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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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„Unter den vielen Hunderten noch ungezählter Burgwällc und Bnrgstätten, welche sich überganz Pvmmern ausbreiten und alle, safer» sie sich nicht als Rndera mittelalterlicher Burgru undneuerer Schloßbanten erweisen, wendischen Ursprungs sind, nimmt der Bnrgwall van Cratzig wegenseiner Ausdehnung einen hervarragenden Platz ein. Diese alte Befestigungsanlage umfaßt nicht nurden eigentlichen Wall, svndcrn schließt auch ein ausgedehntes Terrain mit dem (schan erwähnten) schönenWaldsee in sich ein.

Etwa 2500 m nördlich van Cratzig über die heutigen Grenzen van Biziker und Barehminhinaus dehnt sich, in ziemlicher Größe freu 10(10 Morgen) daS Schlingebrnch anS, Nlittcn in diesesBruch schiebt sich van seiner westlichen Begrenzung, dem Sccberae, b er eine hügeli ge Landzu nge, diedieses in eine kleinere westliche und eine größere östliche Hälfte theilt. In der westlichen Bruchhälfteliegt, unmittelbar an der Landzunge, der ca. 20 Margen große Burgsee. Ans der Stelle, Iva Seeund Landzunge sich berühren, erhebt sich im Mittelpunkte der schönen Waldlandschaft der Burgwallvon Cratzig, in doppelthufeisenförmiger Anlage, deren offene Seite an den Burgsee stößt, die ganzeUmgegend dvminirend. Die Befestigung ist unter Benutzung natürlicher Erhebungen gebildet undbesteht anS einem vom See ans bis zu 14 in aufsteigenden Hauptwall, der, auf dem Wallrücken ab-gemessen, eine Länge von 200 Schritt hat, sowie aus einem Borwall von 75 Schritt Länge und10 in Höhe, der sich an die Nordseite des Hanptwalles anlehnt und im Bogen so zum See ver-läuft, daß die Wasserseitc offen bleibt. Das Terrain innerhalb der Umwallnng und der die Anlagebegrenzenden Uferlinie des Burgsees von 190 Schritt Länge erhebt sich in gleicher Weise vomSee ans steil, stellenweise terrassenartig ansteigend, wie die Umwallnng selbst, welche die inner» Thcileder Befestigung bis zu einer Höhe von 40/z m überragt. An der Außenseite steigt der Bnrgwallschroff empor, der Hanptwall bis 14, der Borwall bis 10 m Höhe. Beide Wälle sind mit einemGraben umzogen, der nur einmal unmittelbar am See unterbrochen ist; an dieser Stelle tritt auchnoch der Eingang durch den Vorwall sichtbar hervor. 220 Schritt nordwestlich vom Bnrgwall istein Graben quer durch die Landzunge, welche die eigentliche Burg trägt, so gezogen, daß er denwestlichen mit dem östlichen Theile des Bruches verbindet und den Zugang von dieser Seite herabschneidet. Unmittelbar an der Südkante des HanptwalleS durchschneidet, durch das Terrain be-günstigt, gleichfalls ein Graben die Landzunge, doch ist bei ihm nicht ausgeschlossen, daß er neuerenUrsprungs sein könnte. Ist er gleichaltrig mit dem Bnrgwall, so gehört er mit dem nördlichenGraben zur ersten Befestigungslinie. Von Wichtigkeit und in ähnlicher Weise bei den vorgeschicht-lichen Burgwällen Pommerns noch nicht bekannt geworden ist das Vorhandensein der zweiten Um-wallnng, welche als Graben im Süden selbst das Bruch durchschneidet und die Burg in weitemBogen in einer Länge von über 1000 m in der Weise umgiebt, daß der ganze westlich von derLandzunge gelegene Thcil des Bruches mit dem Bnrgsee, der in demselben liegt, befestigt ist. NachTsten bietet daS breite und tiefe Schlingebrnch gegen jeden Angriff Sicherheit. Gerade diese Art

einiger Antkeilc in Cratzig -c. — ebenso Paul Kranksporn (1339) — für Abkömmlinge eines dcntschen Klingsporngehalten werden. Freilich kann der Verfasser sich nicht entscheiden, den qn. Henning (1373—86) für einen Kamckcanzusprechen, ebenso wenig wie es erwiesen ist, daß er ein Bartns Sohn ist. Die Auffassung von Ricniann, ihnfür den Sohn des Bürgermeisters Viueenz Holk zn halten, ist durch die Urk. Bisthum Camin 13t (1364) wider-legt, au welcher zwei Holkewappcu (keine Füchse, sondern links drei Balken, rechts drei Flüsse von oben nach untenlaufend) hängen. Leider ist um 1373 keine Urkunde, an welcher das Wappen der Krankspare erhalten ist, bekannt;vcrgl. Seite 6 u. 8. Der Verfasser verzichtet aus diesen Gründen darauf, die Krankspar als eine den Kamekeagnatisch-vcrwandtc Familie hinzustellen. Sie sind aber für die Geschichte der Kamcke-Lchnc und Burg Nassom(1364) außerordentlich wichtig. —

Das spätere Wappen der Kraukspar sind die Kleistc-(Bulgrin) Füchse. In Cratzig sagt man heutigenTages noch: „der Fuchs braut" — wenn über den Wicscnthälcrn vom Bnrgsee her, sich Abends im Clusbachthalder Nebel wie ein dichter Schleier lagert. Sollte deshalb die obige Stammform für das slavische Wort nichtihre Begründung in der Oertlichkcit gefunden haben? —

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