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II. Specielle Anfführnnq.
Ilstl». 1282.
Das Stammhaus des altbuchischen, zur späteren fränkischen reichsun-mittelbaren Ritterschaft der Kanteme Rhön-Werra und Baunach gehörigenAdelgeschlechts Ebcrstein lag in dem Alten Buchenlande, zwischen denDörfern Brand, Wickers und Rupsroth, auf einer dichtbewaldeten kegel-förmigen Phonolithkuppe der jetzt preußischen kuppenreichen Vorderrhön. DieBurg Eberstein, welche im Zahre 1150 von dem Abte Marquard vonFulda schon einmal eingenommen worden war, wurde bekanntlich 1282 vondem Bischöfe Berthold von Würzburg und dein Abte Berthold II. von Fuldageschleift und die Mark Brand nebst allem Zubehör von den beiden geist-lichen Herren als gemeinschaftliches Eigenthum erklärt. Letztere lagenschon längere Zeit in Streit und Zwiespalt mit einander, und es war schonso weit gekommen, daß man vom Wortstreite zu den Waffen gegriffen undsich gegenseitig das Land verwüstet hatte. Da schlug sich König Rudolfselbst ins Mittel, ließ diese Sache vor sich zu Nürnberg verhandeln, brachteeine Sühne zwischen beiden Theilen zu stände und traf behufs Ausführungderselben Anordnungen. Da aber gar keine Hoffnung in Aussicht war, daßder Streit in aller Kürze sein Ende finden würde, so rief der König dieParteien nach Oppenheim und übertrug das Ganze dem Schiedsrichter-sprnche dreier Männer ans dem vornehmsten Adel, nämlich dem Eberhardv. Schlttsselberg, Gottfried v. Brnneck und Bcrthold v. Liebesberg.Diese waren es, welche nachmals in dem an der beiderseitigen Grenze ge-legenen Orte tFuchs?)stadt, wo man pflegte, Rechtssachen anhängig zumachen, zu erörtern und zu entscheiden, jene streitenden Parteien von neuemwieder aussöhnten, und zwar unter den alten Bedingungen:
daß sie das Haus zu Eber stein, als den Stein des Anstoßes, ge-meinschaftlich niederreißen, gleicherweise aber das Kastrum und denOrt Brand zu befestigen übernehmen sollten, im Uebrigen aber hättensie und ihre Unterthancn sich nach dem zu richten, was schon vor-her zu Nürnberg vor dem Könige zu beiderseitigem Frieden an-geordnet worden. Die darüber sprechenden Urkunden lauten:
Uichtnugc zwischen epn Uisschuff Wirrzpnrg n»d ryn Apt von fuld utirr dns Slosjcticrstri» zu tircchc» und dim I,ns> und Ätndt Urnndnw z» tinwc» no. lWN
Wir Bischoph Bertold von Wurzclmrg vnde Abt Bertoch von Vuldebikenmm vnde vur richen allen den, die discn brief hören oder gesehen, daz wirallen den werrcn, der Züschen vns vnde vnsern lnten was, zu Oppinhcim anvnscrn Herrn, den römischen kunig Nudolven, sazten vnd erz bivalch denedclen Herren ern Ebbcrharte von Slnzilburgen, ern Gothefride vonBrunecke vnde ern Bertolde von Liebisberg, die dar gegen vnd ir truweime gaben vnd dar nach zu den Heilgen suvren, daz sie allen den werren vzrichtennach Winnen oder nach rechten vnd nicht ansehen libe, leide, vruntschapht nachde kener han de fache.
Disses beschiden vns die dri Herren vor dem künege ein zil, daz was sentcPctirs tag ime lenzen. An deine tage gnamen wir zuschcn Trimperg vndeHamilbnrg vnd wurden da vur richtet von in vmmc allen vnsern werren, alsohie her nach geschribcn ist:
Wir schulten mit einander daz hus zu Ebbirstein brechen vnd vnser de-