Matt III-
Halls Strachmin, Haus Cordeshagen seit c. 1740.
(Genealogische Beiträge für die gräsliche Linie und die Nachkommen des Daniel Frie-drich III. zu Cordeshagen seit e. 1740; zusammengestellt nach Urkunden und Mittheilungen
der Familie dnrch F. v. K. Cr. 1892.)
Strachmin (ZU Tllsel IL VII). Die Grafen von Kamcke.
Ml. Graf Friedrich Paul, geb. 9. Mai 17t 1, -f zu Bath in England 27. August 1769. — Erstndirte (1732) zu Frankfurt a. O. und (?) zu Halle; Schloßhauptmaun, Rittmeister, ^) Bildin Cratzig und Lustebuhr.
Am 28. Juli 1740 vom Könige Frd. II. in den Grafenstaud erhoben, 2)
Venn, zu Berlin 9. Februar 1739 Marie Gräfin Golowkin, des russischen Gesandten im HaagGraf Alex. G. und Catharina Henriette Gräfin Dohna Tochter, geb. zu Berlin 8. April 1718,.1 zu Berlin 8. August 1787, Bild in Lustebuhr; 5 Sohne, 1 Tochter:
1) Friedrich Paul genoß als Sohn der am Hose in hohem Ansehen stehenden Obcrhofmcistcrin AnnaIlse von Kamekc die hohe Gunst des Königs Frd. Wilh. I. Wohl um den Wünschen dieses Landesvaters, demder Anban der Dorotheenstadt in Berlin sehr am Herzen lag, zu willfahren, erbaute Friedrich Paul das Haus inder Dorothcenstraße, die spätere Loge Royal Z)ork, eine Zierde der Straße und von kunstsinniger Ausstattung imInneren. Dem ungeachtet nöthigtc ihn der König, Kriegsdienste zu nehmen. Die dcsfallsige Ordre lautet:Frd. Wilh., König in Preußen -c. Wir machen Euch hierdurch in Gnaden bekannt: daß wir den von Kamekcbei dem Regiment Gensdarmes zum Stabsrittmeister — (ein Fall, wie er wohl nicht oft vorgekommen sein mag) —allcrgnädigst ernannt und dcklarirt haben und könnet Ihr denselben, wenn er sich bei Euch melden wird, demRegiment vorstellen und zu Diensten gebrauchen -c. Gegeben Berlin SS. August 1738. gez. Friedrich Wilhelm.An den General von Natzmcr. Aus dem Leben des Generalfeldm. Gneomar von Natzmer, durch von SchöningBerlin 1838. S. 40ö. Der Rittmeister Graf Kamekc hielt sodann bei den Beisetzungsfeicrlichkcitcn seines Chefsdie Standrede; vergl. Pauli, Leb. gr. Helden. Zeitgenossen rühmen dem Grafen Friedrich Paul eine hohe Be-gabung und Klugheit nach; seine schwächliche Gesundheit veranlagte ihn, den Staats- und Heeresdienst zu meiden,und erlag er im Bade Bath in England seinen längeren Leiden; Heydebreck.
2) Grnfendiplom im Archiv des Familicnverbandcs; Fam.-Archiv.
8