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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
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Der Name Kameke ist für unsere Familie der Nachweis ihres Bestehens. Man findet ihn inPvmmern um e. 1300. Wenige Jahre später (1315) verbindet sich mit dem Namen ein Wappen,welches uns bald den „Adler", bald den „Bock" zeigt. Zweihundert Jahre spater werden (1521)drei Sauspicßc über einem Wulste als Hclmzier beigefügt; dieselben scheint jedoch schon 1488 CartzeKamele zu Varchmin (Urk. Colbcrg Stadt No. 188) geführt zu haben. Ein Wappcnabdrnck desLazarus Kameke (1540 und 1550) stellt die Helmzicr-n) im Schilde dar.

Es ist für die Familie Kameke um 1300 deshalb die Untersuchung, welche vom StaatsarchivarKratz Fam. Kleist Th. II p. 230—231 (1873) veröffentlicht ist, maßgebend:

„Die Hommerschen Adelsgeschlechtcr, welche gleichzeitig denselben Familiennamen, obwohl„verschiedeneWappen führen, sind in der Ziegel eines Stammes; dagegen sind diejenigen,„welche verschiedene Familiennamen, obwohl dasselbe oder ein ähnliches Wappen führen,„auch wenn sich ihr Ursprung oder ihre ältesten Wohnsitze ans benachbarte Ortschaften„zurückführen lassen, ans der Wappengleichheit oder Wappenähnlichkeit allein noch nicht„agnatisch stammverwandt zu erachten; vielmehr begründet der verschiedene Familienname„die Vcrmnthnng der Stammcsverschiedenheit."

Auffällig kann es deshalb nicht sein, wenn Peter vc Camie^) iZi? bezw. 1315 den „Adler"als Wappenthier führt und in derselben Urkunde sich Dessen de Strachmin als sein Bruder nennt,welcher mit seinen Söhnen den „Bock" im Wappen hat. Daß aber dieselbe Person einmal de»„Adler" und an anderer Stelle den „Bock", der Vater das eine, der Sohn daS andere Wappen ge-führt hat, ist nicht nachweisbar, denn erst die Urkunde (1315 bzw. 1317) giebt uns überhaupt Nach-

3 1) Eine Abnormität zeigt ein Abdrnck (1746) Lchnsactcn Tit. IX Scet. 87 No. IL Fol. Z—5. DieSöhne des Besitzers des Straußcugutcs (Anthcil Latzig bei Bclgard) legen stntt der 3 Spieße sich 3 Straußen-federn bei, ihr Brnder dagegen 3 Schwerter, welche mit der Spitze nach unten gekehrt sind. Der gleichen Zeitentstammt und ist in dem Hause Ncu-Varchminshagcn vererbt ein Petschaft (gelber Achat), welches 3 Turnicr-lanzcn auf dem Wulst führt. Ein ähnliches Petschaft vererbte sich im Hause Nen-Parchmin.

Ein rothcr Achat, welchen der Hosgerichts-Nath Otto Felix zu Cratzig bereits benutzte, läßt de» Wulstvermissen. In neueren Siegeln findet man sehr häufig eine Krone an Stelle des Wulstes. Die Krone hat nurim Gräflichen Wappen und zwar über dem Schilde eine Berechtigung; vergleiche die unten mitgethcilte Wappen-beschreibung.

3 2) Schon in der Urkunde des Klosters Usedom (13(17) tritt der Name in der deutschen Endung Kameke auf.