v. Münster hinterlassen«: Vermögen inventiret und taxiretwerden und von diesem sämtlichen Nachlaß, woran aber die 3000 fl. Dotalgelder ver-mag Kameralurthcil vordcrsamst abzuziehen sind, kann der Freiherr v. Münster mehrnicht, als ein Kindstheil erhalten, wo dann sonächst das übrige in gleiche Theile, jedochmit dem Vorbehalt in 7 gleiche Theilc vertheilet werde, daß nämlich die FrauenTöchter nach dem H 7 tsstament! von den Perlen und Juwelennach davon entrichtetenPflichtteil den Rest mit einander in gleiche Theile erhalten. Da aber das Mani-festiren eine gefährliche Sache, so muß vor allem unter den Papieren nachgesehenwerden, ob nach dem 1774 erfolgten Ableben der Frau v. Münster kein Jnventariumerrichtet worden, oder ob sonst nicht aus andern richtigen Urkunden die Nachlassen-schaft erwiesen werden könne. Nach Abgang dieser ist kein anderes rechtliche Mittelals das Manifestiren übrig.